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Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?
von Michael-A am 12.01.2015 13:01Liebe Wintergrün,
Sehnsucht kann ich auch zu etwas haben, was ich zwar schon habe, aber es ist nicht vollkommen oder entspricht noch nicht meinen Vorstellungen.
Wenn ich schon seit 1973 / 74 mit Jesus lebe, heißt es nicht, dass all meine Sehnsüchte erfüllt sindd. Das geht einfach nicht! Jesus erfüllt auch nicht alle meine Wünsche, sondern tut das erfüllen, was für mich gerade gut ist.
Da ist mein ewiger Wunsch nach einem Kind. Nicht in Erfüllung gegangen bis heute, weil es einfach nicht sein soll. jesus hilft mir dennoch, nicht daran zu verzweifeln, sondern mich an andere Kinder zu freuen ... War nur ein Beispiel um das Wort Sehnsucht zu erweitern.
Friede sei mit Dir und deinem Haus (auch Familie gemeint...)!
Michael 


Israel, Deutschland, Polen! Für diese Länder bete ich!
Kayla
Gelöschter Benutzer
Re: Biblical patriarchy - Fragen
von Kayla am 12.01.2015 12:57Das sind interessante Antworten. Gegen die Unterordnung an sich habe ich nichts, wobei das in der Praxis ja sehr unterschiedlich aussehen kann. Ich habe z. B. bei meinen Eltern nie ein "Gefälle" bemerkt, insofern als mein Vater sämtliche Entscheidungen alleine getroffen oder alleine das Geld verwaltet hätte. Umgekehrt hat meine Mutter aber auch nicht einfach alleine irgendwelche wichtigen Entscheidungen getroffen oder große Anschaffungen gemacht, ohne sich mit meinem Vater vorher abzusprechen. (Zumindest ist das meine Wahrnehmung, cipherkann mich bei Bedarf korrgieren) .Aber eben nicht, weil sie gar nicht in der Lage gewesen wäre, Entscheidungen selbst zu treffen, weil sie keinen Zugang zu den Finanzen gehabt hätte oder weil mein Vater sie in jeder Hinsicht von sich abhängig gemacht hätte. Von Unterordnung kann man im Falle meiner Eltern trotzdem sprechen, denke ich, genauso kann man aber auch in den extremen Fällen von Unterordnung sprechen, in denen ein christlicher Mann seine Frau verprügelt, um sicherzustellen, dass sie ihm stets gehorcht. Das sind aber doch zwei sehr unterschiedliche Arten der Unterordnung.
Vielleicht geht es bei dem biblisch-patriarchalischen Ideal ja darum, die Unterordnung der Frau zu erzwingen, indem man sie eingrenzt und ihr schon als Mädchen die Bildung und eine berufliche Zukunft verweigert. Dabei scheint man aber davon auszugehen, dass sich eine gebildete, starke Frau wie meine Mutter niemals freiwillig unterordnen würde, sondern immer versuchen würde, den Mann zu beherrschen.
Dabei empfinde ich die Kritik am Feminismus insofern als schwierig, als Feminismus ja nicht nur die teilweise etwas extremen Formen desselbigen in den 70erund 80er Jahren benennt. Die Bewegung begann ja sehr viel früher und beinhalteten z.B. die Forderung nach Bürgerrechten für die Frauen oder nach dem Wahlrecht oder einer höheren Bildung. Eben die Dinge, für die ich persönlich heute sehr dankbar bin.
Übrigens weiß ich, dass es Frauen gibt, die gerne vor allem Hausfrau und Mutter sind und ich sehe das an sich nicht als schlecht. Ich würde mir auch wünschen, wenn ich mal Kinder habe, möglichst die ersten Jahre mit ihnen zuhause bleiben zu können, anstatt sie mit knapp einem Jahr in die Kita zu geben. Und es ist schade, dass Frauen, die wirklich die ersten Jahre mit den Kindern zuhause bleiben mitunter schon als zu konservativ angesehen werden, oder als Frauen, die ihre wertvolle Zeit verschwenden, sie doch für ihre Karriere bräuchten. Dennoch habe ich dann zumindest die Möglichkeit, wieder arbeiten zu gehen und ich fände es schlimm, wenn ich stattdessen immer mehr Kinder bekommen müsste und aufgrund mangelnder Bildung auch gar nichts anderes tun könnte.
