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Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet Liebe?
von Burgen am 25.07.2017 00:17Hallo,
diese Einstellungen haben in früheren Zeiten viel Leid, und auch Totschlag zur Folge gehabt.
Allerdings denke ich auch, wenn jemand noch nicht als alter Wein in alten Schläuchen ist,
vieles buchstabenmässig beurteilt und danach handelt.
Es ist eine gewisse Härte. Kann ich auch verstehen.
Manche 'Kreise' lassen deswegen auch ihre Kinder z B nicht auf öffentliche Schulen gehen.
Ich möchte damit ausdrücken, dass unser Leben eine Gradwanderung ist.
Gerade in unseren Breiten innerhalb der Liberalität vieler Lebensbezüge sind wir als Christen
natürlich gefordert, Stellung zu beziehen.
Gruß
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Dreieinigkeit
von Burgen am 25.07.2017 00:06Kowalski, am Kreuz ist Jesus in all seiner Verlassenheit ein Mensch.
Und deswegen kann er Leid äußern über die totale Gottverlassenheit.
Die Aussage der Schrift hingegen ist, dass Jesus sowohl Gott als auch Mensch ist.
Die ihn liebenden Menschen machen die Erfahrung, dass Jeshua , auch, Gott ist.
Gott wurde Mensch und kennt uns, jeden.
Vielleicht hilft dir das?
Ich denke, dieses erschließt sich beim betenden lesen der einzelnen Bibelbücher.
Das ist eine Chance ihn besser, immer mehr, ihn kennenzulernen.
Nicht nur vom Kopf, sondern mit 'Haut und Haaren' wie man so sagt.
Gruß
Burgen
Re: Was bedeutet Liebe?
von solana am 24.07.2017 23:56Ich urteile nicht über Gemeinden, ebenso wenig sagte ich das, was Du sagst, was ich sagen würde..
Hallo Henoch
Vielleicht kannst du mir sagen, we ich den Satz anders verstehen soll:
Heisst das nicht: Alle Gemeinden, die keine "Gemeindezucht" mit Ausschlussverfahren betreiben, "die lieben ihn (den nicht ausgeschlossenen Sünder) nicht.?
Dasselbe gilt doch auch für diese Pauschalaussage:
Ich warne nicht jedes Geschwister, das ich sündigen sehe. Und das nicht aus "Lieblosigkeit", sondern zB s.o. ausgeführt, mag ich jetzt nicht wiederholen.
Und das mit den "Irrlehrern" ist auch keine ganz einfache Sache .... ab wann ist jemand ein Irrlehrer? Wenn er einer anderen Konfession angehört, die Dinge praktiziert, die deine Konfession anders sieht?
Wenn ich so jemanden auf einen Kaffee in mein Haus einlade und mit ihm über den Glauben diskutiere, dann liebe ich ihn nicht?
Wie gesagt, wenn du das für dich alles so siehst, ist das ok.
Wenn du aber anderen sagst, sie hätten keine "echte" oder gar keine Liebe, wenn sie das nicht auch so machen, dann finde ich das nicht mehr ok.
Und in diesem Falle fühle ich mich dazu gedrängt, dir das zu sagen. Nicht unbedingt, um dich zu warnen, aber weil ich den Eindruck habe, dir ist nicht bewusst, was in diesen Formulierungen steckt an "Verurteilung" und "Absolutheitsanspruch".
Gruss
Solana
PS: Ich kann mir durchaus Fälle vorstellen, wo ein Gemeindeausschluss nötig ist zB um die anderen Gemeindemitglieder zu schützen (habe ich oben auch erklärt).
Oder auch dieser besonders schwerwiegende Fall in Korinth, den die zitierte Stelle betrifft ("und zwar eine solche Unzucht, wie es sie nicht einmal unter den Heiden gibt").
Und ich kann mir genauso auch Fälle vorstellen, wo es sehr wichtig ist, Geschwister auf Fehler hinzuweisen.
Nur kann man das nicht so einfach pauschalisieren und anderen damit Liebe absprechen, meine ich.
