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Merciful
Gelöschter Benutzer

Re: Trunkenbold

von Merciful am 20.08.2014 14:37

Liebe Henoch,

warum kannst du nicht anerkennen, dass Christen in mancherlei Fragen unterschiedlich denken?

Wenn ich eine andere Auffassung habe als du, warum stellst du dich dann über mich und versuchst mich darüber zu belehren?

Henoch schrieb: Imanuel hat Dich nicht verletzt, weil er ein Christ ist, der schreibt wie jemand, der verstanden hat, dass es immer nur auf die Gnade ankommt.

Dies ist deine Meinung. Meine Meinung ist, dass es sowohl auf die Gnade Gottes ankommt als auch darauf, dass wir mit der Gnade zusammenwirken, wie auch Paulus den Philippern schreibt, wenn er ihnen sagt, dass sie ihr Heil mit Furcht und Zittern bewirken sollen, weil Gott das Wollen und Vollbringen wirkt.

Henoch schrieb: Er wird uns das rechte Wollen und Vollbringen nach seinem Wohlgefallen schenken! Aberr zu SEINER Zeit.

Bist du dir sicher, dass Paulus es so gemeint hat? Ich lese bei Paulus nicht, dass er schreibt: Ihr lieben Philipper, Gott wird euch das Wollen und Vollbringen schenken zu seiner Zeit. Nein, Paulus setzt in seiner Anrede an die Philipper voraus, dass Gott das Wollen und Vollbringen bewirkt, nicht irgendwann in der Zukunft, sondern jetzt, in seiner Gemeinde, durch das Wirken des Heiligen Geistes und durch die Kraft des Evangeliums. Weil er dieses Wirken Gottes in seiner Gemeinde voraussetzen kann, kann er zugleich auch mahnen: darum bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern! Nicht irgendwann in der Zukunft, sondern jetzt und immerdar.

Somit würde ich meinen, dass eher deine Auffassung nicht mit der Aussage des Paulus übereinstimmt. Wenn ich eine andere Auffassung habe als du, muss dies daher nicht heißen, wie du mir zu verstehen geben wolltest, dass ich die Gnade noch nicht verstanden habe. Meines Erachtens habe ich die Gnade gut verstanden, denn die Worte des Paulus bestätigen ja meine Auffassung.

Diese Mitwirkung mit der Gnade verstehe ich übrigens nicht in der Weise, als ob ich der Gnade etwas hinzufügen könnte. Dies schreibe ich im Fettdruck, damit mir nicht auch dies noch fälschlicherweise unterstellt wird.

Besonders problematisch aber finde ich, wenn du aufgrund von Aussagen meine Beziehung zu Gott zu beurteilen wagst. Ich meinerseits habe z.B. nicht über die Beziehung von imanuel zu Gott geurteilt, denn dies steht mir nicht zu.

Lediglich einen Vorgang in der Innerlichkeit unseres Denkens und Wollens sprach ich an, da ich in Erwägung zog, dass möglicherweise dort ein wunder Punkt liegen könnte, dort, wo wir unsere Entscheidungen treffen.

Dies aber nicht deswegen, um mich über imanuel zu stellen, sondern, weil ich weiß, dass auch ich an diesem Punkt meine Probleme habe. imanuels Beziehung zu Gott habe ich dadurch nicht in Frage gestellt.

Merciful

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cipher
Gelöschter Benutzer

Die letzte Nacht

von cipher am 20.08.2014 14:09

Die letzte Nacht...
Mittwoch, 9. Mai 2007
Meine über alles geliebte Frau, meine lieben Kinder,
man hat mir erlaubt, an diesem Tag noch einmal an Euch zu schreiben und es werden wohl die letzten Zeilen sein, die Ihr von mir, Deinem Mann, Eurem Vater, zu lesen bekommt. Und wenn Ihr diese Zeilen erhaltet - wenn Ihr sie wirklich erhaltet, werde ich schon vor meinem ewigen Richter gestanden haben und Ihr werdet ohne mich weiterleben müssen. Doch ist das ja für Euch nichts neues. Schon beinahe sieben Monate bin ich fort von Euch, habe Dich, meine Geliebte und Kameradin in guten und bösen Zeiten und Euch, meine über alles geliebten Kinder nicht mehr sehen, auch nicht mehr sprechen dürfen. Und nur ein Brief im Monat wurde mir erlaubt, von dem ich nicht wissen kann, ob er Euch erreicht haben mag.

