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Andersdenkende
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Andersdenkende am 16.11.2014 12:55Liebe Solana!
Nein, die Frage habe ich nicht auf Dich bezogen, ich habe nur meine Gedanken zu dem Aspekt, den Du eingebracht hast, aufgeschrieben.
Gruß
Ande
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von solana am 16.11.2014 12:49Liebe Ande, wenn du die Frage auf mich beziehst:
Nein, ich habe kein Problem mit HS und ich finde die Vorstellung, dass 2 gleichgeschlechtliche Partner miteinander verkehren, auch nicht "total abstossend". Ich sehe darin nur nicht das, was der Rolle der Sexualität inach Gottes Schöpfungsplan entspricht.
Das ist für mich nicht einfach "genau dasselbe in grün", halt individuell verschieden, je nach Geschmack. Und ich finde auch nicht, dass man das so sehen muss - weil man das eben heutzutage so sieht.
Man muss doch nicht genau derselben Ansicht sein wie jemand anders, um ihn annehmen und als "gleichwertig" sehen zu können.
Mir macht es keine Probleme, wenn jemand bspw sagt: Ich sehe das für mich so und lebe dementsprechend. Ich kann nun mal nicht anders empfinden (ob nun "angeboren" oder wie auch immer) und kann mir aber auch nicht vorstellen, auf eine Beziehung ganz zu verzichten (so wie Hannalotti das für sich selbst entschieden hat, grossen Respekt vor deiner Entscheidung). Der ist in meinen Augen kein "minderwertigerer" Mensch und ich gehe mit ihm auch nicht anders um als mit anderen Menschen und setze ihm gegenüber auch nicht einen "wandelnden Vorwurfsblick" auf.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Andersdenkende
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Andersdenkende am 16.11.2014 12:25Hallo zusammen!
Liebe Henoch, vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, auf meine einzelnen Punkte einzugehen.
Ich muss zugeben, dass Deine Antwort bei mir noch neue Aspekte aufgebrcht hat, die ich bedenkens/bet-wert finde, deshalb belasse ich es erst einmal bei den nun neuen offenen Fragen, bis ich mir darüber klarer bin - danke Dir für Deinen "Denk-Anstoss"!
Lieber Plueschmors (Dein Name hört sich sehr norddeutsch an...wollte ich nur mal anmerken)...Als ich von "Begierden" schrieb, war meine Intension, dass es eben viele "Begierden" gibt, wobei HS wohl eher eine Lebenseinstellung, wenn nicht gar ein Persönlichkeitsmerkmal ist. Ich denke ebenfalls, dass es auch in der HS Unterschiede gibt - da sind die Einen, die wirklich ihrer Gier nach gleichgeschlechtlicher Befriedigung ihrer sexuellen Lust nachgehen und die anderen, die wirklich lieben und Partnerschaften eingehen (wie z.B. eingetragene Lebensgemeinschaften) - das sind meine Gedanken dazu, aber ich kann natürlich auch total falsch liegen.
Liebe Solana, diese Art "Gruppenzwang" sehe ich auch im Hinblick auf "Toleranz gegenüber HS" - da zuzugeben, dass man alleine die Vorstellung, dass zwei gleichgeschlechtliche miteinander "verkehren" abstoßend findet, ist total "out" - vielmehr wird damit geprahlt, so und so viele HS Freunde zu haben, was dann als "schick" angesehen wird. Aber das läßt die Frage offen, wie stehe ich zu dem MENSCHEN, der HS ist und dies auch lebt?!Begegne ich ihm/ihr, wie jedem anderen auch, oder mache ich Unterschiede, eben weil ich ein Problem mit HS habe?!
LG
Ande
MichaR
Gelöschter Benutzer
Re: (Oase 10) Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns
von MichaR am 16.11.2014 11:42"Und wenn Mose vor dem HERRn hineinging, um mit ihm zu reden, nahm er die Decke ab, bis er hinausging" 2. mo.34.34
"Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch den Herrn, den Geist" 2. Kor.3.18
Andachtsbuch "Der HERR ist nahe 2014" - Verlag CLV - mit ausdrücklicher Genem. Brüdergem. Hückeswagen
sylvaki
Gelöschter Benutzer
Re: (Oase 10) Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns
von sylvaki am 16.11.2014 11:26
Losung und Lehrtext für Sonntag, den 16. November 2014
„Hiob sprach zu Gott:
Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen;
aber nun hat mein Auge dich gesehen.
Darum spreche ich mich schuldig
und tue Buße in Staub und Asche."