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Dreieinigkeit
von Kowalski am 24.07.2017 23:29Hallo alle, danke für eure Antworten. Aber ich zweifelte nicht daran, dass Jesus Gottes Sohn ist. Es ist schon ok wenn er sagt: "Vater".
Oder wenn Gott bei der Taufe mit Johannes dem Täufer sagt: "Dies ist mein geliebter Sohn.." Das ist mir schon klar. Die Frage war nur, ob Jesus dann auch Gott ist.
Wir (die Gemeinde in Christus) werden ja auch Kinder Gottes gennant. Deshalb sind wir aber noch keine Götter, oder?
Aber wenn Jesus sagt "Ich und der Vater sind eins" oder "Er ist in mir und ich bin in Ihm" dann sieht die Sache schon anders aus. Dann sage ich auch, ja Jesus ist Gott.
Trotzdem bleibt es dann aber rätselhaft, wie kann Jesus dann sagen:
Satz 1: "Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott." (Joh 20,17)
oder
Satz 2: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Mt 27,46)
Beide Sätze klingen dann komisch. Gott ist im ersten Satz also der Gott von Jesus (Vater von Lesus). Also der Gott von Gott (??)
Und im Zweiten Satz: "Mein Gott warum hast du Gott (mich) verlassen? Klingt auch sehr merkwüdig.
Weiss nicht wie man das verstehen soll..
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet Liebe?
von Henoch am 24.07.2017 23:21Hallo Solana,
Ich urteile nicht über Gemeinden, ebenso wenig meinte ich das, was Du sagst, was ich meinen würde................. Möglicherweise ergeben sich daraus für den Einzelnen solche Rückschlüsse, wie Du sie schreibst, aber darum geht es mir nicht.
Alle Beispiele fußen nach meinem Verständnis auf ein Gebot des Herrn. Was ich deutlich machen wollte, etwas provokant vieleicht, ist, dass Gottes Gebote, die ja klare Anleitungen zur Liebe (Agape) sind, nicht immer so einfach umzusetzen sind.
Zu den Schriftstellen: 2Joh 10 Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, nehmt ihn nicht auf in euer Haus und grüßt ihn auch nicht.
Mt 18,15 Sündigt aber dein Bruder, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. 3Mo 19,17 Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich lädst.
1 Kor 5, 12 Denn was gehen mich die draußen an, dass ich sie sollte richten? Habt ihr nicht die zu richten, die drinnen sind? 13 Die aber draußen sind, wird Gott richten. Verstoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!
Würde ich nun sagen, das wäre lieblos, würde ich sagen, Gottes Gebote wären lieblos.
Wie das im Einzelnen die Gemeinden praktisch umsetzen, ist mir eigentlich nicht das Anliegen zu beurteilen, denn das muss ich nur dann, wenn ich der Gemeinde angehöre oder angehören will.
Henoch
Re: Was bedeutet Liebe?
von solana am 24.07.2017 23:09Hallo Henoch
Ich wil nicht drauf rumreiten und es liegt mir auch fern die Gemeindezucht, wie sie in deiner Gemeinde praktiziert wird, zu verurteilen.
Mich stört nur der Absolutheitsanspruch in deiner Formulierung:
Heisst doch im Klartext: Nur eine Gemeinde, die solcher Art Gemeindezucht betreibt, liebt ihre Gemeindemitglieder, alle anderen sind "lieblos".
Und das finde ich einfach nicht richtig, so über andere Gemeinden zu urteilen.
Genauso finde ich, kann es gute Gründe dafür geben Geschwister nicht bei jedem kleinsten Fehler gleich mit der Nase drauf zu stossen und sie "zu warnen". Meistens leidet der Bruder oder die Schwester selbst schon genug darunter, dass er/sie wieder einmal "versagt" hat .... dann kann Liebe auch einfach mal "die Sünde stillschweigend zudecken", statt sie bloss zu stellen und lieber für die Geschwister mit um Vergebung bitten, wie Johannes empfiehlt (1Joh 5,16).
