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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?

von Henoch am 07.07.2014 10:50

Hallo Merciful,
 
und dennoch ging der treue Sohn nicht ins Vaterhaus! Zumindest nicht in diesem Teil der Geschichte. Er steht für die ungläubigen Diener. Er steht für die, die meinen, der Dienst verpflichte Gott zur Gnade.  Dann wäre Gnade aber nicht Gnade. Der Herr will Reue und nicht Leistung mit dem Nebengedanken, dann sei Gott verpflichtet. In dieser Geschichte ist der verlorene Sohn der, der dem Vater treu gedient hat mit dem falschen Motiv und ohne Hingabe. Lies mal wie verbittert und neidisch er auf die Gnade des Vaters gegen den zurückgekehrten Bruder reagiert.

Röm 11,6 Ist's aber aus Gnade, so ist's nicht aus Verdienst der Werke; sonst wäre Gnade nicht Gnade.

In dieser Geschichte sieht man auch, dass einen knechtische Gesinnung nicht ins Vaterhaus führt, aber eine reuige, und letztere bringt uns vor die Liebe eines wartenden Vaters.
Der Vater lockt hier auch den zweiten Sohn. Aber das Herz des Sohnes ist verbittert gegen dessen Wege und sein Stolz verhindert, dass er sich dem Vater aus dem Herzen hingibt. Stattdessen will er Anerkennung vom Vater für seine Leistung.

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.07.2014 10:57.

Merciful
Gelöschter Benutzer

Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?

von Merciful am 07.07.2014 10:45

Ja, solana, die Erzählung vom verlorenen Sohn ist hier wohl hilfreich.

Der Sohn ist und bleibt Sohn. Der Vater nimmt ihm die Sohnesrechte nicht und gliedert ihn nicht ein in seine Arbeiterschaft.

Dennoch wird man aber annehmen dürfen, dass dieser Sohn dem Vater in der folgenden Zeit in verantwortlicher Stellung treu gedient haben wird, würde man die Erzählung weitererzählen.

So hatte auch der andere Sohn in der Erzählung hervorgehoben, dass er dem Vater stets treu gedient habe. Sohnschaft und Dienst werden da nicht als Widerspruch empfunden.

Merciful

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Frage zu Pferden

von Henoch am 07.07.2014 10:36

Hallo Tefila,
Pferde und Esel können viel tragen, wenn es richtig auf dem Rücken verteilt wird und das Gepäck im Gleichgewicht befestigt wird, dami die Tiele nicht noch Kraft für das Ausbalancieren brauchen oder Gar Muskelschmerzen wegen der Einseitigen Belastung bekommen. Gurt und gepäcksattel sollten auch abpolstert ist, damit es nicht scheuert.
Im Vergleich zur Körpergröße und zum Körpergewicht schafft der Esel mehr.
Henoch

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?

von Henoch am 07.07.2014 10:31

Hallo Solana,
ja, das verdeutlicht es sehr schön. Besonders aussagekräftig ist die Stelle, Wo der Sohn bittet, mach mich zu einem Tagelöhner (Knecht) und der Vater gibt ihm die Attribute eines Königskindes, einen Siegelring und neue Kleidung. Sind wir doch Knechte, weil wir abhängig sind, so doch Knechte in Sohnesstellung und Mitglieder der Royal-Family im Himmel.
Henoch

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solana

-, Weiblich

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Beiträge: 4164

Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?

von solana am 07.07.2014 10:26

Vielleicht kann dieser Text es ein bisschen verdeutlichen - vom verlorenen Sohn:

Lk 15, 14 Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben 15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. 16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm. 17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. 19 Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße 23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden.

Der verlorene Sohn fühlt sich zu Hause nicht frei und geht  weg - dann erkennt er erst in der Ferne, dass er anderswo noch viel mehr "Knecht" sein muss und noch "unfreier" ist, und erkennt, dass er es selbst als Tagelöhner bei seinem Vater noch viel besser hätte. Und er erkennt auch, dass er es eigentlich nicht wert ist, die Sohnschaft zu haben. Und bittet den Vater demütig, ihn in seinen Dienst zu nehmen.

Und der Vater nimmt ihn voll Freude als Sohn an, als einen Sohn, der jetzt freiwillig bei ihm ist und weiss, dass er dahin gehört und zu schätzen weiss, was er hat und der sich der unverdienten Gnade und Liebe seines Vaters bewusst ist.
Gruss
Solana 



angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?

von cipher am 07.07.2014 10:11

Hmmm - irgendjemandes Sklave ist man doch auf jeden Fall. Wenn nicht Sklave des Herrn, dann Sklave der Sünde und damit Satans. Insofern bedeutet es für mich keinen Bruch, seit meiner Wiedergeburt zur Familie Gottes zu gehören und damit sein Kind, gleichzeitig jedoch auch sein Sklave zu sein. Je nach Perspektive steht mal das eine, mal das andere im Vordergrund.

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Geistliche Krieger

von Henoch am 07.07.2014 10:04

Hallo Ilonka,
ja, so ist es und wenn ich völlig einverstanden bin mit seinen Wegen, auch wenn sie leidvoll sind. Annehmen statt Rebellion.
Henoch

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Merciful
Gelöschter Benutzer

Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?

von Merciful am 07.07.2014 10:03

StefanS schrieb: Versteht ihr ein wenig meine Verwirrung?

Nicht wirklich.

Die Gemeinde Jesu ist doch eine heilige Priesterschaft, berufen zum Dienst Gottes, der sie erlöste aus Sünde und Schuld.

Warum sollte das Selbstverständnis und Bekenntnis, ein Diener Gottes zu sein, die Gotteskindschaft in Frage stellen?

Ich verstehe nicht, wo da für dich das Problem liegt?

Merciful

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Was denn nun? Kinder oder Knechte?

von Henoch am 07.07.2014 09:55

Hallo Rapp,
da hast Du mir gerade sehr geholfen...Danke
Henoch

...und zum Thema,
ich erlebe es so. Weil ich aus mir selbst heraus nichts tun kann, als Rebe am Weinstock, bin ich völlig Knecht, abhängig vom Weinstock wie ein Sklave vom Herrn.
Nur behandelt mich der Herr nicht wie einen Sklaven oder Knecht, obwohl ich so abghängig bin, sondern wie sein Kind, voller Liebe, Fürsorge und Hingabe, hier auf Erden als Zeugnis seiner Herrlichkeit. Und weil ER seine Herrlichkeit am Kreuz zum Ausdruck brachte, ist diese Zeit für seine Nachfolger auch mal von Leid geprägt, IHM zum Zeugnis.
dafür bin ich Erbe seiner Herrlichkeit, seines Friedens usw. und seiner Gegenwart in Ewigkeit und eins mit IHM. Was will man mehr?
Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.07.2014 10:01.

Ilonka

69, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 8

Re: Geistliche Krieger

von Ilonka am 07.07.2014 09:51

Hallo Henoch,

ja, das ist es eigentlich, hineinzukommen in die Ruhe. Wie es heisst: Es ist eine Ruhe vorhanden.... Hebr. 4,9-11 und dass geht nur, wenn ich mir sein Wort immerwieder proklamiere was er mir in den Verhältnissen gibt.

Einen wunderschönen Tag
Ilonka

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