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Rapp
Gelöschter Benutzer

Re: Momente aus der Wüstenwanderung

von Rapp am 30.12.2014 10:45

Es ist sehr schwierig, wenn man mitten drin steckt und ich werde mich hüten vor Floskeln wie"du musst eben glauben" usw. Solches hatte mich früher nur fertig gemacht. Ich bin dankbar, dass ich alles einfach loslassen konnte.

Nun aber konkret zu dir: ich bete, dass du die richtigen Schritte tun kannst und dass dein Glaube nicht aufhört, sondern, dass du gestärkt aus der Prüfung heraus kommst. Vater hilft dir und ist bei dir.

Nach jener Nacht schrieb ich die folgenden Zeilen:

Vater, wo warst du
als meine Kollegen dich verhöhnten?
Sie machten sich lustig über dich,
den König aller Könige.
das tat so weh,
ich weinte
aber du? Wo warst du?
Mit keiner Faser konnte ich dich spüren.
du hast einfach dazu geschwiegen!

Kind, ich war immer bei dir,
du spürtest meinen Schmerz,
weintest meine Tränen.
Ich war in deinem Herzen.

Kind, fühlst du mich jetzt?

Willy

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StefanS

67, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 441

Re: Umgang im Forum

von StefanS am 30.12.2014 10:39

Pal schrieb: verstehst du, um was es uns geht?
Ja, das verstehe ich sehr gut.
Mir ging es auch erstmal wie ich gerade @solana schrieb, um den Diskussionsgrundsatz im Allgemeinen.

Pal schrieb: Es geht um den Umgang mit einander. Denn hier könnte doch ein Mit-einander und nicht ein Gegen-einander entstehen. Darum geht es!
Ja, da gebe ich dir Recht!
Wir können zwar unterschiedliche Meinungen haben, wir sind aber auf dem gleichen Weg!

Ich weiß, wir sind keinesfalls "Widersacher"!
Über den "Mit-Pilger" hinaus sind wir sogar Geschwister!

Ich find das klasse!!
Möglicherweise sind wir mal in der Ewigkeit Nachbarn ...





So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: 1. Joh. 5,16: Für die Sünde des Bruders bitten

von Henoch am 30.12.2014 10:35

Hallo tefila,

die Bibel nennt Beispiele. Eines davon war König Davids Sünde mit Batseba und Uria. Das kannst Du hier nachlesen: klick, 2 Sam 12. In Vers 13 versichert Natan David, dass er nicht sterben wird, weil er Buße getan hat.

Ferner:  Hananias und seine Frau, die den heiligen Geist belogen haben klick, Apg 5, 1-11; Korinther, die unwürdig am Abendmahl teilgenommen haben 1 Kor 11, 17-33 oder auch als Strafe für die, die anhaltend sündigen oder für die, die nicht vor Sünde warnen (klick). Das sind in der Bibel näher bezeichnete Sünden, die den leiblichen Tod nach sich ziehen können.

Allerdings wären dann schon viele gestorben, die noch leben. Wir dürfen also nicht festmachen, wenn es so ist, dann geschieht das..., es soll uns aber klar machen, wie ernst es ist.

Ich denke, wir dürfen immer beten für einen Sünder, sollen aber auch mit ihm reden. In Liebe ermahnen und zugleich ermutigen.

Henoch

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.12.2014 10:38.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Umgang im Forum

von solana am 30.12.2014 10:34

Stefan schrieb:

Also wird fleißig ausgeteilt, weil ja biblische Wahrheiten verteidigt werden müssen. 

Genau so ist es.
Und das geht dann so weit, bis alle "Abweichler" freiwillig das Forum verlassen, weil ihre Meinung einfach nicht stehen bleiben darf - egal, was sie auch sagen, wie sehr sie ihre Erkenntnis biblisch begründen ... es wird einfach alles immer nur als "Irrlehre" gesehen und bekämpft.
Keinerlei Versuch überhaupt, sich auch nur im Geringsten um eine Verständigung zu bemühen oder auch nur zu sagen: "Ich verstehe dich nicht." oder "ich sehe das halt anders."
Nein, der "Abweichler" muss mit allen Mitteln "auf Linie gebracht" werden - und zwar auf eine ganz bestimmte Linie, wie sie in einer ganz bestimmten Konfessionsrichtung vertreten wird.

Nun die Frage an dich (und auch an andere): Wie soll man als Moderator damit umgehen?

