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Re: Die Gewissheit, das ich einen Retter brauche
von kahate am 31.01.2016 01:49Liebe Mitleserinnen und Mitleser, liebe solana,
ich habe geschrieben:
Und so bildet der Kreuzestod von Jesus Christus ein unübersehbares Fanal für die gesamte Menschheit, dass Menschen mit einander so nicht umzugehen haben, wie sie mit Jesus umgegangen sind. Das ist die Quintessenz aus der Leidensgeschichte von Jesus Christus für jeden Menschen:
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deiner ganzen Seele und deinen Nächsten wie dich selbst!
Wenn es wirklich nur um diese "Quintessenz" gegangen wäre, dann hätte die Kreuzigung gar nicht stattgefunden! Denn mit dieser Quintessenz stand Jesus ganz in einer Linie mit der Tradition und hätte keinerlei Anstoss erregt. Das wurde ihm sogar von der Seite der religiösen Führer bestätigt:
Markus schreibt im Evangelium doch, dass Jesus mit dem Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe genau richtig geantwortet hat, also die richtige Lehre vertritt. Und Jesus sagt zum Schriftgelehrten: "Du bist nicht fern vom Reich Gottes." Jesus bestätigt also dem Schriftgelehrten, dass er seine (Jesu) Lehre von der Gottes- und Nächstenliebe bereits als richtig erfasst und erkannt hat.
Was aber bedeutet Nächstenliebe denn im Klartext? Was beinhaltet denn gelebte Nächstenliebe genau?
Sie "funktioniert" doch nur dann, wenn die Menschen bewusst auf Macht, Ansehen und Reichtum verzichten,
wenn ein Mensch sich nicht über andere erheben oder sich hervortun will, wenn Menschen einander helfen und wenn ein Mensch sich "vom großen Kuchen" nicht mehr nimmt, als er selbst braucht, damit der Nächste nicht schlechter gestellt ist, als er selbst. Dazu, also zur vorbehaltlosen Nächstenliebe, hat Jesus aufgefordert und genau mit dieser absolut ernst gemeinten "Aufforderung" machte er sich viele Gegner.
Und so wurde Jesus zum unangenehmen Mahner und Gewissenswurm und der musste "beseitigt" werden.
Das ist der eigentliche Grund dafür, dass Jesus gekreuzigt wurde: Das Böse in den Menschen und ihre Abkehr von der Nächstenliebe. So sehe ich das...
Ich habe heute im Fernsehen im Ersten einen nachdenkenswerten Film gesehen "Im Zweifel".
Ein markanter Satz, gesprochen von einer evang. Pfarrerin, hat sich in mein Gedächtnis eingegraben:
Die große Tragödie im Leben besteht nicht darin, dass die Menschen sterben, sondern dass sie aufhören zu lieben.
Diese Situation bestand vor und zu Lebzeiten von Jesus und sie besteht auch noch heute. Wenn die Menschen in der Nachfolge Jesu, in Nächstenliebe leben würden, dann wäre Frieden in der Welt...
LG von kahate
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Die Gewissheit, das ich einen Retter brauche
von Burgen am 30.01.2016 21:41Hallöchen
die Überschrift, das Thema, sagt uns, dass jeder Mensch einen Anfang mit Jesus, dem Christus hat.
Wie erlebt nun der Mensch, dass Jesus an seine Herzenstür klopft.
Und wann, in welchem Lebensumstand?
Die meisten Menschen erleben fast sofort eine grundlegende Veränderung im Herzen.
Genausogut gibt es anschließend die Situation, rein intellektuell verstehen zu wollen,
wie Jesus plötzlich immer mehr in den Mittelpunkt von Menschen rückt.
Mir selbst erging es so, dass die Sinnfrage irgendwann in den Hintergrund rückte,
indem die unerträgliche Leere in mir von Jesus ausgefüllt wurde.