Mich stört nicht, wenn du oder deine Gemeinde meinen, dass es so gemacht werden muss - das ist eure Sache.
Aber es stört mich, wenn gesagt wird: "Wer das nicht so macht wie ich/wir, der ist lieblos, der liebt nicht wirklich."
Denn - wie ich oben versucht habe, zu zeigen - man kann das auch anders sehen .....

GrussSolana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet Liebe?
von Henoch am 24.07.2017 22:52Ja Solana, so ist es. Wenn jemand so handelt, wird er wohl kaum in einer Gemeindezuchtmaßnahme landen.
Wenn Gemeindezucht schon zu Beginn stattfindet, dann ist es fast immer so, dass ein ernstlich Gefallener durch die überführenden Seelsorgegespräche unter vier Augen wieder aufgerichtet werden kann, bevor es die Gemeinde auch nur erfährt. Seelsorge ist ein ermutigender und aufrichtender Liebesdienst, da sind wir Licht für den, der gerade nicht klar sieht.
Henoch
Re: Was aus dem Herzen kommt..
von Jonas am 24.07.2017 21:13Grüß dich Burgen!
Ja, Jonas.
Nichts anderes sagen wir.
Vielleicht etwas anders pointiert.
Na, dann muß ich jawohl etwas überlesen haben
wenn du weiter oben schreibst;
in der Geschichte wurde vielfach das "Hirn" die Logik des Denkens überbewertet.
Das hatte mit zur Folge, dass manche menschlichen Rassen abgeschlachtet und ausgemerzt wurden.
Wenn Rassen abgeschlachtet werden, dann wird das Hirn abgeschaltet, bzw die Logik außen vor gelassen.
Schöne Grüße
Jonas
Re: Was bedeutet Liebe?
von Lila am 24.07.2017 21:04Liebe Henoch!
Wir wissen, dass die wiedergeborenen Christen von Geist geleitet werden. Und der Heiliger Geist sensibilisiert unsere Gewissen. Und wenn man sündigt, haben wir die Verheißung, dass wir zu der Gnadenthron Jesu kommen können und Jesus hilft uns und vergibt unsere Sünde. Ich kann mich vollständig auf das Heiliger Geist verlassen und warte nicht so lange bis jemand mich warnt. Jesus wird mich wieder aufrichten. Darauf kann ich mich vertrauen!
Lila
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet Liebe?
von Henoch am 24.07.2017 18:30Hallo Solana,
ich kann das, was Du schreibst nachvollziehen. Und klar muss das bedacht werden. Ich denke, dass es nicht darauf ankommt, was als einladend und was als anklagend empfunden wird, sondern, dass das Wort korrekt, aber geistlich und in Liebe, in die Tat umgesetzt wird. Dann dürfte es die Probleme, die Du beschreibst, kaum geben.
Natürlich bekommt der Betroffene keine kalte Schulter, sondern ein warmes Fußbad.
Das Wort Gottes beschreibt, wie wir die Liebe Gottes umsetzen sollen. Ich habe daher extra die Beispiele herausgenommen, an denen es uns besonders schwer ist, sie umzusetzen. Einfach deshalb, weil wir gerne ein falsches Bild davon haben, was Gott mit Liebe meint. Gott kann Sünde nicht stehenlassen, Liebe ist niemals gleichgültig und Liebe kümmert sich um die Not des anderen. Die größte Not eines wiedergeborenen Christen ist die Süncde, da braucht er tätige Liebe. Wie die aussehen soll, sagt die Schrift. Wenn wir etwas weglassen, lieben wir weniger.
Natürlich, und da sehe ich wie Du die Gefahr, ist es manchmal schlimmer, falsch umzusetzen als gar nicht. Wird hart und lieblos und mit der kalten Schulter und ohne Anteilnahme und Trauer die schriftgemäße Gemeindezucht durchgeführt, dann ist es besser, man lässt es.
Es ist eben nicht leicht, so zu lieben, wie Gott will.
Nun ist gut. Wir hatten das Thema schon mal, genau, und es ist ein Reizthema. Ich weiß es noch.
Henoch

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