Geschlafen habe ich nicht mehr in dieser letzten Nacht meines Lebens. Der Schlaf flieht mich, wie schon in mancher Nacht, seit man mir das Todesurteil eröffnet hat. Doch bald darf ich den ewigen Schlaf schlafen...

Das Sitzen auf diesem harten Stuhl wird mir sauer, weil meine Verdauungsgasumwandlungs- und rückführungskartusche nicht richtig sitzt. Hier muß man sich behelfen, man bekommt eben eine, nach der Größe und Paßform wird nicht gefragt. Gerade versuche ich mir vorzustellen, wie wohl ich mich vor vielen Jahre ohne die VGURKA geführt habe. Fast ist es schon nicht mehr war.

Und oft habe ich in den letzten Wochen an unsere gemeinsamen wunderbaren Zeiten denken müssen. Gemeinsame Unternehmungen, Spiele, Liebe, Vertrauen, Lachen Spaß und Weinen - vorbei - dahin - ich habe alles verspielt. Verzeih' mir meine Geliebte, verzeiht mir, Kinder. An allem bin ich ganz allein schuld. Es tut mir so unendlich leid.

Ja, verzeiht mir und erlaubt mir, heute am letzten Tag meines irdischen Lebens die vergangenen Ereignisse, welche zu diesem Urteil geführt haben, noch einmal zu rekapitulieren. Ich hoffe, meine Lieben, es langweilt Euch nicht zu sehr, doch ich will noch ein letztes Mal versuchen, gedanklich alles in die in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Als in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Wiederverwertung von Abfallstoffen eingeführt wurde, konnte ich, konnte niemand ahnen, wie schnell die ganze Sache sehr, sehr ernst werden würde.

Angefangen hatte es ja, Ihr Kinder wißt das wohl gar nicht mehr so genau, angefangen hatte es zunächst mit Glas und Papier, weil das die Stoffe waren, die sich wohl am einfachsten sammeln und wiederaufbereiten ließen. Doch dann wurden es mehr und mehr Stoffe, die gesammelt und wiederverwertet werden mußten.

Mein Widerstand begann an der Stelle, an der wir angewiesen wurden, die Leerpackungen peinlichst sauber zu reinigen um den Wiederverwertungsbetrieben die Arbeit zu erleichtern. Als unsere Wasserrechnung schwindelnde Höhen erreichte, begann ich, den einen oder anderen Joghurtbecher, die eine oder andere Fertiggerichtschale ungereinigt in die Sammelgefäße zu werfen. Nicht nur das, irgendwann war ich der ganzen Sammelei und des ganzen mich ermahnen lassens so überdrüssig, daß ich, wie damals viele andere Menschen auch, in den „anonymen Abfallsabotageuntergrund" wechselte. Das ist heute der offizielle Name dieser lockeren Organisation. Damals gab es keinen Namen dafür; was wir taten, taten wir aus stillem Protest gegen die in unseren Augen unsinnigen Regelungen und Maßnahmen der Regierung und der Behörden. Dieser „anonyme Abfallsabotageuntergrund" also versah die zu sammelnden Behältnisse immer öfter zusätzlich mit Lebensmittelresten aller Art und verschloß sie so geschickt, daß man sie in den Sammelbehältern nicht erkennen konnte.

Wißt Ihr, anfangs war es ja so, daß man die sogenannten „Wertstoffe" - Wertstoffe, bei dem Wort dreht sich alles in mir um - daß man die sogenannten Wertstoffe in gelben Foliensäcken an die Straße stellte, von wo sie dann abgeholt wurden. Fand einer der Müllwerker durch Sichtkontrolle in einem der Säcke ein verbotenes Abfallteil, klebte er eine rote Marke auf den Sack und ließ ihn stehen. So konnte schon von weitem jeder der Nachbarn sehen: „Aha, hat er mal wieder einen „Fehlwurf" getan!"

Doch dann wurden die Müllwagen mit Bioscannern ausgestattet, die einen Höllenlärm verursachten, wenn sie in einem Behälter etwas Verbotenes entdeckten. Die Müllwerker, inzwischen hochbezahlte Umweltschutzbeamte, waren berechtigt, sofort drakonische Geldstrafen zu verhängen und einzukassieren. Ersatzweise konnte es bis zu zehn Tagen Haft geben. In jedem Müllwagen gab es ein Extraabteil für zahlungsunwillige Müllverbrecher und einen Schnellrichter.

