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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: "Alles, was ihr tut..."

von Pal am 29.10.2014 19:09

Solana:
Wie wir damit umgehen - darin offenbart sich auch "in welchem Namen" gerade unterwegs sind. Empfinden wir die Kritik als "persönliche Beleidigung", dann wirken wir wahrscheinlich eher in unserem Namen....

Genau da liegt der "Hase im Pfeffer"!
Sogar A&E waren im Paradies in ihrem eigenen Namen unterwegs, weshalb sie auch ihre "Selbstverwirklichung" auslebten.
Im Grunde genommen gilt auch hierbei: Entweder oder! -
Wir können faktisch nicht zwei Herren gleichzeitig dienen. Nicht unserem Selbst und Gott gleichzeitig. Der eine "Herr" wird den anderen bekämpfen!

Genau da sehe ich auch, das es niemals meine eigene Kraft sein kann, die mich dazu verpflichtet immer "selbst-verkrampft" auf Christus fokusiert zu sein, ... so im Alltagsleben ... nein, ich bin ganz einfach auf Christus fokusiert, weil seine Liebe das vollautomatisch und "unverkrampft kindlich" wirkt.
Dann mache ich meine Alltagsarbeit, im Gemüt, faktisch immer und alles für IHN und nichts für mich.

Dann konnte man in früheren Zeiten sogar einem Haussklaven sagen: 1Ko 7:23  ...werdet nicht der Menschen Knechte! Obwohl er immer noch ein Sklave war, und nicht dagegen rebellieren sollte, wurde er als Christ doch ein Gottesdiener, in seinem Gemüt, weil er nun seinem irdischen Besitzer noch ganzherziger diente, Eph 6:6 nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mit gutem Willen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2014 19:11.

MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: "Alles, was ihr tut..."

von MichaR am 29.10.2014 19:04

wie gesagt, wenn wir Ihn in uns machen lassen, wird es gut und wir werden Freude dabei haben, auch wenn sich dagegen der alte Mensch wehren wird^^

Aber ich muss ungeheuchelt gestehen, das bei mir meist der alte Mensch siegt, bezüglich der Wohnun aufräumen,- derzeit... :(

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2014 20:19.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: "Alles, was ihr tut..."

von solana am 29.10.2014 18:35

Oh, ja, Henoch, das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Kritik hat wohl niemand gern, weil er sich dadurch in Frage gestellt fühlt, ein Schwachpunkt "öffentlich" blossgestellt wird...

 

Wie wir damit umgehen - darin offenbart sich auch "in welchem Namen" gerade unterwegs sind. Empfinden wir die Kritik als "persönliche Beleidigung", dann wirken wir wahrscheinlich eher in unserem Namen....
Wenn wir uns "in seinem Namen" sehen - auf dem Weg dahin, immer mehr in sein Bild verwandelt zu werden, dann ist so eine Kritik eher ein Hinweis für uns, wo dieses Bild bei anderen nicht sichtbar wird, wo noch zuviel "unserer Persönlichkeit" im Vordergrund steht...


Schön, dass du auch mitschreibst, Pal!
Ja, darum geht es mir, dass wir auch in den kleinen Dingen des Alltags in dieser Verbindung bleiben, nicht nur, wenn wir an einem Projekt explizit für Gott arbeiten. Nicht unser Leben in einen "banalen"Teil und einen "heiligen" Teil" zerfallen lassen.


Micha, die Frage nach dem Motiv ist gut - gerade bei eher "lästigen Pflichten", die wir meistens einfach nur schnell hinter uns bringen wollen, weil sie uns keinen Spass machen. Wir möchten "eigentlich" lieber etwas anderes tun.
Gerade in diesem "eigentlich" offenbart sich auch schon, "in wessen Namen" wir gerade unterwegs sind. Nach unseren "eigenen" Vorstellungen haben wir eher Lust auf etwas "schöneres", angenehmeres.

Und die Frage ist nun: Wie komme ich zur "richtigen" Motivation für diese Tätigkeit, die halt nun mal getan werden muss - sei es mit Freude oder mit zusammengebissenen Zähnen? Wie sehe ich mich selbst bei dieser Tätigkeit? Wofür tue ich das, was habe ich dabei im Blick?
Wie drückt sich in meiner Einstellung zu dieser Tätigkeit der Umstand aus, dass ich dies nicht in meinem, sondern in SEINEM Namen tue?
Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5529

Re: Nennt mich "cipher" - denn mein Name ist nicht so wichtig. ;-)

von Cleopatra am 29.10.2014 18:27

cipher schrieb: Also bleibe ich.

Oh, das sehe ich ja jetzt erst ;-D

Freut mich wirklich sehr
Und ich bin froh, dass wir alles in Ruhe und Frieden bereinigen und alle Missverständnisse loswerden können.

Ganz liebe Grüße und auf weitere gute Gespräche, Cleo

PS: Den "philosophischen Teilen" der Beiträge hier kann ich größtenteils zustimmen

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2014 18:28.

MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: "Alles, was ihr tut..."

von MichaR am 29.10.2014 17:30

naja  ich könnte die Wohnung aufräumen, weil ich ahne, das er das will - entgegen meinem Willen - "könnte", nicht müsste!
So sehe ich das.  
Oder anders formuliert: ich könnte IHN dies (in mir) machen lassen, und mich faulen Hund beiseite stellen  
oder noch besser: ich versuche IHN zu ehren, weil es MIR Freude macht und den alten Hund glücklich ?!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2014 19:02.

Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: "Alles, was ihr tut..."

von Pal am 29.10.2014 17:13

Cleo: Wie kannst du zB "In Jesu Namen" die Wohnung aufräumen...?

Ich denke mir die allermeisten Dinge meiner Erden-Lebzeit sind solche "alltäglichen" Dinge, die anundfürsich nichts mit "fromm" oder "Religion" zu tun haben.

