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Füße waschen
von Andreas am 25.12.2015 10:40Da Cosima gerade vom Füße waschen sprach:
Die Wallfahrt
Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. (Joh 13:5)
Die beiden waren noch nicht lange verheiratet. Am Anfang war alles so schön gewesen. Einer glücklichen Zukunft schien nichts im Wege zu stehen.
Aber jetzt, ein halbes Jahr später, schmeckte ihm das Essen nicht mehr, weil es nicht wie früher mit Liebe zubereitet war. Auch seine Arbeit, die er früher so gern gemacht hatte, wurde ihm immer mehr zur Qual. 'Wozu das Ganze?' Meist kam er missmutig nach Hause und wenn seine Frau ihn ansprach, reagierte er nur mit einem Brummen. Für so einen Brummbären hatte sie keine Lust die Wäsche zu waschen. So war die Beziehung auf dem Nullpunkt. Sie war ganz einfach eingefroren.
Und zu allem Überdruss sollten sie jetzt auch noch auf eine Wallfahrt gehen. Sie hatten sich vor über fünf Monaten begeistert angemeldet und sie dann fast vergessen. Jetzt war es zu spät um sich abzumelden. Es war für sie eine schreckliche Vorstellung: Jeden Tag weite Fußmärsche, am Abend müde Füße, Unterkünfte ohne jeden Luxus und dann noch ständig den Partner in der Nähe, dem man am liebsten aus dem Weg gegangen wäre.
Die anderen Wallfahrer waren alles fröhliche Leute und die beiden verdarben ihnen fast die ganze Freude. Der Wallfahrtsbegleiter konnte sich noch so bemühen – sie hörten kaum zu.
Einmal kamen sie spät abends in eine Herberge. Da las ihnen der Wirt Joh 13,3-17 vor.
Wie immer waren sie weit fort mit ihren Gedanken und nahmen kaum wahr was sie da hörten. Dann begann der Herbergsvater jedem die Füße zu waschen. Sie empfanden das als furchtbar peinlich und wären am liebsten davon gelaufen. Aber es gehörte wohl zum Programm, dass man das über sich ergehen lassen musste. Doch als ihnen die Füße gewaschen wurden, da fühlten sie sich plötzlich tief berührt. Es war als wenn da jemand den Schmutz von ihren Herzen waschen würde. Nun war es wieder frei und konnte die Wärme der Sonne annehmen. Ihre erkalteten Herzen wurden wieder warm. So recht verstanden sie nicht was da mit ihnen geschah. Sie merkten, dass sie viel Zeit benötigen würden, um sich darüber klar zu werden und um noch einmal über den vorgelesenen Text nachzudenken. So waren sie den ganzen restlichen Abend ganz in sich gekehrt und sprachen kaum ein Wort.
Auch am nächsten Tag waren sie noch sehr ruhig und nachdenklich. Aber beim Frühstückt fiel den anderen Wallfahrern auf, dass sich die beiden tief in die Augen schauten und sich anstrahlten. Diese Blicke hatten Tiefe – sie kamen aus dem Herzen. Die anderen konnten es nicht verstehen: Diese missmutigen Menschen schienen plötzlich ein Glück zu erleben, nach den sie sich selbst immer noch sehnten.
Als die beiden dann auf ihr Zimmer gingen um alles für das Weiterwandern zu packen, nahm die Frau die Hände ihres Mannes und sagte ganz leise, aber sehr bestimmt: „Ich möchte Dir dienen." Erleichtert erwiderte er: „Ich Dir auch."
Die Wallfahrt wurde jetzt für beiden zu einer richtigen Hochzeitsreise.Unterwegs steckten sie die andern immer wieder mit ihrer Fröhlichkeit und Freundlichkeit an.
Am Ziel angekommen, standen sie Mitten in der Nacht auf und besuchten die leere Kirche, die nur spärlich mit Kerzen beleuchtet war, und dankten gemeinsam Gott.
Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.
Re: Wer, was und wie ist GOTT?
von solana am 25.12.2015 10:39Hallo Kahate
Hier komme ich nicht mehr so ganz mit in deinem Denkmodell.
Wie bringst du diese Aussagen zusammen:
Gott unterliegt keinem Fremdwillen. GOTT IST - und einzig SEIN Wille geschieht.