(Hiob 42,5-6)
„Seine Knechte werden ihm dienen
und sein Angesicht sehen,
und sein Name wird an ihren Stirnen sein."
(Offenbarung 22,3-4)
© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine (www.ebu.de)
Weitere Informationen finden Sie hier: www.losungen.de
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Henoch am 16.11.2014 11:22Hallo Solana,
2) Wie wir anderen Menschen begegnen, die das anders sehen und anders leben
Ich denke, wir sollte in allen Dingen bei uns selbst anfangen. Dann erkennen wir, dass auch wir uns nur verändern, weil der Herr Gnade schenkt. Wissen wir das, ergibt sich ganz natürlich eine neue Umgangsweise mit dem Nächsten, denn auch er kann sich nur durch Gnade verändern.
Nicht Druck oder Verachtung, sondern Gebet und das Evangelium sind die Methoden der Wahl, meine ich.
Henoch
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Henoch am 16.11.2014 11:15Hallo Ande,
ich will kurz antworten, was ich dazu in der Bibel finde:
1. Gibt es bei Gott ein "Ranking" bezüglich der Sünden? Ich meine, ist HS in seinen Augen schlimmer als beispielsweise jede Sucht (Rauchen, Alkohol, Drogen, Sex,...), als Lügen, sich selbst wichtig nehmen usw.usf.?
Ja, es gibt Unterschiede, so gibt es Sünden, die wir bedecken sollen und Sünden, die wir ansprechen sollen. Und es gibt Sünden zum Tode, siehe Hananias und Saphira. Und das sagt uns auch das Gewissen, das uns von Gott gegeben ist....
Ja, denn im Römer 1 geht es weiter:
Römer 1,25 sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen.
26 Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen;
27 desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen.
28 Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist,
29 voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger,
30 Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam,
31 unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig.
32 Sie wissen, dass, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.
3. Wenn ich etwas als Sünde bei dem anderen ansehe und ihn ermahnen möchte, sollte ich dann "den 1. Stein werfen", oder vielleicht erst einmal in mich gehen und Gott um Rat fragen und mir aufzeigen lassen, was vielleicht in meinem eigenen Leben nicht i.O. ist und auf Gottes Antwort warten, ob er wirklich möchte, dass ICH die Person HEUTE anspreche?
Richtig, dazu bibt es Regelungen, siehe z.B. Matth.18, 15-17...u.a.
4. Theoretisch kann man ja unglaublich viel anhand der Schrift "diskutieren", aber was, wenn man selbst betroffen ist, sieht man das dann auch alles "theoretisch"? Was, wenn mein eigenes Kind HS ist (als Beispiel)?
Das ist ein gutes Beispiel. Ich finde, man sollte mit jedem Sünder so umgehen, als wäre er unser eigenes geliebtes Kind.
5. O.T.: Ist mit "Wort Gottes" wirklich nur die Bibel gemeint? Was ist mit Jesu Aussage : "...meine Schafe werden meine Stimme hören"?
Nun hören wir viele Stimmen, wir erkennen Gottes Stimme daran, dass das Gesagte der biblischen Aussage entspricht.
Das geistige Fundament kann unterschiedlich sein.
Henoch
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von solana am 16.11.2014 11:03Dazu wird hier beständig behauptet, Homosexuelle würden bloß ihren Trieben folgen, sie würden allein die "Befriedigung ihrer Begierden" folgen und wäre eine Art unvernünftig Vieh.
Hallo Plueschmors, das hat niemand behauptet, bitte bleib auf del Teppich.
Ich habe auch immer wieder betont, dass es in der Stelle in Röm 1 gar nicht um "HS=Sünde" geht, auch nicht um einzelne Individuen.
Sondern darum, dass sie Schöpfung, so wie sie von Gott geschaffen ist, ursprünglich "sehr gut" war.
Und dass durch die Abwendung der Menschheit von Gott hin zur "Vergötterung" des Geschaffenen das ursprünglich Gute "verkehrt" wurde.
Das, was Gott uns zum Segen gegeben hat, wird ohne ihn ein "Fluch". Der Verstand, der uns weise machen sollte, führt in die "Narrheit" usw. Und die - vom ursprünglichen Plan abweichende Sexualität - in einer Form ausgelebt, wo "Bedürfnisbefriedigung" alleiniger Sinn und Zweck ist und über alles gestellt wird - ist ein Punkt (unter vielen anderen), in dem diese Verkehrtheit zum Ausdruck kommt. Unsere Begierden richten sich in vieler Hinsicht auf falsche Dinge.