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?
von Wintergruen am 12.01.2015 12:42Liebe Henoch
Nein habe ich nicht. Deshalb warscheinlich auch keine Sehnsucht. Sehnsucht hat man nach etwas , was man nicht hat, man sehnt sich danach.. oder ? sonst müsste ich erstmal googlen was Sehnsucht heißt.. um dich besser zu verstehen .
Ich denke ich bin mit IHM und nicht OHNE Ihn . ER hat mich angenommen und ich fühle mich wohl bei Ihm und mit Ihm
ich denke du hast mich hier wirklich falsch verstanden. Gott nimmt JEDEN auf, oder an der zu Ihm kommt.. Also hat er mich auch angenommen .. Wenn ich nun in seinem Wort bleibe und ihn liebe bis zum Tod und das tue was er von mir verlangt, DANN wird er mich auch retten.Denn das hat er mir versprochen und DAS glaube ich auch . Und da ich mich nun um alles bemühe , den Glaubenskampf lebe, hoffe ich auf meine Rettung mit Gewissheit.
Da ich aber noch HIER auf Erden lebe und nicht im Himmel bin, kann ich auch nicht sagen das ich gerettet BIN .. Und außerdem überlasse ich IHM mir zu sagen das ich gerettet bin , statt das ICH das ausspreche.. SO meinte ich das

LG
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?
von Wintergruen am 12.01.2015 12:32Liebe Kayla
Die Reue ist ein Geschenk um das ich bitte.. Du erkennst wahre Reue wenn sie vom Herzen kommt, du wirst sehr traurig werden , du wirst weinen.. Mehr ist es nicht .. Und das lässt sich nicht herbeizaubern . Bei manchen findet das täglich statt , bei anderen weniger . Ich weine auch nicht immer, wenn ich sage: Herr vergib mir ..
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?
von Henoch am 12.01.2015 12:30
Hm, ich denke im zweiten Abschnitt an Wintergrün hab ich erklärt, wie ich das verstehe. Das eine ist unser Status durch das, was Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung für uns bewirkt hat, weil er uns da mit hineingenommen hat und das andere ist das, was noch im alten Menschen wohnt, der zwar real noch existiert, aber faktisch für tot erklärt ist.
Das bedeutet praktisch für uns, dass uns Gott völlig annehmen kann (den neuen Menschen in Christus), obwohl uns das sündige Fleisch noch anhaftet.
So kann man dann auch verstehen, was Paulus meint wenn er sagt, dass er sündigt, weil die Sünde noch in ihm wohnt, er identifiziert sich aber nicht mehr mit dem alten Menschen..., weil er weiß, dass er in Christus schon als neue Kreatur vor Gott gilt.
Henoch
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?
von Henoch am 12.01.2015 12:23Hallo Wintergrün,
ich glaube, Du hast mich falsch verstanden. Oder vieleicht ging ich zu sehr von mir aus?
Für mich ist es halt so, dass sich mein Vertrauen in IHN und auch mein Verhältnis zu IHM, immer mehr dahin entwickelt, dass ich ihn von Herzem Vater nennen kann und will, weil er für mich immer mehr zum Vater wird und ich das ausdrücken möchte. Ich ich wollte wissen, ob Du diese Sehnsucht, nach dieser innigen "Vater-Kind" Beziehung nicht auch hast?
hm, da hab ich Dich wohl missverstanden, denn Du schriebst ja, dass Du erst weißt, ob zu angenommen bist, wenn Gott Dich richtet und vorher eben auf keinen Fall. Oder hab ich da was falsch verstanden?
Als ich denke halt, dass ein heiliger Gott (also ein von jeder Unreinheit abgesonderter Gott) niemals akzeptieren würde, dass wir als Sünder zu ihm kommen. Wir können nur zu IHM kommen, weil wir in Christus sind und von daher als völlig rein gelten. Der neue Mensch wird von Gott völlig angenommen, weil der alte Mensch mit Christus ebenso völlig als tot gilt (aus der Sicht Gottes). Aus unserer Sicht staunen wir über die Güte Gottes, das so bewirkt zu haben, weil wir ja täglich erkennen, dass wir noch sündigen. Aber, wie Paulus sagt, wir sündigen, weil die Sünde noch in unserem Fleisch wohnt. Das aber ist mit Jesus gekreuzigt.
Es geht also weniger um das, was schon real wäre, als um das, was für uns schon gilt, wenn es heißt, "wir sind der Sünde gestorben".
