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cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von cipher am 15.11.2014 16:35Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: ...dann kann der Herr dein Leben nicht segnen!
von Rapp am 15.11.2014 16:20Es war ein aufregender Tag. Keiner wollte tun, was ich für richtig hielt...
Endlich fand ich Zeit und wollte in die Stille gehen. Mein erster Gedanke: "Willy, nimm dich nicht so furchtbar wichtig. Genügt es dir nicht mehr, dass du für mich wichtig bist?" ja Vater, Klappe halte.
Willy
Plueschmors
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dielemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von Plueschmors am 15.11.2014 15:50Hallo cipher,
selbstverständlich, da ich zu der Überzeugung gekommen bin, daß sich die Ablehnung der Homosexualität als Sünde nicht wirklich begründen läßt, auch nicht mit der Bibel. Ich finde im Fundamentalismus sehr viel Gutes, allerdings auch in der liberalen Theologie. Ich verdamme weder die eine noch die andere Seite, sondern höre mir ruhig die Argumente an und entscheide unter dem Gebet, welche Argumente die besseren sind. In Bezug auf die Homosexualität bin ich sehr geneigt, der liberalen Ansicht zu folgen. Was z.B. die Jungfrauengeburt betrifft, bin ich klar auf fundamentalistischer Seite usw.
Ich habe immer den Eindruck, daß sich Fundamentalisten an die Buchstaben der Bibel krallen wie an einen Rettungsring. Ich kenne auch privat viele "extremere Christen", einer meinte sogar mal, daß wir den Heiligen Geist heute nicht mehr brauchen, da mit dem Abschluß des Bibelkanons im Jahr 396 n.Chr. die Bibel anstelle des Geistes getreten sei, die uns fortan alles lehrte, was wir zu tun und zu lassen haben. Bibel ,Bibel, Bibel, was Christen im Gebet von Gott hören und wie sie geleitet werden, geht nur noch über die Bibel. Wozu dann noch beten? Wozu noch denken? Wozu eine lebendige Beziehung zu Gott erstreben? Es steht ja alles da, Schwarz auf Weiß, eindeutig und klar, wir brauchen und nur an die Regeln halten, fast wie im Islamischen Staat: Interpretation? Verboten!
Ich bin diesbezüglich bei Dir, was aber nichts daran ändert, daß Homosexualität existiert. Gott will wahrscheinlich auch keine Kinder mit Down-Syndrom oder Wolfsrachen, trotzdem werden diese so geboren. Die Frage an uns Christen: Wie gehen wir damit um? Ich habe für mich entschieden, hier vor allem mit Liebe zu handeln, was wir sowieso immer tun sollten.
Dann bist Du ein Christ ohne Kirche? Ich denke, daß man ohne Kirche, ohne die Versammlung der Gläubigen, leicht auf Irrwege geraten kann. Wie empfängst Du das Abendmahl? Die Taufe?
Mich nervt die Allgegenwart der Homosexuellen auch, keine Sender im Fernsehen, wo nicht jeden Abend mindestens der sog. "Quotenhomo" präsent ist. Werbung wird aber weniger für die Homosexualität gemacht, denn homosexuell kann nur "werden", wer schon homosexuell ist, sondern eher für die Toleranz. Wir Christen sind auch tolerant, weil Jesus uns sagt, das Unkraut mit dem Weizen wachsen zu lassen. Es ist nicht unsere Aufgabe, Homosexualität wie Unkraut auszurotten, sondern diese Menschen zu Jesus zu führen.
Liebe Grüße, Plueschmors.
Poola
Gelöschter Benutzer
Re: Was hört, lest, schaut, tut ihr gerade?
von Poola am 15.11.2014 15:08ich sitze gerade mit der bibel und einem tagestext,
auf der couch,
dazu eine tasse kaffee
Poola
Gelöschter Benutzer
Re: ,,Ich Bete, für die, denen es nicht so gut geht.,,
von Poola am 15.11.2014 15:01weltweite gebetswoche beginnt heute,
es gibt viel zu beten,
danke vater das ich mit schwestern und brüdern weltweit verbunden bin diese woche,
um vor dich zu treten,
wir beten im namen des vaters und des sohnes und des heiligen geistes
amen
Rapp
Gelöschter Benutzer
Re: Mein Alltag...
von Rapp am 15.11.2014 14:40Episode aus meiner Werkstatt. Endlich hatte Manuels (Name geändert) Vater den Weg zu mir gefunden. Seit Manuel seine Ausbildung begonnen hatte war sein Vater noch nie bei mir in der Werkstatt gewesen.
