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Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?
von nobse am 01.07.2017 17:53Hallo zusammen,
es wurde nun die Frage gestellt, warum die "Heiligen" heilig sind, wo doch nach dem Zeugnis der Schrift jeder Christ ein Heiliger ist.
Eine andere Frage war, ob die Wesen des Himmelreiches auf das irdische Leben irgend einen Einfluss nehmen würden.
Ich werde mal versuchen, darauf meine Antworten zu geben.
Zur ersten Frage: Gott sieht zwar alle Menschen als gleichwertig an, aber in der Beziehung zwischen Gott und dem einzelnen Menschen gibt es Unterschiede. Paulus sagte sinngemäß: Ist jeder ein Lehrer? Ist jeder ein Heiler? Ist jeder ein Prophet?
Und ich füge hinzu: Hat z.B. jeder die Wundmale Jesu an seinen Händen?
Die Beziehung zwischen einem Menschen und Gott kann sehr intensiv sein und dann hat der betreffende Mensch auch vielleicht besondere Aufgaben, die mit dem irdischen Leben nicht abgeschlossen sein müssen. Ich bin ganz sicher, dass zum Beispiel die stigmatisierten Heiligen auch im Himmelreich besondere Aufgaben haben, die mit der Erlösung der gefallenen Geschöpfe zu tun hat. Dass sie nämlich die Wundmale des Herrn tragen, ist ja kein Zufall, sondern der Ausdruck der Tatsache, dass diese Menschen mit dem Erlöser zusammen die Sünde der Welt tragen!
Bei anderen von der Kirche heilig gesprochenen Heiligen sehe ich es ganz ähnlich. Sie werden sicher eine besondere Aufgabe haben, um den gefallenen Geschöpfen in irgend einer Weise besonders zu dienen. Und damit dienen sie zugleich Gott, denn Jesus sagte, was ihr einem meiner geringsten Brüder tut, das habt ihr mir getan.
Der Unterschied zwischen einem Heiligen und einem "normalen" Christen besteht auch in der Reinheit der Seele des betreffenden Menschen. Die Heiligen (vor allem die großen Heiligen, wie Franz von Assisi, Theresa von Avila und so weiter) haben in ihrem irdischen Leben ihre Seelen mit der Hilfe des Erlösers Jesus Chrsitus so weit reinigen können, dass sie auch in der Lage waren, eine besondere Aufgabe vom Herrn zu übernehmen.
Es hängt mit der Strahlkraft der Seele zusammen, wie rein sie ist. Das Ziel eines jeden Jesus-Nachfolgers ist es doch (oder sollte es zumindest sein), Jesus ähnlich zu werden. Die Bibel spricht dann von den "Gerechten". Und nach Jesu Aussage werden die Gerechten wie die Sonnen in des Vaters Reich leuchten. Das ist keine Umschreibung und auch keine Übertreibung, sondern die volle Wahrheit. Jesus lügt nicht!
Diejenigen Menschen, deren Seelen bereits jetzt hell leuchten, sind bereits heute Heilige, ob die Kirche sie nun heilig spricht oder nicht. Wenn ein soclher Mensch in der Kirche seinen Dienst tut, dann wird es wohl in der Kirche auch auffallen. Teilweise üben Heilige ja sogar Widerspruch an der Lehre der Kirche, weil sie über mystische Erfahrungen verfügen, die nicht allen zugänglich sind und deshalb sehr kritisch beäugt werden. Soweit mir bekannt, wurden ja manche Heilige sogar vor den jeweils amtierenden Papst zitiert.
Nun zu der anderen Frage, ob die jenseitigen Wesen Einfluss auf die irdischen Menschen ausüben.
Meine Antwort dazu lautet: Ja, selbstverständlich! Und zwar versuchen sowohl die Dunkelmächte, Einfluss zu gewinnen, als auch die Himmelskräfte, die Menschen auf den rechten Weg zu leiten. So wie Jesus vom Satan versucht wurde, so wird auch jeder Mensch Versuchungen aushalten müssen, der Jesus nachfolgen möchte. Das Bestreben der Dunkelmächte ist, den Menschen möglichst in die Irre zu führen und ihn zu bösen Gedanken, bösen Worten und bösen Taten zu verführen. Den meisten Menschen ist es nicht bewusst, dass sie solchen Einflüsterungen ausgesetzt sind.