Henoch
MichaR
Gelöschter Benutzer
Re: Biblical patriarchy - Fragen
von MichaR am 12.01.2015 12:23wer sagt denn so was Kayla? DAS ist jedenfalls nicht das biblische Bild.
Lies mal Paulus Briefe, da ist vieles davon enthalten wie es wirklich sein soll, nicht so nen Quark, wie dort steht.
Aber nicht so das die Frau nur Kinder zu kriegen hat und am Herd stehen soll - das ist Quatsch und Unsinn und verzerrt - klar will dies keine Frau, verständlich.
Dennnoch hat sie sich unterzuordnen und er Mann sie zu lieben. Das hat auch nicht PAulus "erfunden" - sondern nachweislich durch den Geist getrieben geschrieben im Sinne Christi, der schon weis warum er was wie ordnet in den ordentlichen Gemeinden. - Man muss sich ja nicht dran halten, wie die meisten oder die Wahrheit ja nicht annhemen wie die meisten. Aber es ist halt der beste Weg für den der sagt das er den Herrn Jesus lieb hat, in Weisheit und Liebe verordnet vom Allerhöchsten eben.
Daraus eine Lehre zu machen, das die Frau weniger wert sei, ist quark und Sünde und ein Fehl-Weg
...oder sie als unterwürfig zu machen oder Skalvin für Machos usw - ebenso Falsch.
Oder eine Hierarchie der Wertigkeit zu machen: sie ist ebenbürtig und gleichwertig, wenn auch mit anderen Aufgaben in bestimmten Bereichen, das ist alles.
Im übrigen verwalteten die Frauen etwa Ländereinen oder Besitze und Grundtücke und Häuser, das war also selbst damals nicht so, das sie nur am Herd standen und Kinder gebärten...
alles aufzudröseln überfordert meine Kraft aber gerade, jedenfalls ist hier viel vermischt und verdreht.
Und auch wenn der Mann das Haupt ist, der Frau, wie Christus das Haupt des Mannes und der Gemeinde, so ist sie deshalb nicht minderwertig.
Ohne sie ist er -so sie ein Fleisch geworden sind- gar nix.
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Biblical patriarchy - Fragen
von marjo am 12.01.2015 12:18Hallo Kayla,
da ich mir nicht sicher bin, was der Rest der christlichen Männer unter einem "biblisch-patriarchalen Familienideal" verstehen, schreibe ich mal, was ich so denke.
Zum einen ist das, was Gott in der Bibel zur Familie sagt voll gültig, auch heute noch. Jedwede Form von Feminismus würde meine Ehefrau auch von sich weisen und sich davon nicht im geringsten vereinnahmen lassen. Wer meine Ehefrau nicht kennt würde sich bei einem Gespräch mit ihr über solche Themen ziemlich wundern, da meine Frau nicht gerade das "Heimchen" ist, welches man sich klischeehaft als "Hausfrau" vorstellen könnte.
Mein Problem ist einfach, dass ich die Bibel gut kenne. Nimmt man nämlich alle Aussagen über die Aufgaben und Tätigkeiten der Frauen und schaut sich dann noch an, wie vorkommene Frauen in ihrem Handeln und Reden beschrieben werden, bleibt von einer schüchternen Dame in Küchenschürze nicht viel übrig. Das ist eine Herausforderung an die Damen. Um das Bild zu vervollständigen müssen wir uns nämlich auch die gleichlautenden Aussagen zu den Männern ansehen. Da bleibt dann von der trägen Matscho-Lusche mit Bier und Pantoffeln auch nichts mehr übrig. Das ist wiederum eine Herausforderung an die Männer.
Was macht man als christlicher Mann nun mit einer starken christlichen Frau? Meine Frau will sich unterordnen. Das hat mit Wertigkeit nichts zu tun. Sie kann sich mir aber nur ruhigen Gewissens unterordnen, wenn da auch etwas ist, dem sie sich unterordnen kann. Es steht ja nicht nur geschrieben, wie die christliche Frau zu sein hat... auch von uns Männern steht da einiges. Es ist klar, dass beide Seiten sich von Jesus verändern lassen müssen. Das ist in der Nachfolge nicht anders als im Eheleben. Ich will so werden, wie Jesus mich haben will und meine Frau will auch so werden, wie Jesus sie haben will. Behindere ich meine Frau jetzt dabei? Behindert sie mich dabei? Das geht nur gemeinsam... als Ehepaar und als Christen, mit Christus.