"Ich dachte doch er würde das Abitur schaffen - aber seine Leistungen reichen wohl kaum für eine handwerkliche Lehre!" Nun, bei dieser väterlichen Haltung erstaunt es wenig, dass Manuel Schwierigkeiten hatte. Sein Vater stand nun hier in der Werkstatt, also mitten im Holzstaub. Der Mann zitterte. "Darf ich rauchen?" "Aber bitte nicht hier." Wir gehen hinaus auf den Holzplatz. Freundlich bietet mir Herr A. eine Zigarette an. "Danke, ich muss nicht mehr!" entfährt mir, worüber ich selbst erschrecke. Ich zünde ihm seine Zigarette an, denn ich sah, dass er krampfhaft nach etwas in seinen Taschen wühlte. Nach einigen zerkrümelten Zigaretten verabschiedete sich Herr A. hastg. In meiner Gegenwart konnte er nicht mehr rauchen.
Meine Gedanken weichen ab in die erste Zeit mit Jesus. Unsere ganze Familie hatte sich für Jesus entschieden. Damals rauchte Vater unheimlich und ich heimlich. Zurück vom Gottesdienst. Vater zündet sich ne Brissago an. Meine Schwester stellt sich ihm in den Weg. "Papa, du bist doch Christ?" "Ja, warum?" "Ein Christ handelt doch wie Christus, nicht?" "Ja." "Dann stell dir Jesus am Kreuz vor mit einer Brissago im Mund!" Ich verschwinde grinsend in meinem Zimmer. Papa war kreidebleich. Er rauchte von da an nie wieder. Und ich? Tage später auf dem Heimweg von der Arbeit. Ich zünde mir ne Zigarette an: so was Scheußliches hatte ich noch nie im Mund. Auch ich war auf der Stelle frei und rauchte nie wieder. Ich musste nicht mehr. Von mir aus hätte ich das kaum je geschafft.
In Schweden wurde eine alte Mutter angesprochen: "Du glaubst doch an die Wahrheit der ganzen Bibel?" "Ja." "Aber es gibt doch Dinge in der Bibel, deren Bedeutung du nicht kennst!" "So?" "Dann erklär mir das Wort sela in den Psalmen." "Klar: der Teufel seilt mich ein (selar i) und Jesus seilt mich aus (selar av)."
Willy
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Das Dilemma mit der gleichgeschlechtlichen Liebe
von cipher am 15.11.2014 14:38Doch die Homosexualität hat eine Lobby, die es schafft, dass die HS, obschon eben bis heute eine Minderheit davon betroffen ist, derart "hoffähig" zu machen, dass diese Minderheit von ca. 1,9% der männlichen HS schier die gesamte Gesellschaft vor sich her treibt in einem "Akzeptanz- und Toleranztaumel". Und das ist, was ich und andere Christen verurteilen. Diese Gehirnwäsche, der sich so viele angeblich nur "liberale" Christen beugen, so dass sie ihre Bibel eben nicht mehr frei lesen können, sondern zuvor durch den Filter der Verführer jagen, die ihnen die Manipulationen verpassen.
Poola
Gelöschter Benutzer
Re: ...dann kann der Herr dein Leben nicht segnen!
von chestnut am 15.11.2014 14:17Zitat von Stefan
Ich wurde in der Gemeindeleitung aufgenommen und habe selbst junge Christen mit den guten Ratschlägen versorgt, wie sie handeln müssen, um von Gott gesegnet zu werden.
Immer wusste ich, warum etwas geschah oder eben nicht geschah. Ich war dermaßen würdevoll und gesegnet, dass man es mir schon äußerlich ansah.et, dass man es mir schon äußerlich ansah.
Ich musste herzlich lachen über diese Selbstironie!

Diese "Mechanismen" hatte ich lange nicht durchschaut, spürte, dass etwas nicht stimmt, konnte aber nicht ausmachen was.
Auch ich habe solche Situationen erlebt wie Cipher, vielleicht mit etwas anderem Hintergrund, aber das Muster war dasselbe: Anmassung von Christen, anderen zu sagen, was sie als göttlich halten oder nicht.
Heute nenne ich vieles von diesen "Sätzen" Manipulation:
Der andere soll sich bitte so verhalten, wie ich es verstehe, sonst steht er nicht im Willen Gottes.

Ja und ganz ehrlich gesagt, wer von uns selbst ist nicht selbst in Gefahr, andere Menschen, vielleicht besonders junge Christen so zu "lehren", dass der andere vielleicht auch nur indirekt versteht ...dann bist du nicht gesegnet?
Gerade in der Seelsorge passiert doch so etwas leicht, und ist grundsätzlich ja sogar oft gut gemeint...
Du musst die Bibel lesen, sonst...
Du musst in den Gottesdienst kommen, sonst...
Du musst regelmässig beten, sonst...
Aber sind immer die Pauschalrezepte die richtigen? - Für mich nicht.
Liebe Grüsse
Chestnut
Poola
Gelöschter Benutzer

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