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marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob
von marjo am 27.02.2016 19:04Oberflächlich, weil ich darauf gucke was Gott sagt und was nicht? Das ist der Einstieg zum Verstehen des Buches Hiob. Nicht mehr nicht weniger. 
Naja, dann halt so. Nur wird man sich mit Spekulationen der eigentlichen Aussage nicht nähern können. Tiefer zu schauen, zumindest auf die Art wie es hier bisher geschehen ist, haben die Freunde des Hiob auch versucht. Sie versuchten irgendwas im Leben des Hiob zu finden... sie sind gescheitert und haben Schuld auf sich geladen.
Dann halt weiter mit Spekulationen. Viel Spaß euch.
Gruß, marjo
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob
von Henoch am 27.02.2016 18:32Hallo marjo,
das wäre etwas oberflächlich, nachdem wir sicher sein können, dass Gott keine unnützen Worte aufschreiben lässt. Das Buch Hiob läßt tiefe Einblicke zu in die Handlungen Gottes. Es gibt Antworten darauf, warum Leid zugelassen wird, wie wir uns darin verhalten sollen und dass Leid etwas in uns klären soll, damit wir in der Erkenntnis Gottes wachsen und sehen können, wo wir uns in Gott geirrt haben und uns damit selbst viel unnützen Kummer machen, weil wir im Vertrauen schwanken.
Und ich kritiesiere Hiob nicht, sondern im Gegenteil. Er ist mir Vorbild. Dennoch hat der Herr immer ein Ziel mit Leid. Und das herauszuarbeiten ist erlaubt, denn ALLES MUSS UNS ZUM BESTEN DIENEN. Wenn wir bei dem stehen bleiben, was Du schreibst, fehlt genau dieser Aspekt. Worin diente Gott dem Hiob durch das Leid?
Ich denke, dass es uns nicht verboten ist, tiefer in einen Text einzudringen...
. Aber erschließen kann ihn uns nur der Herr selbst. Von Lesen zu lesen immer mehr. Und, wie so oft, meistens durch eigene Leiderfahrung...
, die mir in ganz besonderer Weise half, Hiobs "Problem" und Gottes Ziel mit ihm zu verstehen. Andere Lern-Aspekte des Buches erfasst dann wohl ein anderer besser...Es gibt ja vieles zu entdecken in diesem Buch.
Henoch
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob
von marjo am 27.02.2016 18:23Liebe Henoch,
das ist genau der Punkt. Da gibt es nichts zu zitieren. Gott macht dem Hiob gar keinen Vorwurf außer dem, dass Gott sich rechtfertigen soll für das was geschehen ist, was dieser mehr als deutlich von sich weißt. Im Gegenteil. Da wo Gott den Hiob berwertet, ist er voll des Lobes.
Krass, oder? Die Versuche dem Hiob etwas an Fehlverhalten anhängen zu wollen, was über dem Verlangen nach der Rechtfertigung Gottes hinaus geht, ist der falsche Weg. Gott kritisiert den Hiob nur in den einen Punkt. Darauf sollten auch wir uns konzentrieren.
Gruß, marjo
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob
von Henoch am 27.02.2016 18:16Hallo marjo,
das kann man nicht in wenige Worte fassen. ER hinterfragt z.B. Hiobs menschliche Weisheit und stellt sich als wunderbarer und unendlich weiser Schöpfer vor, um Hiob ins Vertrauen in seine Person und in seine Ratschlüsse zu bringen. Und er fordert Hiob auf "seine Lenden zu gürten", also sich nicht in Murren und Hadern hineinzusteigern, sondern im Glauben voranzuschreiten als Kämpfer Gottes (so verstehe ich diese Formulierung).
Und dann fordert ihn Gott heraus, mit ihm zu rechten und zeigt ihm zugleich, wie groß ER ist und dass Hiob da nur den Mund zuhalten kann.
Hiob versteht Gottes Antwort richtig, nämlich dass wir nicht in der Lage sind, Gottes Wege zu verstehen, seine Ratschlüsse zu beurteilen und sein souveränes Handeln zu beeinflussen, sondern davor überfordert kapituilieren müssen, oder eben besser, vertrauen dürfen. Deshalb sagt Hiob zuletzt:
Hiob 42: 1 Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach: 2 Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer. 3 »Wer ist der, der den Ratschluss verhüllt mit Worten ohne Verstand?« Darum hab ich unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. 4 »So höre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!« 5 Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen. 6 Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.
Aber sicher gibt es weitere wichtige Lehrinhalte im Buch Hiob. Aber alles erörtern zu wollen füllt ein dickes Buch. Weshalb ich mich im Wesentlichen auf die Fragen des Threaderstellers konzentiere.
Henoch
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob
von marjo am 27.02.2016 17:59Welchen Vorwurf macht Gott dem Hiob denn? Das hat hier bisher noch niemand zitiert.