Dennoch kann ich sie mit einer gewissen "Kopplung an Jesus" vollbringen. Das ist mit dem angeführten, wichtigen Vers von Solana gemeint.

Ich soll alles, ja wirklich alles (!) in dieser "Ankopplung" an meinen Lebensquell vollbringen. Dann arbeite ich meinen Alltagswerk in der Fokusierung auf meinen Schöpfer, dann stehe ich morgens früh aus dem Bett und ergreife Seine Hand, dann atme ich jeden Atemzug in einem Grundtenor von Dankbarkeit und Bewußtsein seiner Selbst.

Das wird dann zu meiner "zweiten Haut" -

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: (Oase 9) "Dein Königreich ist ein ewiges Reich, ...

von MichaR am 29.10.2014 16:52

....die ihr durch Gottes Macht durch Glauben bewahrt werdet zur Errettung, die bereit ist, in der letzten Zeit offenbart zu werden....

                                                                         1. Petrus 1,5


Andachtsbuch CSV Brüdergemeinde Hückeswagen  "Der HERR ist nahe"

                                                                 Nennt er sich nicht auch "Treue"?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2014 16:54.

Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: "Alles, was ihr tut..."

von Henoch am 29.10.2014 16:46

Hallo Solana,

ein schöner Thread .

Mir fällt auch noch was ein.

Was machen mit Kritik? Also da kann man ja schlecht sagen, das "vergebe" ich und beachte es nicht. Das wäre ja arrogant. ich denke, eine gute Übung zur Demut ist, dass man Kritik ernst nimmt und in sich geht. Auch dann, wenn der andere vergessen hat, seine Kritik angenehm und freundlich zu verpacken. Dann sollte man die Packung nicht beachten und sich dennoch mit dem Inhalt auseinandersetzen. Aber nicht mit der Person, die das Präsent gereicht hat, sondern mit dem Inhalt und sich selbst.

Henoch

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Der Splitter....

von MichaR am 29.10.2014 14:12

Zuerst die gute Nachricht:
Denke das "Problem" sind wir immer selber. (oder überwiegend)

Denn wer hat sich noch nicht an einem seiner Worte "gestoßen"? --> was jedoch heilsam ist, wenn wir es wirken lassen! ob nun der "Botschafter" mir grad so sympatisch ist, oder mein Typ -  ist völlig egal, oder sollte es sein - was es leider meist nicht ist. Vllt. schreibt dieser Botschafter in meinen zarten Augen ja viel zu "hart" oder unsanft, oder er spricht gerade nen äußerst "wunden Punkt" an? - das darf der aber nicht, der "böse". Da fühl ich mich gekränkt und "verletzt", obwohl er vllt. genau das richtige angesprochen hat und nen Splitter erwischt hat, der mir eig. schon lange weh tut. Da sag ich ihm dann gleich zu Recht, das er sicher selbst nen Balken drin hat und hat vllt. sogar Recht damit - doch vergessen ist über dem Ganzen Wehleidig sein, das vllt. der "Herr" (?) Jesus "gesprochen" hat, was mir vllt. grad gar nicht so reinpasst heute, weil ich grad eh nicht so gut drauf bin....
Wollte ich mich nicht längst "heiligen" lassen von ihm? Sage ich nicht immer vollem Herzens: "HERR aber dein Wille geschehe"? und ich meine das ja ernst, oder doch nicht? Doch doch, das ist schon ernst gemeint, meine ich...

Gedanken dir mir grad so kommen - in Liebe geschrieben, auch wenns ggf. vllt. nicht so klingen mag...

Euer Mitknecht und nen original-Pfand-Flaschen-Unikat Micha, ders klar auch nicht soo gern hat, wenn wer an seinem Splitter rummacht.

Und nun die schlechte Nachricht:
Jedenfalls bleiben wir erstmal!



und nein, denke das wird gern mal überzogen: denke bei uns waren die die sagten bleib hier deutlich mehr, als die die sich an uns stießen ;)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2014 16:47.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: "Alles, was ihr tut..."

von solana am 29.10.2014 14:03

Noch ein Punkt fällt mir ein.
Wenn wir uns als "in seinem Namen dienend" sehen, haben wir ein ganz bestimmtes Selbstverständnis, unsere "Identität" ist ihn IHM.

Gal 2,20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Dh ich sehe meine Identität nicht in der Abgrenzung gegen andere, sondern verstehe mich als Glied am Leib Christi - und den anderen auch.

Diese Perpektive vereint und verwischt doch nicht alle Unterschiede, betont die "einzigartige Rolle", die jedem Glied an seinem Platz mit seinen Fähigkeiten zukommt. Niemand muss sich sich "anpassen", seine "Eigenheit" aufgeben, um in einem "grossen Einheitsbrei" untergrührt zu werden. Keiner hat das Recht, einen anderen in Frage zu stellen, weil er in einer bestimmten Angelegenheit anders denkt und handelt und keiner ist deshalb weniger wert - solange es alles von Herzen im Dienst unseres Herrn geschieht und nicht "in unserem eigenen Namen", um uns selbst und unsere eigene Grossartigkeit heraus zu stellen.
Dann "stören" auch Unterschiede nicht, stellen nicht die Richtigkeit unserer eigenen "Meinung" in Frage. Sondern wir ergänzen einander und bereichern uns gegenseitig.
(im Idealfall )
(Es sei denn, wir trauen es unserem Herrn nicht zu, dass er in der Lage ist, sein angefangenes Werk in jedem von uns auch zum Ziel zu bringen - ohne dann wir "mit der Brechstange nachhelfen", wo er unserer Meinung nach zu langsam arbeitet )
Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.10.2014 14:08.
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