Dennoch, Kinder, im Vergleich zu dem, was dann kam, war das alles noch harmlos. Eines Tages kam jemand auf die Idee, die Atemluft zu besteuern. Es hagelte Proteste. Nicht einmal wegen der pauschalen Besteuerung an sich. Deswegen streikt ein Deutscher nicht. Sondern weil eine Pauschalsteuer viel zu ungerecht sei. Also bekam jeder einen Atemluftmesser eingepflanzt. Ein winziger Chip, kaum größer als ein Nagelkopf. Jeder Kubikmillimeter ein- und ausgeatmeter Luft wurde gemessen und besteuert. Inzwischen bekommen bereits Säuglinge diesen Chip kurz vor der Geburt eingesetzt, damit wirklich jeder Atemzug vom allerersten an erfaßt werden kann. Steuerermäßigung bekamen nur Menschen, die mit Hilfe ihrer Lungen ihrem Beruf nachgingen - Sänger, Glasbläser, Taucher usw.

Dann kam der nächste Coup. Es ist ja bekannt, daß die Verdauungsgase - auch „Faulgase"genannt - eine nicht geringe Menge an Energie enthalten. Man entwickelte also folgerichtig eine Einrichtung, mit deren Hilfe diese Verdauungsgase aufgefangen und in elektrische Energie umgewandelt werden kann. Diese Kartusche führt die Gasmenge, die nicht verarbeitet werden kann wieder ins Verdauungssystem zurück, damit auch nicht die geringste Menge verloren geht. „Verschwendung" war strengstens untersagt. Ihr wißt selbst, wie unangenehm diese Rückführungsprozedur sich ausnimmt. Ganz scheußlich waren die ersten Modelle dieser Art. Heute ist es relativ einfach, die gespeicherte Elektrizität ans Netz abzugeben. Während ihr auf irgendeinem Stuhl sitzt, geschieht die Übertragung automatisch. Doch zu Beginn gab es noch erhebliche Isolationsprobleme. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wieviele heftige elektrische Schläge Mami und ich anfangs bekamen. Manchmal kamen wir uns vor, wie auf dem elektrischen Stuhl. Minutenlang zuckten und zitterten wir. Es war eine Tortour!

Man dachte auch an eine Atemgasrückführung bzw. an eine Doppel- oder gar Dreifachnutzung der Atemgase. Doch nachdem in den ersten Versuchen einige Todesfälle und einige Beinahetodesfälle zu beklagen waren, ließ man diesen Gedanken widerstrebend wieder fallen.

Ihr Lieben, ich muß mich eilen mit meiner Rückschau, in einer knappen Stunde kommen sie, mich zur Hinrichtung zu holen, dann will ich auch auf diese Weise mit meinem Leben abgeschlossen haben. Es tut mir leid, daß ich Euch so viel Kummer und Harm bereite. Ich hab' das nicht gewollt. Und ich habe es doch auch für Euch getan, die Ihr mir das Liebste auf der Welt seid.

Hätte ich früher bemerkt, daß mich die GAPO, die Geheime Abfallpolizei, im Fadenkreuz hat, hätte ich vielleicht rechtzeitig mit meinen Aktivitäten aufhören können. Doch die Burschen gingen ja derart raffiniert vor, damit konnte und kann ich einfacher Bürger gar nicht rechnen. Man hatte mich schon im Auge, als ich begonnen hatte, hier und da doch mal wieder einen ungereinigten Quarkbecher in den Sammelbehälter zu schummeln.
Ich hatte eine Methode entdeckt, wie ich die Müllscanner überlisten konnte. Doch die Agenten von der GAPO, die konnte ich nicht täuschen. Allerdings mußten sie mich lange observieren, bis sie endlich handfeste Beweise hatten. Jahrelang verfolgten und beobachteten sie mich, machten Aufzeichnungen über jeden meiner und auch Eurer Schritte.

