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Re: Die selbstische Ursünde
von Pal am 01.12.2014 17:17Was wäre nötig gewesen, um nicht zu sündigen?
Meine Antwort auf diese Frage würde lauten:
Einfach eine solch inbrünstige Liebe zu Gott, mit der es einfach ein Unding wäre um auch nur das Allergeringste, getrennt von Gott, getrennt von seiner Gemeinschaft, getrennt von seinem Rat auszuführen.
Da hätten A&E nur einmal ein paar winzig, kurze Stunden warten können, um die ganze Angelegenheit vor dem Sündenfall, mit dem Vater durchzusprechen. Allabendlich hatten sie immer die Gemeinschaft mit IHM genossen. Doch an jenem Abend war ihnen diese Gemeinschaft bereits vergählt.
Sie wollten dem VATER gar nicht mehr begegnen, weil sie ein Gefühl ihrer ur-eigenen Selbstständigkeit hinderte. Nicht schmerzte es in Ihnen, wie mit gottgewollter Buße, sondern viel eher, wollten sie nur ihre eigene, selbstständige Lebensweise schützen. Sie wollten weiterhin sie selbst sein. Ihr großes ICH sollte weiterhin unbehelligt bleiben. Die Konfrontation mit einem möglichen Zerbruch dieses Ichs sollte tunlichst vermieden werden. Ja, es galt das Übel zu verheimlichen und die Schuld auf andere abzuwälzen, nur damit ihr Selbst keinen Schaden erlangen sollte! Ihr Selbst sollte womöglich noch edel, gut, annehmbar, gestreichelt und verhätschelt, aus dem Sündenfall herauskommen.
Doch genau das ist unmöglich, weil das Selbst, als Liebesbeweis, zur Hingabe, zum Sterben, zur Vernichtung vorhanden ist (und war) und nicht um dafür noch irgendwelche Lorbeeren zu erheischen.
Somit erscheint mir nicht der Teufel sondern das Selbst als URPROBLEM.
Re: Die selbstische Ursünde
von Pal am 01.12.2014 17:10Die Zusammenhänge
Ich denke mir das dann wie folgt:
Ein wunderbares, harmonisches Leben mit Gott und paradiesischen Umständen. Nichts fehlte, alles war Wonne und Glück. Nicht der geringste Schatten von einer Traurigkeit oder Sorge.
Neben diesen äußerlich extrem positiven Umfeld findet sich dann ein Naturell in A&E, welches sie für die Sünde anfällig macht. Das Urproblem war mE ihr "Selbst", weshalb sie vor die wichtigste Entscheidung kamen:
Was mache ich, wenn mir die Schlange ein scheinbar wunderbares Angebot unterbreitet? -
Wie Gott zu sein war und ist ja etwas durchaus positives. Warum sollte das "wie Gott sein" auch je zur Sünde führen? Das klang doch so heilig und gut!
Aber gerade hier wurde ihnen die Falle aufgestellt.
In dem Moment, wo ich das "wie Gott sein wollen" mit meinem Ego-naturell erreichen möchte, befinde ich mich im Kräftefeld des Bösen => gott-los-gelöst. In diesem Kräftefeld (wo es um Herrschaft und Einfluß geht) suggerierte die Lust (Augenlust) und die verkehrte Gesinnung (nämlich um selbst so groß, mächtig, stark wie Gott zu sein), das jenes hochheilige Ziel durch eigene Mittel und Wege, selbstständig ,erreicht werden könnte.
Ja, noch schlimmer, das dieses Ziel genau über den Weg des Ungehorsams, der Rebellion, des "ohne Gott-Lebens" erreicht werden könnte.
"Ich selbst werde das schon erlangen! Ich mache das!"
Doch was hätte sie demgegenüber, viel eher tun sollen?
Sie hätten aus Liebe zu ihrem Gott, ihre eigenen Vorstellungen, ihre eigenen Lustempfindungen, gleichwie ein Opfer, verleugnen sollen. Sie hätten sich selbst, und ihren eigenen Plänen, entsagen müssen. Nur so wären sie auf dem Weg der Harmonie mit ihrem Schöpfer, und auf dem Weg der Sündfreiheit, geblieben.
Folglich hätten sie eine Entscheidung gegen sich selbst fällen müssen.
Doch genau solch eine Entscheidung widersprach ihrem Ego-naturell, das ihnen vorgaukelte: Mein eigener Weg ist ein begehbarer Weg und die Lüge des Feindes durchaus akzeptabel.
Wer wird sich gegen sich selbst entscheiden, wenn er faktisch mit sich selbst noch nie eine schreckliche Enttäuschung hatte? - Das hat übrigens nur allein der zweite Adam, Jesus Christus, fertig gebracht!
Wer wird die Liebe zu Gott höher achten, als die (Vor-)Liebe zu sich selbst?
Nun kam der grauenvolle Tag des Sündenfalls.
Eva begegnet dem Versucher und die Weichen waren für das "Zugunglück" gestellt.
1Mo 3:6 Und das Weib sah, daß der Baum gut zur Speise und daß er eine Lust für die Augen und daß der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben
Eva reagiert wie jeder natürliche Mensch. Sie ließ sich von äußerlichen Eindrücken und ihrem ur-eigenen Verlangen überrumpeln.
Das Gegenargument, um eben nicht auf das zu achten, was die Augenlust (und der Hochmut des Lebens) ihr vorgaukelten, sondern viel mehr auf das Wort Gottes, auf seine Anordnung, stand nun zur Entscheidung.
Hatte Eva da einen freien Willen?
Mir kommt es vor, ihr Wille war bereits hier ein Sklave ihres starken "Selbst".
Ja, sie wählte selbst und sie war selbst daran schuld! Sie wählte, was sie wählen mußte, weil ihre Geistesaugen so blind und ihr Gewissen so unschudig taub waren, das sie sich um nichts in der Welt vorstellen konnte, das ihre "Selbst-entscheidung" das größte Verderben beinhalten könnte.
Warum sollte ich auch nicht das "Selbst" sein, was ich in meiner Veranlagung spüre? Warum dürfte ich nicht die Selbstständigkeit ausleben, die mir so einen Freiraum gewährt, das ich eben tun kann was ICH will?
Ich will mein eigenes Ich sein und muß mich dabei gegen Gott stellen, der mich gerade von meinem "selbstischen Übel" erlösen möchte.
Ich liebe mich und meine eigenen Vorstellung. Was Gott dagegen hätte, kann getrost verachtet werden. - Und schon war die Sünde geboren.
Die selbstische Ursünde
von Pal am 01.12.2014 16:54Erlaubt mir euch auf einen "Gedanken-ausflug" mitzunehmen, der mir/euch ev. ein paar Dinge deutlich machen könnte, die wir in dem Thread über Errettung und Gnade behandelten.
Trauer um meine Schwiegermutter...
von Michael-A am 01.12.2014 14:15Bitte betet für uns, meine Schwiegermutter ist gerade verstorben. Sie war 94 jahre alt
Danke an alle!
Friede sei mit Dir und deinem Haus (auch Familie gemeint...)!
Michael 