Die Folge ist, ein lebenslanger Weg um Jesus immer besser kennen zu lernen und ihm vertrauen in jedem Lebensabschnitt. Wobei das Wort Gottes, die Schrift das Gesicht mit der Sprache und den Augen Gottes ist.
In manchen Geschichten der z.B. Wykliff-Bibelübersetzern, die jahrelang mit den Menschen leben und auf diese Weise den Menschen ihre eigene Bibel geben können, wird deutlich, dass die Dorfgemeinschaften plötzlich Jesus hautnah in ihrem täglichen Leben erfahren.
Aber Jesus spricht und erscheint Menschen, die mit ihm vorher nichts am Hut hatten. Jesus stellt sich ihnen auch heute in den Weg und macht sich bekannt. Auch in den heutigen Kriegsgebieten.
Auf diese Weise erfahren Menschen hautnah ihren Retter, den Retter.
Gruß
Burgen
Re: Oase (28) Was Gott verheißt, das kann er auch tun. (Luth84)
von solana am 30.01.2016 17:14Ja, das ist wirklich ein schöner Oasentitel, liebe Burgen!
Diese Gewissheit brauchen wir alle.
Besonders dann, wenn es im Leben stürmisch wird .....
So wie heute hier das Wetter wieder mal ..... tiefhängende, dukle Wolken und heftiger Wind, zT leichter Regen ....auch für Morgen ist es ähnlich angesagt, nur mehr Regen .....
Wenn man dann - in den Stürmen des Lebens - nur das Unwetter im Blick hat und nur seine eigene Kraft dagegen setzen will, dann geht es uns wie Petrus: Mt 14, 30 Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, hilf mir!
Wie gut, dass wir nicht auf uns allein gestellt sind und dass es von unserer Stärke abhängt!
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Poola
Gelöschter Benutzer
Re: Uffgebasst
von Poola am 30.01.2016 16:48Willkomen bei uns,
und netten austausch, nette gespräche,
lg
Poola
Gelöschter Benutzer
Re: Die Gewissheit, das ich einen Retter brauche
von Poola am 30.01.2016 16:46Ja, wir brauchen einen retter, denn was sind wir alleine.
Allein sind wir von satan,
mit gott sind wir nicht mehr allein, und geliebte kinder gottes.
Poola
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (28) Was Gott verheißt, das kann er auch tun. (Luth84)
von Poola am 30.01.2016 16:43Danke liebe burgen,
für den schönen oasentitel,
ja wir brauchen einen retter, denn was sind wir,
unvollkommen, voll mit allem.
Und so kann er alles bewirken in uns, mit uns.
Ja das hab ich auch gesehen, da gehts um ein ehepaar, der mann ist schwerkrank,
aber die familie, die frau tut alles für ihn
und gott ist im mittelpunkt.
Danke lieber gott das du auch bei allen menschen bist, ganz egal was mit ihnen ist, du liebst alle.
Re: Die Gewissheit, das ich einen Retter brauche
von solana am 30.01.2016 13:51Btw: Für die ersten Christen war Jesus Retter nicht weil, sondern vielmehr obwohl er am Kreuze starb. Was ja auch einleuchtet: Hätte man Jesus nicht gewaltsam umgebracht, hätten wir dann etwa keine Erlösung?
Hallo Christ90
Ich verstehe schon, wie du es meinst (denke ich zumindest
), aber so wie du das hier sagst, hört es sich so an, als ob der Kreuzestod von den ersten Christen als eine Art "Missgeschick/Unfall" gesehen worden wäre.Der Meinung kann ich mich nicht anschliessen.
Denn sonst hätten sie die Taufe bestimmt nicht als Symbol für "mit ihm gestorben und begraben sein" verstanden, sich "in seinen Tod hinein" taufen lassen.
zB:
Röm 6,4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Kol 2,12 Mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.