Auf der anderen Seite sind die Himmelskräfte bestrebt, das Gute im Menschen zu bestärken. Das Gewissen eines Menschen ist zum Beispiel ein Tor in der Seele, über das insbesondere der Schutzengel sich bemerkbar macht.
Aber der Mensch ist frei zu entscheiden. Die Einflüsterungen des Bösen sind insbesondere so beschaffen, dass sie versuchen, Zwang auf den Menschen auszuüben. Der große Unterschied zu einer lichten Inspiration ist, dass diese den Menschen nicht zu irgend etwas zwingen möchte. Sie wird so erfolgen, dass sie dem Menschen bewusst wird und dann hat der Mensch die Freiheit, sich zu entscheiden. Bei dunklen Einflüsterungen wird dem Menschen immer wieder vorgegaukelt, dass es sehr vorteilhaft für ihn wäre, wenn er einer Versuchung nachgeben würde.
Wer sich bewusst ist, dass er in diesem Spannungsfeld steht, der wird erstens regelmäßig zu Gott beten aber zweitens auch immer mal wieder seinen Schutzengel kontaktieren und vielleicht auch mal einen Erzengel anrufen, z.B. Michael, einer der bei den Menschen bekanntesten Erzengel.
So sehe ich das und ich bin davon überzeugt, dass dies alles in Gottes Willen geschieht.
Herzlichen Gruß,
Nobse
Burgen
Gelöschter Benutzer
Tod - wohin geht der Mensch nachdem er gestorben ist?
von Burgen am 01.07.2017 17:44Ihr Lieben,
es ist immer wieder mal deutlich, dass zu dem Thema eine Unsicherheit vorhanden ist.
Dabei ist es keine Schande, sich als Christ mit dem Thema in unterschiedlicher Weise zu beschäftigen.
Manch einer sagt, nun, es ist eben vorbei. Der andere meint, nachdem er gestorben ist, sofort bei Jesus zu sein.
Wieder einer sagt, er würde schlafen nach dem Tod bis Jesus wiederkommt und ihn auferstehen lassen wird.
Das würde dann die 1. Auferstehung der Toten sein. Und jeder sollte danach streben, bei der ersten Auferstehung dabei zu sein.
Es ist auch schon in unseren Zeiten vorgekommen, dass
jemand über, manchmal Tage, tot war, amtlich bestätigt und ID-Kärtchen am Fuß,
seine Augen aufschlug, atmete und unbeschadet weiter lebte.
Ein Prediger erzählte dies von seinem Sohn, aber es es gibt viele andere Beispiele.
Es war mal zu hören irgendwo, solange die sogenannte Silberschnur (im Prediger steht darüber)
nicht zerrissen ist, besteht die Möglichkeit erneut ins Leben zu kommen.
Die könnte dann von Jesus so gesagt werden mit den Worten:
Er ist nicht tot, er schläft nur.
Es gibt auch Beispiele im AT. Elia hat da seinen Einsatz.
Ich weiss, dass es in Bayern ein Werk gibt, das mit der Bibel nicht konform geht, Jesus liebt und sagt, dass
der Mensch nicht tot sein kann.
Hilfreich wäre, wenn jemand Seele und Geist , nicht Wille, Gefühle, Verstan in einen Topf bringen würde.
Aber mal schaun. Vielleicht entsteht eine fruchtbare Diskussion. Das Thema geht zumindest alle an.
Gruß
Burgen
Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Cleopatra am 01.07.2017 11:32Guten Morgen Burgen,
keine Sorge, wir haben etwas "aufgeräumt".
Accounts die über 30 Monate nicht mehr genutzt wurden, haben wir entfernt, sogenannte "Karteileichen".
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?
von Cleopatra am 01.07.2017 11:30Liebe solana,
was du über die Heiligen schreibst, verstehe ich ganz genauso.
Deshalb verstehe ich auch nicht soo recht, wieso Menschen später als Heilig angesehen werden.
Denn das wiederspricht meiner Meinung nach der Bibel.
Auch glaube ich nicht, dass ein Verstorbener (vorsichtig ausgedrückt) in der Herrlichkeit Gottes noch viel an damals auf der Erde zurück denkt, schließlich ist er im Paradies,
Das ist jetzt nur eine Vermutung.
Aber was Jonas schrieb, fand ich interessant.
Diese Verse aus Lukas sind die Verse, die eben zeigen sollen, dass Maria heilig ist?