Der Mensch trifft also seine Entscheidungen nach eigenem freien Willen;
dass sich die Menschen in ihrer freien Entscheidung vielfach von dem weg bewegen, was Gott ihnen als Möglichkeiten vorgibt
Wessen Wille geschieht denn dann? Gottes Wille oder des Menschen Wille? Wie kann denn der Mensch überhaupt etwas "eigenes" - zB einen eigenen Willen - haben, wenn Gott "allumfassend" ist?
Trifft Gott selbst dann die Entscheidung, sich von sich selbst abzuwenden? Und wie kann dann der Mensch einen freien Willen haben? "Frei" wovon und wofür? Frei von Gottes Wille? Dann stimmt aber doch dieser Satz nicht mehr: "GOTT IST - und einzig SEIN Wille geschieht."
Und wenn der Mensch ein "Teil Gottes" ist, wie kann er dann überhaupt etwas anderes wollen als Gott? Also ist dann all das Böse, das die Menschen einander zufügen, Gottes Wille, ja Gottes Handeln? Denn du sagst ja auch, dass die Schöpfung in ihrer Gesamtheit = Gott ist.
Ich kann mir nicht helfen, aber dein Weltbild führt mich in mehr offene Fragen, als dass es sie beantworten könnte.
Wenn du dieses Denkmodell Menschen anbieten willst, die im "normalen" christlichen Glauben zu viel Widersprüche sehen, dann sollte zumindest die "Grundidee" so weit stimmig und für alle einsichtig und nachvollziehbar sein - oder meinst du nicht?
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Oase (26) Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. (Ps 36, 10)
von Sonnenkind am 25.12.2015 09:48Meine Iris japonica wollte uns ein Weihnachtsgeschenk machen:

Seit 2011 hat sie nicht geblüht . . .
. . . Ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde (1. Mos. 1,29)
Poola
Gelöschter Benutzer
Re: Wortkette(1)..Winter..und alles was zu dieser zeit dazugehört, und nur dazu!
von Poola am 25.12.2015 09:18Nougat
Re: Wortkette(1)..Winter..und alles was zu dieser zeit dazugehört, und nur dazu!
von sandtigeress am 25.12.2015 02:30Tannenzapfen
Re: Wer, was und wie ist GOTT?
von kahate am 25.12.2015 01:39Hallo christ90,
Du sagst es doch selbst:
"Gott hält uns dazu an, seinen Willen zu tun, und zwar freiwillig."
Ich verweise noch zusätzlich auf Gen.1/27, wo es heißt:
Gott unterliegt keinem Fremdwillen. GOTT IST - und einzig SEIN Wille geschieht. Der allmächtige, ewige Gott verfügt über SEINEN freien Willen. Auch die Erschaffung des Menschen war alleine SEIN Wille. Und so schuf Gott den Menschen nach seinem eigenen "Abbild" ebenfalls mit einem eigenen freien Willen.
Der Mensch trifft also seine Entscheidungen nach eigenem freien Willen; er ist also nicht Marionette oder gar Sklave Gottes. Genau SO sieht es doch aus, oder?
Wofür, wozu oder wogegen sich jeder Mensch frei entscheidet, das weiß der ewige, allgegenwärtige und allwissende Gott längst seit Anbeginn. Auch, dass sich die Menschen in ihrer freien Entscheidung vielfach von dem weg bewegen, was Gott ihnen als Möglichkeiten vorgibt und z.B. durch Jesus aufgezeigt hat.
Ich verstehe nicht, wo sich da nach Deiner Ansicht Zynismus verbirgt? Zynisch sein kann nur der Mensch!
Wenn in meiner "Mengenlehre" ein Fehler steckt, dann sag mir bitte, wo genau Du den Fehler siehst.
Nach meiner Erkenntnis ist Gott nicht nur die Summe aller Teilchen sondern darüber hinaus auch die Summe aller Existenz (also auch zusammen mit dem noch nicht oder nicht mehr Verteilten). Gott ist nicht nur materiell sondern auch spirituell ALLUMFASSEND. GOTT ist einfach ALLES. So sehe ich das...
Ich glaube felsenfest - GOTT IST !
Und in diesem Sinne wünsche ich auch Euch allen
Gottes Frieden auf Erden und eine gesegnete Weihnacht
Herzliche Grüße von kahate


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