Als ich eines Tages durch die Verdauungsgasrückführungsprozedur ungemein gequält worden war, verfiel ich auf eine Idee, wie ich die Kartusche zeitweise außer Kraft setzen konnte. Ihr selbst wißt alle, wie wohltuend es war, wenigstens hin und wieder der Natur freien Lauf lassen zu können, auch wenn es nicht immer gut roch und manchmal so laut wurde, daß die Nachbarn argwöhnisch zu werden drohten. Ein ganzes Jahr habt Ihr diesen Luxus dank Eures Vaters genießen können.

Bis es eines morgens noch im Dunkel an der Tür läutete und fünf oder sechs Männer und eine Ärztin der GAPO ins Haus eindrangen, Eure Kartuschen gegen neue austauschten, die Anschlüsse plombierten und mich, Euren Vater, mit sich nahmen. Das war vor beinahe sieben Monaten.

Seitdem wurde ich verhört und wieder verhört, ich bekam Einzelhaft, Dunkelhaft. Sie bedrohten mich mit Eurer Festnahme bis ich endlich alles, alles gestanden hatte. Drei Tage später war die Verhandlung, inoffiziell, vor einem einzelnen Richter. Einen Anwalt durfte ich mir nicht nehmen.
Das Urteil lautete: Tod durch den elektrischen Stuhl! Wohl weil man glaubte, ich sei's von den ersten Kartuschen her noch gewohnt. Mein Leichnam soll dann kremiert und meine Asche in Eieruhren für den Export nach Fernost abgefüllt werden. Die sind dort zur Zeit sehr begehrt. Schade, ich hatte gehofft, man würde mich auf dem Komposthof im Süden der Stadt kompostieren.

Kinder, Geliebte - ich muß schließen, ich höre Schritte. Nun kommen sie. Seltsam, ich habe keine Angst. Beinahe, als wäre, was jetzt kommt, noch nicht alles. Lebt wohl, lebt wohl, Ihr Lieben. Ich rufe Euch noch im Gehen zu: Ich bin stolz auf das, was ich getan habe. auch für Euch getan habe. Auf Wiedersehen in einer besseren Welt...
---
Geliebte, Kinder - Ihr seht mich wieder. Ja, sie kamen, drei Herren und drei Damen, ganz in Schwarz gekleidet. Sie erklärten mir, eine Hinrichtung sei nicht genehmigt worden, weil sie ökonomisch und ökologisch sinnlos sei. Meine Strafe wird umgewandelt. In einer Woche werde ich entlassen und darf wieder zu Euch kommen. Ich bin nun Kartuschentester auf Lebenszeit.

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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Der ! Gottesdienst

von cipher am 20.08.2014 14:01

Solana schrieb: Zu einem guten Humor gehört ja auch, dass man über sich selbst lachen kann, nicht andere auslacht.
Ein wenig gehört auch das "auslachen", das Lachen über kleine Schwächen, nicht die Menschen, dazu, doch da muss man sehr fein unterschieden. Ansonsten stimme ich natürlich dem Wort zu: "Ich liebe mir den heitren Mann am meisten unter meinen Gästen. Wer sich nicht selbst zum Besten halten kann, gehört nicht zu den Besten".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.08.2014 14:01.

Gnadensonne

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Re: (Oase 7) "Herr, deine Gnade ist so weit wie der Himmel ....

von Gnadensonne am 20.08.2014 13:54

Echt kuschelig , liebe Sylvi ; da  würde ich mich auch wohl fühlen bei dir , lach  ....

Bin mal gespannt , wie  Fritzi  auf  * Zuwachs *  reagiert ?

 

Es  ist  sooo  kalt  bei uns  ,  habe  jetzt  den  Elektro- ofen angemacht , da  die  Heizung  aus ist .

Gerade  ist  meine  Torte  fertig ,  muss nur noch gefüllt  werden .  Der  Sohn von einer Freundin heiratet ,  und  da  ich ja morgen  nicht mehr backen  kann  , habe ich es  heute  gemacht .

Vielen  Dank , liebe  Ulli !    freue mich auch über  alle  Bilder  --  und  besonders , dass  DU   wieder  hier  bist !

Würde  so  gerne   unsere  liebe  Kira  , mal wieder  hier  lesen ....   und  so manch andere  ....

 

Mögen  sie  alle  unter  des  Herrn  Schirm und Schutz  sein !

Jetzt  gibt es ein Mittags-Päuschen  ,  Grüßle   von Gretel

 

 Darum lasst uns dem nachstreben , was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander .

