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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von Pal am 22.04.2017 13:17Ich möchte es einmal so beschreiben:
Es gibt für den allerheiligsten Gott nur ein einziges Fleisch und Blut welches IHM liebenswert ist. Und das ist der Leib Christi und das Blut, welches wir ja im Abendmahl zu uns nehmen.
Alles andere "Fleisch" hat seinen Weg vor dem Allergerechtesten verdorben. (1Mo.6,12)
Somit gibt es nichts Gutes in mir selbst, als nur allein das "neue Blut und Leben" Christi. => sprich sein Geist in mir.
Sind wir, liebe Solana, uns so weit einig? -
Was du dann über deine Identität schreibst, kann ich voll und ganz bejahen! Da hast du recht!
Meinst du, Gott hasst dich, weil er sein Werk in dir noch nicht vollendet hat?
Nein, ER wird ja wohl nicht seinen Geist in mir hassen!

ER liebt SEINEN Geist in mir und das ist mein (echtes) Leben.
Dennoch bleibt etwas in mir, was ich Tag für Tag an einem Galgen / Kreuz halten muß => Sünden-ego-lust gilt es nach wie vor zu bekämpfen, zu hassen, zu verabscheuen, zu kreuzigen, zu verleugnen, zu sterben... brauchst du dazu die passenden Bibelstellen?
liebe Segenswünsche an deine neue Identität in Christus, die dermaßen liebenswert ist!

Joh832
Gelöschter Benutzer
Zusammenhang zwischen 1.Mo 1,3-4a zu Joh 1,4-5a (das Licht)?
von Joh832 am 22.04.2017 13:06Wie denkt ihr darüber:
Besteht ein Zusammenhang zwischen 1.Mose 1,3-4a zu Johannes 1,4-5a was das Licht angeht?
1.Mo 1,3-4a (LU17):Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war...
Joh 1,4-5a (LU17): In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis...
Ich könnte hierzu auch anderst fragen: gemäss Mose schuf Gott am ersten Tag das Licht, aber Sonne und Mond erst am vierten Tag - was war dieses Licht am ersten Tag? War das wie es Johannes schreibt, das Wort Gottes, also Jeschua?
Nach dieser Logik hätte also Gott zuerst seinen Sohn Jeschua erschaffen, und durch diesen kam dann die ganze Schöpfung (Joh 1,10-11) in Existenz?
Klingt das krass?
Shalom und JHWH's Segen wünsche ich allen hier lesenden - und besonders den antwortenden!
DANIEL
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von solana am 22.04.2017 12:55der meinst du, unser Schöpfer liebt das Böse, welches in unserem "Todesleib" (Röm.7) sein Unwesen treiben möchte?
Paulus drückt das so aus: Röm 7, 17 So tue ich das nicht mehr selbst, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
Er distanziert sich von diesem Teil seines (alten) Selbst und sieht sich dem gegenüber als "gestorben" an.
Er steht nicht mehr unter der Herrschaft der Sünde, gehört nun einem neuen Herrn - und zwar ganz.
Da ist nicht ein hassenswerter Rest, mit der er sich noch als "Selbst" identifuizieren würde, alles Alte ist "gestorben".
Natürlich ist die Sünde nach wie vor hassenswert. Aber das "Selbst", der Mensch ist nicht mehr ihr Eigentum und muss sich auch nicht damit "identifizieren".
Röm 6,14 Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.
Die Sünde bekommt nur dann Macht, wenn wir sie ihr geben - dh, wenn wir an unseren Verfehlungen festhalten und uns mehr damit identifizieren als mit Gottes liebender Vergebung und Gnade.
Beim "Selbst"-Verständnis ist immer die Frage: "Womit identifiziere ich mich mehr, worauf gründet sich meine Identität?"
Und das Fundament kann nur entweder das von mir Hervorgebrachte (Gutes und Schlechtes) sein oder das, was Gott in mir schafft. Entweder geht es um meine Ehre und das von mir "Geschaffene" oder Gott bekommt alle Ehre - und dann ist da nichts Hassenswertes mehr in seiner Neuschöpfung.