Wenn man nun aber postuliert: Diese Begierden sind angeboren=von Gott gegeben= müssen ausgelebt werden, sonst kann man nicht glücklich werden - dann kann ich dem auch nicht zustimmen
.Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Plueschmors
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Plueschmors am 16.11.2014 10:44Hallo Solana, hallo Hannalotti, hallo Ande,
das habe ich auch nicht behauptet, dieser Thread ist voller Mißverständnisse, das ist normal. Aus dem Glauben fließen automatisch die Werke, das ist klar. Nur der Glaube kann den Menschen verändern und anders machen. Ich habe aber den Eindruck, daß insbesondere von Homosexuellen verlangt wird, zuerst einmal "normal" zu werden, sich aus sich selbst heraus zu verändern, sich mit Unwillen zu zwingen. Warum schreibe ich denn hier beständig, daß nur Jesus helfen kann? Dazu wird hier beständig behauptet, Homosexuelle würden bloß ihren Trieben folgen, sie würden allein die "Befriedigung ihrer Begierden" folgen und wäre eine Art unvernünftig Vieh. Wie sieht das denn bei Dir aus? Bist Du sexuell nicht mehr aktiv, weil das nicht mehr zum "neuen Leben in Christus" paßt? Christus befreit uns zu dem Leben, wie Gott es sich für uns wünscht. Wenn ich allerdings in die nächste Freikirche gehe, sehe ich einen Haufen verklemmter und heuchelnder Gesellen, die sich verstecken hinter ihren Masken, weil der Buchstabe sie unter Kontrolle hält. Entschuldige die Ausdrucksweise, aber ich bin schon so lange Christ und sehe doch kaum Geschwister, die befreit und erlöst aussehen. Da ist viel Krampf, viel Unmut, viel Kompensation...
Ja, das sagen so viele und rechtfertigen damit ihre verkehrte Lebensweise. Ich habe geschrieben, daß ich Deinen Beiträge gegenüber auch irren kann. Deine Worte klingen für mich aber traurig, auch jetzt noch, als wolltest Du zwar, aber dürftest ja nicht, weil Papa das verbietet. Wenn Du mich gern ignorieren möchtest, kannst Du das natürlich gerne tun, ich erspare mir auch künftig Antworten auf Deine Beiträge, wenn Dir das lieber ist. Ich lese Deine Worte und werde traurig.
Siehe meinen Beitrag weiter oben, "Wort Gottes" ist zuerst und letztgültig Jesus Christus, sein Leben und Werk. Das ganze NT versteht unter Wort Gottes diesen Sachverhalt, außer Mk 7,13.
Den gibt es nicht, die Fundamentalisten von heute sind die Pharisäer von damals.
Liebe Grüße, Plueschmors.
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von solana am 16.11.2014 10:38Hallo Ande
Ja, deine Anmerkungen/Fragen finde ich gut.
Ich möchte noch einen Punkt hinzufügen:
Es sind 2 unterschiedliche Dinge
1) das, was wir für richtig und gut halten, nach dem wir uns richten und auch das auch sagen.
2) Wie wir anderen Menschen begegnen, die das anders sehen und anders leben
Auch "umgekehrt" - durch zuviel Toleranz - kann ein Gruppenzwang entstehen, wo es nicht mehr "gesellschaftsfähig" ist, wenn man eine abweichende Meinung hat, man gilt als "kleinkariert" und "Spiesser" - selbst dann, wenn man nicht versucht, diese Meinung anderen über zu stülpen.
Ich finde es traurig, dass Hannalotti sich direkt verteidigen muss gegen das Postulat: "Nur wer sich in Bezug auf sein Sexualleben keiine Grenzen setzt, kann wirklich glücklich werden im Leben."
Damit tut man Betroffenen keinen Gefallen, wenn man sie unter zusätzlichen Druck setzt.
Das erinnert mich an meine Teenagerzeit, in der ich mich durch die damals so übermässig hoch geschätzte sexuelle Freizügigkeit direkt unter Druck gesetzt fühlte und dachte, mit mir stimmt etwas nicht, weil ich das nicht genauso toll finden kann wie alle anderen, dass es keine Grenzen und keine Tabus in diesem Bereich geben darf.
Wenn "Toleranz" bedeutet, dass man nicht mehr sagen darf, was man für richtig oder falsch ansieht, dann stimmt doch da etwas nicht.
Das bedeutet doch nicht, dass man deshalb einen anderen Menschen für "minderwertiger" hält, der das anders sieht.
Ich denke, da haben wir alle noch sehr viel zu lernen
.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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