Gruß, marjo
(schreibt vom Handy)
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob
von Henoch am 27.02.2016 17:23Hallo marjo,
und das genau macht doch alles rund. Hiob dachte, wenn ich so und so handle, dann wird Gott mich segnen, bzw. klarer ist, dass Hiob dachte, wenn ich nicht alles richtig mache, dann könnte der Segen enden. Er sah nicht, dass Gott so weit über ihm stand dass er sich nicht erklären muss, und dass Er souverän handelt zu seinem Besten. Deshalb zeigte Gott ihm seine Herrlichkeit und Hiob "sah Gott mit den Augen" und "demütigte sich in Staub und Asche".
Welchen Aspekt siehst Du noch?
Henoch
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob
von Henoch am 27.02.2016 17:19Hallo Pal,
ich denke, dass Hiob wenig Ego hatte (zumindest im Vergleich zu z.B. mir
), denn er war sehr demütig und Gott nannte ihn den Gerechtesten auf Erden. Bitte bedenke, wie groß seine Not war. Das kann schon aus der Fassung bringen.
Aber er hatte Angst, erlebte Gott als unberechenbar, weil er falsche Vorstellungen von Seinem Handeln hatte. Dass er von sich an manchen Stellen so "hoch" sprach, ist wahr, aber er sprach auch sehr niedrig von sich. Das übersehe bitte nicht.
Henoch
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob
von marjo am 27.02.2016 17:13Liebe Henoch,
für mich war es immer wichtig zu sehen, welchen Vorwurf Gott dem Hiob macht. Darum dreht und nur daran entscheidet sich alles.
Lieben Gruß, marjo
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob
von Henoch am 27.02.2016 17:11Hallo Marjo,
meine erste und meine zweite Erklärung stimmen überein, allerdings liegt der Focus in der zweiten auf einem Teilaspekt. Dabei fließen durchaus auch eigene Erfahrungen mit Leid ein, z.B. beim Trost, aber das habe ich ja erkennbar zum Ausdruck gebracht.
Hiob hatte Angst, den Segen zu verlieren, deshalb erfüllte er eifrig alles so gut er konnte. Deswegen sagte er ja sinngemäß, dass das, was er fürchtete, eingetreten ist.
Als Gott ihm den Segen nahm, verstand er Gottes Handeln nicht mehr. Er war tief verunsichert. Die vollkommene Liebe treibt aber jede Furcht aus. Hier benötigte Hiob Erlösung, um die Höhe und Breite und Tiefe der Liebe Gottes besser im Glauben annehmen zu können. Das geht nicht, wenn man denkt, man könnte Gott beeinflussen, um Leid zu vermeiden. Das geht aber, wenn man begreifen darf, dass Leid uns in der Erkenntnis Gottes wachsen lässt, in der Erkenntnis eines Gottes der bedingungslos und unendlich vertrauenswürdig ist, und immer nur aus Liebe und Gnade und absolut souverän handelt.
Wir alle wissen, dass Gottes Segen keineswegs in erster Linie weltlicher Natur ist. Auch Hiob erfuhr, dass Gott auch im Leid segnet. Und er (und seine Freunde) verstand, dass Leid keine Strafe ist, sondern Gottes souveränes Handeln an ihm zu seinem Besten dient, und er verstand auch, dass man Gott nicht durch eigenes Handeln "umstimmen" kann oder muss.
Hiob, der alles richtig machen wollte, erfuhr, dass sein eigenes Handeln Gott nicht beeinflusst. Wenn Gott sieht, dass etwas im Herzen ist, was erlöst und geheilit werden muss, dann handelt er. Er handelt nicht wegen unserer Anstrengungen, weder bei der Errettung, noch bei der Heiligung, und Segen erarbeiten geht schon gar nicht.
Obwohl Hiob uns in seiner Frömmigkeit ein Vorbild sein darf, und das auch in seiner Demut und seinem Glauben und Ausharren in der Versuchung, so sehen wir doch in seiner Geschichte, dass Gott unsere Herzen und Nieren sehr viel genauer erforscht und eingreift, wenn seine Ehre auf dem Spiel steht, weil seine Souveränität, seine Weisheit, seine Treue, seine Hingabe zu unserem Besten und damit seine Liebe nicht richtig erfasst wird, und sei das noch so marginal, wie bei Hiob.
Henoch
saschaw
Gelöschter Benutzer
Re: Die Sündendiskusion
von saschaw am 27.02.2016 17:06Liebe Cleo,
deine Frage ist berechtigt, insbesondere wenn man bedenkt, dass wir uns hier in einem Thread befinden der "Sündendiskussion" heißt. Hat deine Bemerkung Bezug zu meinem Beitrag? Was genau meinst du mit Biblischen Wahrheit? Bei der Wahrheit will ich auch bleiben. Wenn Jesus uns sagt: "Du sollst nicht die Ehe brechen", da finde ich, dass man das wörtlich nehmen kann. Viele andere Stellen auch. Teilweise besteht schon Interpretationsspielraum. Angefangen bei den so deutlichen worten Jesu zur Erhalt der Ehe.
mfg
sascha

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