Röm 8,1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
...
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.
Was fällt mehr ins Gewicht bei deinem Selbstverständnis - deine Schwäche und dein Versagen, was dir noch fehlt zur Vollkommenheit oder Gottes Werk in dir?
Meinst du, Gott hasst dich, weil er sein Werk in dir noch nicht vollendet hat?
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von Pal am 22.04.2017 12:03Ich dachte, wir reden über den Menschen, den Gott gut geschaffen hat und den er liebt. Oder ist der Mensch für dich der Inbegriff des Bösen?
Nein, nein, das wäre ein schlimmes Mißverstehen! Gott liebt den Wiedergeborenen - lebendig werdenden Geist eines Menschen, nicht dessen abscheuliches Naturell!
So möchte ich betonen, das da nichts liebenswertes in dem fleischlichen Egomonster herrscht, das tod ist in seiner Sündenlüsternheit! Aber auch rein gar nichts!
Oder meinst du, unser Schöpfer liebt das Böse, welches in unserem "Todesleib" (Röm.7) sein Unwesen treiben möchte?
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von solana am 22.04.2017 11:43Ich für meinen Teil denke, wenn ich GOTTES HASS auf das Böse verstehen und fühlen könnte, dann wäre ich IHM weit näher!
Hallo Pal
Ich dachte, wir reden über den Menschen, den Gott gut geschaffen hat und den er liebt.
Oder ist der Mensch für dich der Inbegriff des Bösen?
Gott liebt uns so sehr, wie wir es gar nicht ermessen können.
Wie kann ich denn dann hassen, was Gott so sehr liebt?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in seinem Sinne ist ....
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von Pal am 22.04.2017 11:28Ich für meinen Teil denke, wenn ich GOTTES HASS auf das Böse verstehen und fühlen könnte, dann wäre ich IHM weit näher!
Es sei denn, ihr meint Gottes Liebe kann gar nicht hassen?
==============
Wenn ich zB an Satan selbst denke, dann gilt für mich:
Psa 139:21 Sollte ich nicht hassen, die dich, HERR, hassen, und keinen Abscheu empfinden vor deinen Widersachern?
Und diese Herzens-Einstellung halte ich für ein Produkt göttlicher LIEBE!
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von Pal am 22.04.2017 11:17Also von genesendem heilsamem Hass habe ich noch nie was in der Bibel gelesen.
Hass zählt gemäss Gal.5.20 zu den Werken des Fleisches, nicht des Geistes.
Also Selbsthass, im Sinn von Selbstverachtung wird in der Bibel nicht gelehrt.
Dürfte ich euch fragen: Was macht ihr Beide eigentlich mit der in eurem Fleisch wohnenden Sünde? - Mit euren Egolüsten?
Sagt ihr dazu auch:
Behalte nur immer deine Selbstwertschätzung 
Da trifft meiner Meinung nach das erwähnte alte Kinderlehrbuch mehr zu, als das moderne, humanistische Selbstbild.
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von angel121 am 22.04.2017 11:04@ Pal
Also von genesendem heilsamem Hass habe ich noch nie was in der Bibel gelesen.Hass zählt gemäss Gal.5.20 zu den Werken des Fleisches, nicht des Geistes.
Falls du Römer 12.9 aufführen willst, da ist wohl "meidet" das Arge, hanget dem Guten an gemeint. Wer hasst schadet nicht selten der eigenen Gesundheit, lässt es somit ja an Liebe zu sich eigentlich mangeln. Doch die Liebe soll ja echt und nicht falsch sein (auch Röm.12.9) zu andern und zu sich selbst und insbesondere zu Gott.
Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
von solana am 22.04.2017 10:55Es gibt eine ungesunde Form von Selbsthass, die im Stolz wurzelt.