Einfach "gewähren lassen", bis alle "Abweichler" und Angehörige anderer Konfessionen draussen sind und von den Verbliebenen (sollte es sie noch geben), niemand mehr sich getraut, etwas zu äussern, was nicht den Beifall der "herrschenden" Glaubensrichtung trifft?
Ist das das Ziel eines solchen Forums?
Wie würdest du handeln?
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Wintergruen
Gelöschter Benutzer

Re: 1. Joh. 5,16: Für die Sünde des Bruders bitten

von Wintergruen am 30.12.2014 10:24

Liebe tefila 

Mach dich deshalb nicht zu sehr verrückt. Solange deine Gebete gottgefällig sind und einen guten Zweck bezwecken..so bete und überlasse den Rest dem Herrn..

Lieben Gruß 

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StefanS

67, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 441

Re: Umgang im Forum

von StefanS am 30.12.2014 10:20

Liebe solana,

ich habe den Begriff "Verlierer" mal bewusst verwendet.
In einer Diskussion sollte es niemals "Verlierer" (oder "Gewinner") geben!
Das ist aber kein christlicher, sondern ein ganz einfacher Diskussionsgrundsatz.

Das weiß nur mancher Christ (noch) nicht.
Also wird fleißig ausgeteilt, weil ja biblische Wahrheiten verteidigt werden müssen.

LG StefanS

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Umgang im Forum

von Pal am 30.12.2014 10:17

Stefan:
Wenn also ein Bruder sagt, dass grün blau ist, dann glaub ich das, weil ich sonst lieblos wäre?
So kann man ein Zitat aus der Bibel reißen und seinen Sinn verdrehen!
Nein, lieber Stefan, du mußt doch nichts annehmen von dem was geschrieben wird!
Behalte deine "Farbsicht", das ist ok! - Doch bedenke, das  es hier allermeist nicht darum geht um aus grün blau zu machen, soviel Unsinn schreibt hier nämlich niemand, sondern es geht allermeist um Farbnuancen, feine Schattierungen, um die dann leider oft gezerrt wird.
Kein Schreiber sagt hier: "Jesus ist nicht Gott! Die Bibel ist ein Märchenbuch!" oder ähnliche Lügen. Dann können wir uns in diesem Forum sowieso "vom Acker machen".

Aber versuche doch einmal folgendes nachzuvollziehen:

Cleo an Pal:
Du weisst, dass wir beide eine unterschiedliche Einstellung haben. Trotzdem schätze ich deine Meinung und kann sie stehen lassen!
Lieber schweige ich, bis ich als Verlierer einer "Redeschlacht" dastehe, als mich im Wortgefecht zu versündigen.

Cleo geht es um Gesinnungen. Streitsucht/Zänkerei/Rechthaberei wird doch in der Bibel als Sünde betrachtet. Oder nicht? -
Es geht um den Umgang mit einander. Denn hier könnte doch ein Mit-einander und nicht ein Gegen-einander entstehen. Darum geht es!
Aber das ist nur möglich, wenn ich den Gegenüber als "Mitpilger" und nicht als "Widersacher" identifiziere.

Deshalb kann doch jeder seiner Meinung gewiss bleiben. Man braucht ja den anderen, für seine unterschiedliche Meinung, keinen Applaus spenden, aber doch respektieren als eine mögliche andere Sichtweise...

- verstehst du, um was es uns geht?
 

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Umgang im Forum

von solana am 30.12.2014 10:14

Stefan schrieb:

Lieber schweige ich, bis ich als Verlierer einer "Redeschlacht" dastehe, als mich im Wortgefecht zu versündigen.

Nicht nur als "Verlierer" - auch "Gewinner" stehen nicht besser da.
Das ist nur ein kurzzeitiger Triumph.

Das, was auf Dauer bleibt, ist Unfrieden - innerer und äusserer.
Und in einem christlichen Forum führt das darüber hinaus zu einem Umgang mit dem Wort Gottes, das diesem nicht angemessen ist. Darüber haben wir mal in dem Thread über die Perlen gesprochen (auch wenn das nicht die Deutung des Gleichnisses im engeren Sinn ist, so denke ich doch, dass hier ganz gut zum Ausdruck kommt, wie Kostbarkeiten unbeachtet ihren Wert verlieren, wenn sie nicht so dargereicht und nicht so wahrgenommen werden, wie es ihrem Wert entspricht.)

Wir haben in Gottes Wort einen so reichen Schatz, aus dem wir schöpfen können, um einander zu bereichern und einander aufzubauen - im Guten.
Und wenn die eine oder andere Stelle vom einen oder anderen unterschiedlich gewichtet oder Einzelheiten unterschiedlich interpretiert werden, dann kann das doch gerade in eine besondere gegenseitige Bereicherung führen, wenn man neue Sichtweisen und Erkenntnisse dazu gewinnt, seine eigene Interpretation aus dem Blickwinkel anderer kritisch betrachtet und genauer durchdenkt und präziser formulieren lernt.