Kol 3, 3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
Das Ablegen des alten Menschen ist nicht unabhängig vom Tod Jesu ("mit ihm"), genauso wenig wie das neue Leben nicht unabhängig von der Kraft der Auferstehung ist.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Die Gewissheit, das ich einen Retter brauche
von christ90 am 30.01.2016 12:56Dazu möchte ich sagen, dass, auch wenn ich mit deinen Ausführungen durchaus konform gehe und sie nachvollziehen kann, ich solchen und dergleichen Aussagen doch mit einer gewissen Vorsicht begegne.
Dabei bin ich vielmehr geneigt zu sagen: In Christus hat Gott die Welt mit sich versöhnt, auf das jeder, der diese Vergebung für sich in Anspruch nimmt ewiges Leben habe.
Auch mit dem Gedanken eines Fürsprecher habe ich, ehrlich gesagt, meine Probleme: Inwiefern braucht der allwissende, gerechte Gott einen, der ihn in seiner Entscheidung beeinflusst? Noch dazu wo ja der Wille des Vaters mit jenem des Sohnes eins ist?
Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: Die Gewissheit, das ich einen Retter brauche
von Rapp am 30.01.2016 12:32Gelöscht, weil sich meine Antwort erübrigt.
Willy
Re: Die Gewissheit, das ich einen Retter brauche
von solana am 30.01.2016 11:09Das ist die Quintessenz aus der Leidensgeschichte von Jesus Christus für jeden Menschen:
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deiner ganzen Seele und deinen Nächsten wie dich selbst!
Und so, wie Menschen mit/an Jesus gehandelt haben, so haben Menschen nach dem Sinn Gottes NICHT mit einander umzugehen. Sagt ab jeder Gewalt - lebt mit einander im Frieden - Ihr alle seid Kinder Gottes!
Hallo Kahate
Es steht dir natürlich frei, zu glauben, was dir am einleuchtendsten erscheint.
Ich möchte dir aber trotzdem auch gerne etwas zu bedenken geben:
Wenn es wirklich nur um diese "Quintessenz" gegangen wäre, dann hätte die Kreuzigung gar nicht stattgefunden!
Denn mit dieser Quintessenz stand Jesus ganz in einer Linie mit der Tradition und hätte keinerlei Anstoss erregt.
Das wurde ihm sogar von der Seite der religiösen Führer bestätigt:
Mk 12, 28 Und es trat zu ihm einer von den Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? 29 Jesus aber antwortete ihm: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften«. 31 Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. 32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrhaftig recht geredet! Er ist nur "einer," und ist kein anderer außer ihm; 33 und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und von allen Kräften, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. 34 Als Jesus aber sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.
Mit dieser Lehre wäre er auf keinerlei Widerstand gestossen.
Und hätte die Lehre seiner Anhänger nach seinem Tod ebenso gelautet, wäre keiner von ihnen verfolgt, misshandelt und hingerichtet worden. Bis auf den heutigen Tag leiden und sterben Christen in vielen Ländern der Welt nicht für eine Quintessenz, der jeder vernünftige Mensch mit einem Glauben an eine höhere Macht und moralischen Grundsätzen zustimmen könnte.
Aber Jesus hat seine Verkündigung nicht "angepasst" an das, was daie religiösen Führer gerne hören wollten.
Und die ersten Jünger haben das Evangelium weitergegeben, ohne die Lehre so "weich zu spülen", dass es niemandem weh tat und sie in Frieden hätten leben können - anerkannt und bewundert für ihre Erkenntnis.
Und bis heute stösst sich selbst unsere "freiheitliche" Gesellschaft am Ärgernis des Kreuzes, verspottet und verachtet Menschen, die an dieser Botschaft festhalten, so wie sie damals war und für heute noch gültig ist.
Aber es ist natürlich keiner gezwungen "sein Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus nachzufolgen" - auch in "Schmach".
Wer die Botschaft auf so eine Quintessenz reduziert, wird auf keinen Widerstand stossen - im Gegensatz zu Jesus. Wenn du "Nachfolge" so siehst .....
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver


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