Lieber Jonas, ich musste sofort an eine andere Begebenheit denken.
Du kennst sicher die Geschichte mit Esau und Jacob, oder?
Weißt du, was Jacob als erstes sagte, als er ihn wiedertreffen würde?
1.Mose 21, 5 Und er befahl ihnen: So sollt ihr zu meinem Herrn, zu Esau, sagen: So spricht dein Knecht Jakob: Bei Laban habe ich mich als Fremder aufgehalten und bin bis jetzt geblieben;
Wenn ich also deiner Schlussfolgerung folge, dann müsste Esau auch heilig sein, sogar ein Herr, oder...?
Und es gibt ja noch andere Bibelstellen, in denen die Menschen "Herr" und "ich bin dein Knecht" sagen, um eben besonders demütig zu sein.
Diese eine Begebenheit dann als Maßstab zu nehmen, finde ich schwierig, oder?
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?
von nennmichdu am 01.07.2017 11:13Werter Jonas,
das Maria von Gott auserwählt wurde, unseren Heiland zur Welt zu bringen ist das eine,
das eine Kirche dann aber Maria in eine Mittlerposition erhebt, die den Gläubigen in Christus - und hier spricht die Bibel vom allgemeinen Priestertum aller Glaübigen (1. Petrus 2,9 und Offenbarung 1,6), den direkten Zugang und Umgang zum und mit dem Vater im Himmel verbaut, ist eine Lehre, die ich in der Bibel nicht wiederfinde und meiner Beziehung zu Gott kontraproduktiv im Wege stehen würde.
Als Jesus am Kreuz verstarb, riss der Vorhang im Allerheiligsten (im Tempel) entzwei. Ein Zeichen, das jeder Gläubige nun ungehindert direkt vor Gott treten kann - ohne das es hier eines (katholischen) Priesters oder anderen Mittlers bedarf.
Engel sind in der Bibel immer als dienstbare Geister und Boten beschrieben. Die teils in der himmlischen Welt sich Kämpfe ausliefern, die jedoch nie sich selbst anbeten (bitten) lassen, sondern als dienstbare Geister Gottes immer auf Gott selbst verweisen.
Der einzige Engel, der sich je hat bitten lassen, war Satan, als er Jesus in der Wüste aufforderte, doch ihn anzubeten.
Da ich aber nun denke, das nur Gott selbst offenbaren kann, wie wir unseren Glauben leben können, ich meinen Frieden mit Gott (scheinbar..-?..)gefunden habe und du nun anderer Glaubensüberzeugung bist, können wir beide - und letztendlich gilt das für alle Menschen die nach Gott fragen - nur Gott darum bitten uns zu zeigen, ob wir auf rechtem (Glaubens)Wege sind, oder auf bösem Wege.
Psalm 139
23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.
24 Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Oase (40) unsere Liebe werde immer noch reicher an Erkenntnis und aller Erfahrung. Phil 1,9
von Burgen am 01.07.2017 10:23Guten Morgen ihr Lieben, obiger Vers ist der diesjährige Monatsspruch.
Die Zählung steht bei 520.
Und heute ist der Beginn des letzten Halbjahres. Vorgestern gab es im Lande hier und da die plötzlichen Wasserstürze vom Himmel. Die Flure, Keller, Busse, Bahnen und Strassen waren durchflutet.
Ein Mann hatte sichtlich Vergnügen an dem Umstand und schwamm auf der Straße in Bln seine Bahnen.
Für solche Begebenheiten ist es natürlich schön, dass es die Vielfalt der Medien gibt 
Ganz anders, als die Nachricht, dass Amerika zurück zu Atomkraftwerken, Oel- u. Gas-Ausbau, auch in geschützten Wassern.
Greenpaece hatte so unglaublich Kraft dafür eingesetzt die Wasser- u. Tierwelt zu schützen.
Alles mit einem Federstrich eines Politikers hinfällig?
Vor kurzem hörte ich von einer Frau, dass sie gerne über 100 werden möchte. Das konnte ich gar nicht verstehen.