Männer und Frauen wollen und sollen Christus dienen. Von Beschränkungen in der Ausbildung findet man in der Bibel nichts. Die Anzahl der Kinder und das Alter zum Gebären ist auch nicht vorgeschrieben. Da gibt es bilogische Grenzen, die sich durch den Sündenfall ergeben haben. Irgendwann sind wir halt alt und auf und können keine Kinder mehr bekommen.
Was die Erziehung angeht, so empfinde ich das nicht als "begnügen". Ich darf von meiner Frau lernen "wie das geht" und stelle fest, dass man es sich gerade als Kerl da oft viel zu einfach macht. Erziehung als christliches Vorbild ist mehr als "satt und sauber". Meine Familie ist mein erstes "Missionsgebiet" und vermutlich auch mein schwerstes. Wenn meine Kinder mich in einigen Jahren noch als vorbildichen Christen ansehen können, war das bis dahin eine dauernde Schule in die mich Jesus gesteckt hat... und die anderen Mitglieder meiner Familie natürlich auch.
Über das Thema Ehe und Erziehung könnte ich ein Buch schreiben. Es würde einen Titel tragen wie "Christliche Ehe und Familie: Von der Theorie zur Praxis". Kaum ein anderer Bereich hat meine Nachfolge bislang so sehr geprägt wie das tägliche Leben mit meiner Frau und den Kindern.
Soweit, so kurz.
marjo
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?
von Wintergruen am 12.01.2015 12:09Liebe Henoch
und du glaubst also weil ich IHN nicht Papa oder Daddy , Bärchen oder Schnuckiputzi nenne, ihn so nicht anspreche das ich nicht glaube nahe bei ihm zu sein ?
Ich vertraue Ihm seit etwa 28 Jahren und ich weiß er ist mit mir

Edit: und weil ich mir gewiss bin das er mich angenommen hat, das er mich liebt und ich immer wann ich will mit allem zu Ihm kommen kann, er mich nicht verstossen wird, habe ich keine Sehnsucht denn ich BIN bei Ihm , Er ist mit mir . Er liebt mich und ich liebe Ihn. Ich vermisse nichts.
Entferne ich mich von Ihm, dann kommt irgendwann vielleicht die Sehnsucht wieder nach Ihm. . Aber ich will mich nicht von ihm entfernen .
Kayla
Gelöschter Benutzer
Re: Der Sünde gestorben, was heißt das?
von Kayla am 12.01.2015 12:02Wintergruen schrieb:
Da sehe ich schon ein Problem, eines, das mir als Kind unglaubliche Angst gemacht hat. Damals wurde in christlichen Hörspielen oder Missionsheftchen für Kinder oft gewarnt, dass man ja auch als Kind ganz plötzlich durch einen Unfall sterben könne. Wenn man dann nicht für seine Sünden um Vergebung gebeten habe, könnte es zu spät sein.
Das machte mir als Kind Angst. Wir hatten manchmal schlimme Gewitter und ich dachte mir, was wenn plötzlich der Blitz unser Haus träfe? Ich würde vielleicht sterben und hätte bestimmte Sünden noch nicht bereut, weil ich sie z. B. vergessen habe oder weil ich sie gerade eben erst begangen habe? Ich betete dann in meiner Angst oft, dass Gott mir alle Sünden vergeben möge, die ich getan habe und alle, die ich noch tun würde, in der Hoffnung, mich damit für solche Fälle "abzusichern". Leider war meine Angst in solchen Momenten vermutlich stärker als meine Reue, denn ich hatte entsetzliche Angst, dass ich als Einzige aus unserer Familie nach einem Unglück in der Hölle enden würde.
Das andere Problem: Woher weiß ich, dass ich wirklich echte Reue empfinde? Da kann man sich auch verrückt machen, indem man ständig überlegt, wie viel Reue wohl sein muss, ob man demütig genug ist. Wie weit muss man die Reue treiben? Im Mittelalter haben sich die Mönche angeblich selbst mit Dornenpeitschen bearbeitet,müssten wir das bei den schlimmeren Vergehen heute auch tun, um zu zeigen, dass es uns auch wirklich ganz ernst ist mit der Reue und sicher zu sein, dass Gott auch wirklich sieht, wie ernst es uns ist?


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