Israel, Deutschland, Polen! Für diese Länder bete ich!
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Errettung und Gnade
von marjo am 01.12.2014 14:07Hallo MichaR,
nun wintergrün hat gerade keine Zeit zu schreiben (siehe unten). Da sie in diesem Thread zurzeit mein Nächster ist, warte ich einfach ab, ob und was sie noch anführen möchte. Daher die "Stille".
gruß, marjo
MichaR
Gelöschter Benutzer
Re: Welche Lieblingslieder hast du?
von MichaR am 01.12.2014 14:00wunderschönes Lied von JMEM gel?
ja, einfach, schlicht und ehrlich. 
Jim Mills & Ann Mills - Psalms "In deiner Nähe" .... uralt aber sehr fein, jup! (hab ich hier, hat mich Jahrelang begelitet!)
hier auch eins von JMEM - auch ein wunderbar vertonter Psalm: "Denn DU bist groß" ein Gott der Wunder tut. auch uralt! aber ein "evergreen" oder nicht?
Edit: Nachtrag heute: wer kennt das Lied: "denn ich bin gewiss, das weder Tod noch Leben mich jemals scheiden kann" - leider spuckt das Youtube nicht aus, aber wers kennt kann ja mitsingen! Und mitfreuen! 

MichaR
Gelöschter Benutzer
Re: Errettung und Gnade
von MichaR am 01.12.2014 13:51denn wie es aussieht hat unser lieber Herr auf dich gewartet Marjo, was du noch miteinbringst! Dein Part hatte noch gefehlt, wie es auch sein soll: "Jeder hat etwas" keiner alles - nun durch's zusammentragen wirds n Kuchen was wir hier backen.
So soll es ja auch sein: nehmen wir einander an: wir müssen und werden uns ergänzen!

Drum ist keiner weniger, selbst der Geringere hätte mehr Ehre, und letztlich gilt IHM die Ehre, der alles iniziiert und zieht!
Nur zusammen sind wir brauchbar und fruchtbar, wir brauchen A L L E (!!!) die dem Leib angehören!
Das ist gut und notwendig so! und weise geregelt von dem der die Versammlung geschaffen hat. Auch wenn wir hier "nur" ein Forum sind, ist das Prinzip doch dasselbe!
Schön und fein und lieblich ists...
und sorry, ich wollte nicht "dazwischen rufen", aber s ist ja grad etwas still geworden.
Re: Welche Lieblingslieder hast du?
von osmin am 01.12.2014 13:34Ich lieb dich Herr...
sagt einfach aus, das Jesus alles in meinem Leben ist
Habe ich dir nicht geboten, daß du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst! (Jos1,9)
Jesus ist der einzig wahre Gund zum Feiern...
von Michael-A am 01.12.2014 12:58Danke für die Ermutigung. Ja, das ist für mich das echte Christfest, wenn ich den ganzen Jesus sehe. in übrigen, habt Ihr mal die Originalkrippe von Franz von Asissi gesehen? Denn von ihm stammt die Figurenzusammenstellung. Das Jesuskind deutet nämlich auch auf das Kreuz hin. In früheren Mittelalter verstand man noch die Bildersprache, was wir leider erst wieder lernen müssen . Jedenfalls besagt das Original mehr aus, als es heute von der Welt verniedlicht wird. Und dagegen bin ich. Das wollte ich klar mit meinem Gedanken über Jesus zum Ausdruck bringen.
Friede sei mit Dir und deinem Haus (auch Familie gemeint...)!
Michael 


Israel, Deutschland, Polen! Für diese Länder bete ich!
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Welche Lieblingslieder hast du?
von Henoch am 01.12.2014 12:56Hallo Ihr Lieben,
danach war mir heute mal wieder, ich hoffe es gefällt Euch auch
Via Dolorosa, Pan Flöte mit Nick Tacu
Henoch


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