Ein kleiner Terrierhund hingegend wir im Oktober 19 Jahre alt. Er hatte ein gutes Leben, ausser dem vielen Rauch in der Wohnung 
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Losung
Wenn ich sprach: Mein Fuß ist gestrauchelt, so hielt mich, HERR, deine Gnade. / Psalm 94,18
Paulus schreibt: Gott istˋs, der uns fest macht samt euch in Christus. / 2. Korinther 94,18
Jona 2, 1-11
Apostelgeschichte 13, 26-43
Du gabst mir Trost, hast wunderbar mir Kraft zugeteilt und was in mir zerbrochen war, getragen und geheilt.
Dein starker Arm, der mich umfängt, hat Schutz und Halt verliehn und mir das Leben neu geschenkt,
als es verloren schien. (Detlev Block)
Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?
von solana am 30.06.2017 22:54Was mir nicht ganz klar ist, ist die Frage, was genau die "Heiligkeit" der Heiligen ausmacht, wodurch sie "heiliger" sind als normale Gläubige.
Wenn ich da an solch Bibelstellen denke:
Röm 1, 7 An alle Geliebten Gottes und berufenen Heiligen in Rom: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Röm 8, 15 sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! 16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. 17 Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, da wir ja mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm zur Herrlichkeit erhoben werden.
Röm 8, 28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. 29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht. 31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? 32 Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? 33 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. usw
Dann hört sich das für mich so an, als ob es doch Gott selbst ist, der uns alle auserwählt hat, uns alle zu "Heiligen" gemacht hat, indem er uns nach seinem Ratschluss berufen, ausersehen und vorherbestimmt hat, seinem Sohn gleich zu sein. Und er hat uns gerecht gemacht und "verherrlicht".
Es ist also Gottes Werk, der aus einem sündigen Menschen einen berufenen und auserwählten, verherrlichten Heiligen macht.
Wodurch sind denn nun die speziell als "Heilige" verehrten Menschen "heiliger" als andere?
Weil sie besondere Taten getan und ein besonders gutes Leben geführt haben?
Also besonders vorbildliches menschliches Leben/Tun macht einen Menschen noch heiliger?
Das soll keine provokante Frage sein, ich würde nur gerne verstehen, was genau die "Heiligkeit" ausmacht.
Vielleicht kann das ja jemand erklären?
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?
von Jonas am 30.06.2017 22:14Werter Thomas!
Zu deiner Aussage der möglicherweise provokativen Fragestellung.
Jeder der im Deutschen besser bewandert ist , wird meine Probleme mit der deutschen Sprache sehen können.
Ich bin sehr bemüht mich allgemein verständlich auszudrücken gebe mir große Mühe und bessere Texte deshalb auch öfters nach.
Meine Schwächen werden wahrscheinlich der Grund sein, warum es für dich provokant klingt.
Zu Maria und ihrer vom heiligen Geist bezeugten besonderen Stellung, dazu die Stelle im Lukas Evangelium:
Luk 1,39-49
Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.
Mit besten Grüßen
Jonas
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Wer hat zuerst getötet, Gott oder der Mensch?
von nennmichdu am 30.06.2017 22:10Hallo Jonas,
dieser nun schon etwas ältere, länger währende Thread begann mit der Fragestellung, ob Gott tatsächlich ein Tier getötet hatte, um denn das Fell zu erklären, mit dem Adam und Eva bekleidet wurden.
Das es sich hier - meiner Überzeugung nach - nicht um ein Sündopfer Gottes handeln kann, um die Schuld Adams und Evas zuzudecken, habe ich versucht aufzuzeigen. Das es nach den anfänglichen "Feigenblättern" als Fellkleidung ein Schutz vor Kälte darstellt, liegt auf der Hand und verweist auf Gottes Fürsorge in einer unter dem Fluch Gottes stehenden "rauhen" Welt ausserhalb Edens. Bleibt aber auch Interpretation, der man nicht folgen muss.
Da aber ausser dem Hinweis, das Gott die Menschen mit Fell bekleidete, nichts weiter hierzu in der Bibel geschrieben steht, bleibt auch die Annahme, das es sich um ein Sündopfer handelt erstmal äußert spekulativ. Zumal Gott selbst Tieropfer letztendlich nicht sucht und sie dann - unter Mose - vom Menschen dargebracht wurden, als Zeichen, das es ihm etwas kosten sollte, gesündigt zu haben. Vergebung erfolgte aber auch hier immer im Zusammenhang mit dem Schuldeingeständnis, welches Adam und Eva hier nicht bringen konnten.
Sie erkannten durch dem Folgen der Stimme der Schlange - des Satans - das Böse. Identifizierten sich mit dem Bösen - mit der Schlange - indem sie selbst ihr eigener Gott sein wollten.