Das ist ein Selbsthass, der die eigene Unzulänglichkeit nicht ertragen kann und nicht akzeptieren will, weil er selbstzufrieden auf sich selbst blicken möchte und von daher seine Freude und Zufriedenheit beziehen will, dadurch sein Leben sinnvoll machen.
Wenn diese Säule der Selbstverwirklichung wegfällt dann kann er sich nicht mehr mit sich selbst identifizieren und sucht eine Kompensationin dieser negativen Einstellung zu sich selbst.
Das ist wohl etwas, das die meisten von uns kennen.
Und es kann ein heilsames Zwischenstadium sein, bei dem man lernt, loszulassen und die eigene Identitätauf ein neues Fundament zu stellen, nicht in der Abhängigkeit von Leistung und Perfektion.
Die bedingungslose Liebe Gottes befreit uns dazu.
Weil Gott mich so liebt, wie ich bin und sich nicht von mir abwendet, wenn ich bestimmten Ansptrüchen nicht genüge .... seine Liebe wird nicht weniger und er trägt meine Schwachheit mit - deshalb kann ich sie auch "ertragen", denn sie beeinträchtigt nicht das Fundament eines Lebens und meines Selbstverständnisses.
Das befreit mich dazu, an den höchsten Zielen und Ansprüchen festzuhalten (zB Mt 5,48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.) und muss sie nicht auf ein leichter erfüllbares Mass herunterbrechen, bei dem ich - im Vergleich zu anderen - gar nicht so schlecht dastehe und ich mir auf die Schulter klopfen und mein Ego damit füttern kann.
Weil meine Identität und mein Selbstwertgefühl nicht von meiner Perfektion und Leistung abhängt.
Sondern anders herum: Weil Gott mich liebt und mir alles schenkt, was nötig ist, kann ich immer wieder neu mein Bestes geben, etwas davon in meinem Leben aufleuchten zu lassen.
So gebe ich ihm die Ehre und suche nicht meine eigene ....
Deshalb meine ich, wer in dem Stadium des oben beschriebenen Selbsthasses stecken bleibt, der wird eigentlich von Stolz angetrieben, der will nicht darauf verzichten, seine eigene Ehre zu suchen in der eigenen Leistung und Perfektion.
Ich weiss nicht, ob klar geworden ist, was ich meine, aber das ist ja auch ein sehr komplexes Theme und das meiste läuft unterbewusst ab.
Wenn man diesen unterbewussten Vorgängen ein bisschen nachspürt, dann kommt man oft zu erstaunlichen Einsichten.
Die Grundlage dafür ist das Wissen um unsere wahre Identität und dass diese in der Liebe Gottes verwurzelt ist und nicht in unserer Leistung. Das gibt eine grosse Sicherheit und Freiheit.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Burgen am 22.04.2017 10:03
Losung
Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. / Micha 7,9
Und es geschah, als Jesus bei ihnen zu Tisch saß,
nahm er das Brot,
dankte,
brach's
und gab's ihnen.
Da wurden ihre Augen geöffnet und sie erkannten ihn. / Lukas 24, 30-31
Lukas 24, 1-12
Kolosser 1, 15-20
*****************************************************************************
Micha 7, 7. 8-9 zur Erklärung und zur Hoffnung hinzugefügt.
Ich aber will auf den HERRN schauen und harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.
Freue dich nicht über mich, meine Feindin! Wenn ich auch darniederliege, so werde ich wieder aufstehen;
und wenn ich auch im Finstern sitze, ist doch der HERR mein Licht.
Ich will des HERRN Zorn tragen - denn ich habe wieder ihn gesündigt - , bis er meinen Rechtsstreit führe und mir Recht schaffe.
Er wird mich ans Licht bringen, dass ich meine Freude an seiner Gerechtigkeit habe.
18-19
Wo ist solch ein Gott, wie du bist,
der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils;
der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade!
Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.
Welch ein Gott ist unser Herr Jesus, gelobt sei Gott, der uns zuerst geliebt hat. Halleluja


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