 Römer 14,19

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solana

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Re: Der ! Gottesdienst

von solana am 20.08.2014 13:50

StefanS schrieb:

Hab ich leider verpasst! Und da sind echt Leute aneinander geraten?

Hallo Stefan
Da hast du nichts verpasst .
Es hat mich wirklich überrascht, über was man nicht alles streiten kann - sogar über die Frage, ob öffentlich vorgetragener Lobpreis nicht in Wirklichkeit eine "Selbstinszenierung" ist, nur den eigenen Ruhm im Sinn hat .... 

Cipher schrieb:

Und bedrückend finde ich dabei so oft, das auch Christen es sich nicht nehmen lassen, zunächst mal von der negativst möglichen Annahme auszugehen - wie hier "Spott" oder gar "Verachtung".

Hallo Cipher
Für diese Annahme ist wohl die Voraussetzung, dass der Leser den Eindruck hat, dass der Schreiber Witze auf Kosten anderer reisst, von deren Verhalten er sich selbst distanziert und sich ihnen überlegen fühlt.

Um dem vorzubeugen könnte man vielleicht sich selbst ausdrücklicher mit einbeziehen, damit nicht diejenigen, die sich in den "Ausgelachten" wiederfinden, nicht das Gefühl haben, "von oben herab" belächelt zu werden.
Zu einem guten Humor gehört ja auch, dass man über sich selbst lachen kann, nicht andere auslacht.
Aber gerade beim flüchtigen Lesen langer Texte kann implizite subtile Selbstironie leicht überlesen werden.
Gruss
Solana

 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: Der ! Gottesdienst

von MichaR am 20.08.2014 13:26

Und bedrückend finde ich dabei so oft, das auch Christen es sich nicht nehmen lassen, zunächst mal von der negativst möglichen Annahme auszugehen - wie hier "Spott" oder gar "Verachtung".
sie haben dir rückgemeldet, wie sie es empfunden haben, auch mit Bedacht auf die welche in solchen Versammlungen zugegen sind. 
Das hat nichts damit zu tun, das sie die negativst-mögliche Annahme machten, sondern mit einem Eindruck. <--- der, wie man sieht, ja auch mal falsch sein kann. Deinerseits hingeben wiederum die negativ-möglichste Annahme zu machen, das wir negativst-möglich gewesen wären, ist wieder um auch das negativst-mögliche oder? (Also auch schlecht!)

so, habe das extra so geschrieben, das der eine oder andere vllt. nochmal nachdenkt, und der andere oder eine vllt. drüber lachen kann, wie doof wir manchmal sind ^^

habt nen schönen Nachmittag, allesamt!

Grüße
Micha

PS: im Prinzip sollte wir eh vor jedem Wort beten, das wir abgeben, denn wir werden Rechenschaft dafür geben müssen! 
(und das klingt jetzt vllt. wieder sehr /zu ernst geschrieben, ist es aber nicht - sollte es aber sein

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.08.2014 18:11.

StefanS

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Beiträge: 441

Re: Der ! Gottesdienst

von StefanS am 20.08.2014 13:10

Cipher schrieb: Und bedrückend finde ich dabei so oft, das auch Christen es sich nicht nehmen lassen, zunächst mal von der negativst möglichen Annahme auszugehen - wie hier "Spott" oder gar "Verachtung".

Nicht unterkriegen lassen!
In der Regel schaden sich humorlose Christen selbst.
Ein bisschen Froide kann jedenfalls niemandem schaden

Solana schrieb: Mit der Kategorie "Spass" habe ich ja vor einiger Zeit auch eine ziemlich frustrierende Erfahrung gemacht, als ich - meiner Absicht nach - eine nette, kleine Anekdote (über einen singenden Priester) ohne jede "moralische" Wertung und schon gleich gar nicht "auf eine Grundsatzdiskussione hin angelegt über Konfessionen allgemein und Priester im Besonderen" einfach mitteilen wollte, weil ich die Geschichte einfach schön fand und sie mich staunen liess, über welche Umwege Gott manchmal doch noch Herzenswünsche erfüllt, die man ihm zuliebe aufgegeben hatte. Du erinnerst dich sicher noch daran, was daraus gemacht wurde .
Hab ich leider verpasst! Und da sind echt Leute aneinander geraten?

Aber bevor wirklich eine Diskussion anfängt ... ich geb jetzt Ruhe und hoffe auf mehr selbstentlarvende Spaß-Beiträge wie diesen!!!!