Das sie nun frei waren sich - vor dem eigentlichen Sündenfall - der Idendifikation mit dem Bösen - sich so oder so zu entscheiden, wage ich zu bezweifeln und habe ich an anderer Stelle ausführlich hier in den Foren schon erläutert.
Sie rieben sich am Gebot - das heißt nach den Erläuterungen im Römerbrief hierzu ließ das Gebot Gottes - du sollst nicht essen - erst die in ihnen wohnenden Begierden erwachen. Ließ dieses Gebot die in ihnen wohnende Neigung, selbst so zu sein wie Gott, nur mächtig werden. Erkennbar werden.
Was sie zwar nicht entschuldigt, was sie aber erklärbar werden ließ. Und hatte Gott nicht von Anfang an vor den Menschen aus dem gefallenen Zustand der Sünde wieder emporzuheben, auf das er - dem viel vergeben wurde - auch viel lieben konnte...?
Wenn es also Gottes Plan seit Beginn der Schöpfung war, das nachfolgende Geschlecht Adams dann in Christus zu Kindern Gottes zu erheben, wie frei waren dann Adam und Eva noch, sich hier der Gebotsübertretung zu verschließen?
Wenn es doch nur Freiheit in Christus geben kann - sich so oder so zu entscheiden....
Würde Gott dies tun, würden die Menschen nicht die Folgen ihrer Sünden im Leben und auch nach ihrem Tode erfahren.
Zum einen möchte ich hier sagen, das allein Gottes Güte es ist, das der Mensch überhaupt umkehren kann. Zur Umkehr geleitet wird. Das heißt Gott selbst zieht den Menschen, den er ziehen will, zu sich hin. Und das tut er bei denen - seinen Kindern ...die dazu bestimmt sind ...
Am Beispiel des verlorenen Sohnes wird hier auf die eigentliche Bestimmung und den Status der Gotteskindschaft schon hingewiesen.
Was Jesu Erlösungswerk anbelangt, ist dieses zwar für alle Menschen erbracht wurden. Wirksam wird es aber nur für die, die es dann auch im Glauben für sich in Anspruch nehmen.
Ein Fluch beschreibt die unweigerliche nicht abzuwendende Folge des Handelns eines Menschen. Wenn Gott verflucht, der ist verflucht und wenn Gott segnet, der ist gesegnet. Ich sehe nicht, wie Adam diesen Fluch hätte abwenden können, wo er sich doch für die Unabhängigkeit von Gott entschieden hatte....
Dieser Fluch ist erst aufgehoben in seinen Folgen, das der Tod dann das letzte Wort über uns hat - durch Christus selbst, der zum Fluch für uns wurde. Der Gottes -- berechtigten Zorn über den Abfall des Menschens - den Abfall Adam und Evas - auf sich genommen hat.
Es geschah in Vorraussicht und im (Zeit)Plan Gottes - ja, das denke ich auch. Und Gott sprach dann ja über sie: Nun sind sie geworden wie unsereins, zu wissen was gut und böse ist.
Das Abbild Gottes meint dann, das der Mensch nach dem Wesen Gottes -- mit seinen Persönlichkeitsmerkmalen eines Willens, Gefühlsäußerungen, etc. und mit ähnlichen Aufgaben - zu herrschen über die Schöpfung - versehen ist.
Hier möchte ich noch differenzieren zwischen dem nun Getrenntsein sein von Gott - da er sein eigener Gott sein wollte - und den dann daraus entstehenden Verfehlungen (bei Kain dann der erste Mord).
Es wird an dieser Stelle auch nicht expliziert von Schuld gesprochen. Adam hat nur wahrheitsgemäß den Ablauf wiedergeben. Er wußte, das Gott ihn davor gewarnt hatte, sich mit dem Bösen zu identifizieren und schildert nun, wie es dazu kam.
Und das er hier auf seine Frau gehört hatte und nicht auf Gott selbst macht Gott ihm dann zum Anklagepunkt. Aufgrund dessen er nun die Folgen zu tragen hat. Wie auch die Frau für ihren Teil und die Schlange für ihren Teil.
Ich denke nicht, das eine Furcht vor dem Tode dann war, das Adam sich vor Gott versteckte - er kannte ja bislang keinen Tod und hatte keine diesbezügliche Erfahrung bei anderen gesehen, die ihm hier hätte Angst machen können.