Eine andere Ansicht ist doch kein feindlicher Angriff.
Wir führen hier doch Gespräche, tauschen uns aus ....(oder seht ihr das anders?) 
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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tefila
Gelöschter Benutzer

Re: Momente aus der Wüstenwanderung

von tefila am 30.12.2014 10:11

Willy: Eine große Hand hat den Deckel angehoben, schob ihn aber wieder zurück. Das geschieht noch nicht heute.

Lieber Willy,

ich verstehe den Ablauf bis dass es wieder hell wurde, aber das macht mir nun eher Angst als Trost. Also hoffe ich, dass das damals ein Wort war, was dir persönlich als Stärkerem galt und sich ja auch erfüllt hat, dass alles wieder gut wurde.

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Tut Buße!

von Henoch am 30.12.2014 10:05

Hallo Cleo,

 

Aber Sucht ist meiner Meinung nach eine Krankheit. Eine in diesem Zusammenhang schlimme Krankheit, weil sie für Sünde sorgt. Ich denke aber, wenn wir Jesus wirklich immerieder bitten- er möchte ja auch, dass wir nicht mehr sündigen.
Ich teile mit dir die Meinung lieber Marjo, dass nichts dem Zufall überlassen ist. Und dass es seine Grüde haben kann, wenn eine Sucht zB noch immer da ist.
Trotzdem will er helfen.

 

Dazu will ich als Betroffene etwas sagen. Ich vertraue, dass der Herr auch in meinem Leben noch handeln wird. Bisher hat er allerdings meine Sucht (Rauchen) und mein damit verbundenes Leiden als Schuldige auf andere Weise gebraucht, um mir andere wichtige Sünden aufzudecken.

Als anfing in der Bibel zu lesen (noch unbekehrt), da hat er mich frei gemacht. Meine Verstrickung in Okkultismus ließen aber nicht zu, dass es so blieb. Meine Haltung war "Gott, segne MEINE Wege". So dachte ich, dass ich jetzt frei von der Sucht sei, fühlte mich ganz toll und meinte, nun könne ich ungefährdet die wenigen Genusszigaretten rauchen, so, wie das mein Mann auch kann, der nicht süchtig wird.

Ich fing wieder an. Nach meiner Bekehrung hörte ich aus eigener Kraft (dachte ich) auf, weil ich unbedingt ein "Vorzeigechrist" werden wollte. Ich merkte gar nicht, dass ich Stolz war auf meine "selbst erarbeiteten" Heiligungserfolge. Der Herr ließ mich fallen und ich fiel. Das geschah, gerade rechtzeitig, bevor ich einen Alkoholiker zu Christus bringen durfte, was nicht zuletzt deshalb gelang, weil ich gedemütigt tiefstes Mitgefühl mit ihm in seiner Sucht hatte.

Danach kam ich an den Punkt, erst vor ein paar Monaten, wo ich wissen wollte und darum betete, was mein Anteil nun bei der Heiligung sei. Ich bekam eine Veränderung am Kehlkopf (eine Vorstufe von Krebs) und hörte voller Angst auf, sicher in der Kraft vom Herrn. Nach der OP fiel ich wieder. Das war seine Antwort auf diese Frage. "DU kannst nichts beitragen, zumindest nicht nachhaltig. Für den Ewigkeitswert einer Veränderung kann nur ich, Dein Herr und Gott, alleine sorgen."

Heute stehe ich vor ihm, und das ist nur wenige Tage her, mit der Einsicht, dass ich mein Ego dann ans Kreuz bringe, wenn ich mein 100%ige Abhängigkeit eingestehe. Was nicht durch ihn geschieht, ist fleischlich und hat keinen Bestand.

Dass ich jeweils aufhören konnte, war immer auch ein "einverstanden sein" und "mitgehen" mit den Entscheidungen Gottes, aber niemals ein "Verdienst" meinerseits. Ich hätte mich sperren können. Aber "clean" bleiben, das geht nur in seiner Kraft. Solange mein Herz hochmütig war, hat er mir noch nicht Befreiung schenken wollen, sondern mir gezeigt, dass das nicht seine Wege sind, wenn ich in einer noch so geringen Form stolz sein möchte auf eigene Leistung.

Er hat mir auch gezeigt, dass das Fleisch sich durch nichts, nicht einmal durch die Androhung von Tod, am sündigen hindern lässt. Nur der hl. Geist und damit der Herr selbst, kann mich von der Sünde fernhalten. Nichts, aber auch rein gar nichts sonst. Da halte ich es mit Paulus:

Röm 7,24 Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe? 25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Gemüt dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde

1Kor 15,57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

Henoch

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.12.2014 10:15.
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