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Der ! Gottesdienst

von cipher am 20.08.2014 12:56

Solana schrieb: Du erinnerst dich sicher noch daran, was daraus gemacht wurde
Ja! Dunkel, aber unvergesslich.

Jaja - Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Auch, wenn man nicht weiß, warum. Aber leider bleibt zu konstatieren, dass ich damit im "weltlichen", also nicht christlichen Bereich des Publikums weit weniger Probleme bekomme. Und bedrückend finde ich dabei so oft, das auch Christen es sich nicht nehmen lassen, zunächst mal von der negativst möglichen Annahme auszugehen - wie hier "Spott" oder gar "Verachtung".

Es müsste einige Leser geben, welche beim Lesen von Büchern von Adrian Plass vor lauter Brechreiz nicht mehr lesen könnten...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.08.2014 12:56.

solana

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Beiträge: 4164

Re: Der ! Gottesdienst

von solana am 20.08.2014 12:46

Hallo Cipher
Meine Erfahrung ist, dass die meisten Leser überhaupt nicht registrieren, in welcher Kategorie etwas gepostet ist, wie schlagen nur die "Startseite" auf und lesen, was aktuell ist.
Auch lesen die wenigsten jeden Satz gründlich (und je länger ein Text ist, um so eher neigt man zum "überfliegen" und bleibt nur an den Stellen hängen, die einem sauer aufstossen).

Mit der Kategorie "Spass" habe ich ja vor einiger Zeit auch eine ziemlich frustrierende Erfahrung gemacht, als ich - meiner Absicht nach - eine nette, kleine Anekdote (über einen singenden Priester) ohne jede "moralische" Wertung und schon gleich gar nicht "auf eine Grundsatzdiskussione hin angelegt über Konfessionen allgemein und Priester im Besonderen" einfach mitteilen wollte, weil ich die Geschichte einfach schön fand und sie mich staunen liess, über welche Umwege Gott manchmal doch noch Herzenswünsche erfüllt, die man ihm zuliebe aufgegeben hatte.

Du erinnerst dich sicher noch daran, was daraus gemacht wurde .
Mit dem Ergebnis, dass User sich von anderen so verletzt fühlten, dass sie sich abgemeldet haben und hier im Forum erst einmal Grundsatzdiskussionen geführt werden mussten über den Umgang miteinander, gegenseitiges Be-/Verurteilen usw ....  .

Also scheint es besser, von vorn herein damit zu rechnen, dass es bestimmt mindestens einen geben wird, der das Geschriebene in den falschen Hals kriegt und "Spass" lieber doppelt und dreifach unüberlesbar als solchen zu kennzeichnen .
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Greg

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Beiträge: 707

Re: Vertilgung von Völkern in der Bibel

von Greg am 20.08.2014 12:21

Um auf die Ursprungsfragen zurückzukommen:

ich gebe zu, das ist ein sehr brisantes Thema, aber wie ist so eine Vertilgung, wie die von Amalek zu erklären? Und was ist der Unterschied zu dem, was heute so z.B. im Nordirak mit den Jesiden passiert? Waren die von Amalek gezwungen den jüdischen Glauben anzunhmen?

Die vertilgung von amalek hat mit der historie von dem volk israel zu tun. Die amalekiter stammten von esau ab, und zwischen jakob und esau gab es konkurenz und feindschaft, was sich in den nachfolgenden generationen fortgesetzt hat.

Die amalakiter stritten sich mit den isrealiten und griffen sie an. Das wurde Gott irgend wann zu bunt und er sagte den israeliten, das sie den amalekitern mit mann und maus auslöschen sollten. Das hat aber einige jahrzehnte oder so gedauert bis die letzten, die sich in den bergen versteckt haben auch getötet worden sind.

Was mit den jesiden passiert wird historische und religiöse gründe haben. Hierbei denke ich ,das eine gruppe von leute gibt, die meinen den auftrag von gott erhalten zu haben, andere zu verfolgen und zu töten. Aber eine genaue parallele gibt es da nicht.

Amalek wurde nicht dazu gezwungen, den glauben anzunehmen. Das war nicht üblich. Die gängie praxis war die tötung aller männer und die entführung von kinder und frauen oder das töten alles lebens. 

Ich bin eine fröhliche Knackwurst! 

Antworten
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