Diese Interpretation geht mir ein wenig zu weit. Auch wenn der Mann mit seiner Frau eins sein kann, wurde ja - wie es auch im neuen Testament erwähnt wird, Eva (zuerst) verführt. - 1. Tim. 2,14 Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verführen lassen.
Wenn ich mir über die Härte der Strafe Gedanken machen wollte, dann kommt die Schlange (zu Recht) am schlechtesten weg - dauerhaft verbannt aus der bislang inne gehabten vertikalen Beziehung zur himmlischen Welt (vom aufrechten Gang hin zu verurteilt sein auf der Erde zu kriechen - Fürst der Welt zu sein nach Epheser 6 und hinsichtlich der Stellen in Hesekiel und Jesaja wo vom schimmerden Cherub in Eden gesprochen wird, der zu Boden geworfen wurde) - ohne Chance auf Vergebung später... die Frau unter Schmerzen Nachkommen erzeugend dann in der Abhängigkeit des Mannes - nachdem sie ihm zuvor gekommen ist und der Mann nun nicht mehr im leichten Zugang zu den Früchten die ihm Leben gewähren --- alles unmittelbare Folgen der dann unabwendbaren Entscheidungen aller Beteiligten.
aus Eifersucht -- da Gott sein Opfer nicht ansah... welcher in Hass umschlug... ja...
die Angst sehe ich hier noch nicht als Grundlage... auch wenn sie eine leider starke Kraft im Menschen ausmacht...
doch da wir keine Angst vor Gott haben brauchen und Gott ja schon im Bekleiden mit den Fellen seine - trotz der Schuld des Menschen anhaltende Liebe gegenüber dem Menschen ausdrückt, ist Angst in meinen Augen immer nur das Nichtwissen um Gottes Liebe für uns. Dort, wo wir dann nur den Tod vor Augen haben, wenn wir nicht von Gottes Liebe erfahren haben oder hier geprägt worden sind.
liebe Grüße,
Thomas
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?
von nennmichdu am 30.06.2017 21:06Hallo Jonas,
wenn ich darüber nachdenke und sehe, inwieweit die Lehrmeinungen in "christlichen" Kirchen auseinander gehen, wo es doch eigentlich nur eine Wahrheit und eine - wie es die Bibel selbst sagt - gesunde "richtige" Lehre geben kann, dann mag es sicherlich gut sein, über die verschiedenen Lehren zu diskutieren, doch bleibt es wenig erbaulich zu sehen, wie dann doch viele in ihren Überzeugungen stecken bleiben - kontrahär zu den Überzeugungen anderer. Und nur noch in Rechthaberei ihre Positionen zu verfestigen suchen.
Von der ersten Gemeinde hieß es, sie waren eines Geistes, verharrten einmütig in der Lehre der Apostel und nun siehe dir die heutige Christenheit an.
Von der auch Paulus geschrieben hat, das nach ihm reißende Wölfe im Schafsgewand kommen würden, die verderbliche Lehren einführen würden, die die Gemeinde spalten würde.
So bleibt es wohl doch immer eine kleine Schar und Herde, die Jesus hier sein Eigen nennen kann, neben den vielen, die auf dem breiten Weg wandeln, der zur Verdammnis führt und zu denen Jesu sagen wird, ich habe euch nie gekannt.
Ich wünsche jeden einzelnen von uns, das er die Wahrheit erkennen wird und sie ihn befreit zu einem Leben, das Gott wohlgefällig ist.
Und mich irrtierten dann Aussagen von dir, die provokativ verstanden werden könnten, wenn du zu "Henoch" gewandt äußerst:
während dessen Henoch anhand von Bibelstellen (aus meiner Sicht) eindeutig hergeleitet hat, das diese Bibelstellen halt nicht davon zeugen. Jesus selbst die Gemeinde als seine Mutter und seine Geschwister bezeichnet und damit Maria keine bevorzugte gesonderte Stellung zuweist.
Also wenn wir uns - erbaulich - über die Bibel austauschen wollen, dann sollten wir auch in der Lage sein, Fragen zu stellen und unsere eigene Auffassung in Frage stellen zu lassen. Beides finde ich zumindest in dieser Diskussion hier nicht und werde mich demzufolge hier auch an dieser Stelle ausklinken.
Thomas

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