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Sterntaler

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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?

von Sterntaler am 22.07.2026 22:09

Oh, das habe ich verwechselt. Danke dir, Nusskeks. :)

Bei dir war es eher dieser Gedanke, der mich berührt hat:

„Das Wort Gottes ist einfach wahr. Ich habe mich darauf verlassen und wurde nicht verlassen."

Vielleicht brauche ich noch einige Jahre, bevor ich auf mein Leben zurückschauen und das auch sagen kann. Vielleicht bin ich bei meinem konkreten Wunsch einfach noch zu sehr mitten im Prozess. Ich glaube daran, aber ich verstehe noch sehr vieles nicht, wenn ich auf mein Leben schaue. Trotzdem hoffe ich weiter. ★



Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.07.2026 22:15.

Sterntaler

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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?

von Sterntaler am 22.07.2026 13:36

Hallo :)

danke, dass ihr so persönlich geschrieben habt.

@Cleopatra: Ich fand den Gedanken spannend, dass die Schönheit der Natur zeitweise stärker werden konnte als der Schmerz. Gerade das kann ich mir zwar noch schwer vorstellen, aber es macht mir Hoffnung, dass es möglich ist.

@Nusskeks: Mich hat besonders angesprochen, dass du schreibst: „Das wird wohl ein Teil meines Lebens bleiben." Ich habe manchmal den Eindruck, dass viele Zeugnisse erst erzählt werden, wenn ein Wunsch erfüllt wurde oder das Leid vorbei ist. Deshalb tut es gut, von jemandem zu lesen, der sagt: Es ist immer noch da – und trotzdem habe ich Hoffnung.

Gab es bei euch irgendwann auch einen inneren Schritt der Akzeptanz, dass manche Dinge im Leben – oder ganz konkret diese eine Sache – vielleicht unerfüllt bleiben? War das eher ein jahrelanger Prozess, gab es einen bestimmten Wendepunkt oder war es sogar eine bewusste Entscheidung, den eigenen Fokus zu verändern – so, wie Merciful und Burgen es beschrieben haben?

Dankeschön, Cleo. Dir auch weiterhin ein gutes Einleben in der neuen Wohnung. :)

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Sterntaler

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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von Sterntaler am 22.07.2026 13:20

Man kann nicht verheiratet sein und gleichzeitig eine Geliebte haben. Das funktioniert nicht – und das gilt auch hier. [...] Bleib deinem Judentum treu, so wie ich meinem Christentum treu bleibe. Dort ist dein Platz.

Diese Aussage läuft meines Erachtens darauf hinaus, messianischen Juden ihre christliche Glaubensidentität abzusprechen. Das finde ich anmaßend und ausgrenzend.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.07.2026 13:38.

Sterntaler

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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?

von Sterntaler am 19.07.2026 14:31

Liebe Cleo,

vielen Dank für deine Antwort. Deine Geschichte bewegt mich sehr. Fünf Jahre mit diesen Kopfschmerzen und all den Behandlungsversuchen sind eine sehr lange Zeit. Danke, dass du so ehrlich davon erzählt hast.

Aus deinem Beitrag höre ich beides heraus:

„Mein Wunsch wurde nicht erfüllt."

und gleichzeitig:

„Ich bin trotzdem begleitet, geliebt und beschenkt."

Das kenne ich auch.

Vielleicht kommt hier der Fokus-Gedanke von Merciful rein – weite ich meinen Blick, um auch das Schöne zu sehen, das Gott mir gibt. Oder auch Burgens Gedanke, auf Gott und auf das Schöne zu schauen.

Aber genau das kann ich mir eben nur schwer vorstellen. Wenn etwas wirklich wehtut, wie kann man dann etwas Schönes wirklich genießen? Überschattet es nicht jeden schönen Sonnenuntergang und jede Meeresbrise? Oder verändert sich das mit der Zeit? Die Frage ist sehr persönlich und ich möchte sie deshalb eher offen in den Raum stellen als direkt dir. Ich möchte dir nicht zu nahe treten.

Ich wünsche dir viel Freude in deiner neuen Wohnung und gutes Gelingen beim Auspacken. Ich ziehe auch gerade um und streiche meine alte Wohnung. :)

Liebe Grüße
Sterntaler

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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?

von Sterntaler am 16.07.2026 23:18

Hallo zusammen,

vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, auf meine Frage einzugehen.

Den folgenden Gedanken hat mir jemand von euch in einer persönlichen Nachricht mitgegeben. Ich möchte ihn hier gern weitergeben und in meinen eigenen Worten etwas ausformulieren:

Vielleicht ist es nicht nur der unerfüllte Herzenswunsch selbst, der schmerzt – etwa bei fortdauernder Krankheit, beim Alleinsein, bei Kinderlosigkeit oder in anderen schweren Lebenssituationen. Vielleicht schmerzt auch die Geschichte, die wir uns im Laufe der Jahre darüber erzählen.

Vielleicht Geschichten über Gott:
„Hat er mich vergessen?"
„Warum schenkt er es anderen, aber nicht mir?"

Oder Geschichten über uns selbst:
„Mit mir stimmt etwas nicht."
„Ich bin nicht gut genug."
„Das ist bestimmt die Folge meiner Fehler von damals."

Oder Geschichten über das Leben:
„Ohne das kann ich nicht glücklich werden."

Mir hilft gerade der Gedanke, diese Geschichten von der eigentlichen Wunde, dem Schmerz oder dem unerfüllten Wunsch zu unterscheiden – und sie nach und nach loszulassen.

Die Wunde, der Verlust oder der Mangel bleiben vielleicht. Auch die Trauer darf bleiben und verarbeitet werden.

Aber die Wunde bedeutet dann nicht zugleich, dass Gott sich uns weniger zuwendet oder dass unser Leben weniger lebenswert ist. Denn all das sind Deutungen, die uns zusätzlich weh tun. Vielleicht bekommt so die Hoffnung auch wieder mehr Raum – nicht, weil der Schmerz verschwindet, sondern weil er nicht länger eine negative Geschichte über unser Leben erzählt.

Danke für das gemeinsame Nachdenken und für diesen Impuls.

Sterntaler ★

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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?

von Sterntaler am 13.07.2026 17:44

Danke, Pausenclown.

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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?

von Sterntaler am 13.07.2026 16:10

Schmerz über einen gescheiterten Lebensentwurf ist aus meiner Sicht nicht automatisch ein Zeichen mangelnder Loslassbereitschaft, falscher Bindung oder fehlender Bereitschaft, Gottes Weg anzunehmen. Die Deutung, mein fortbestehender Schmerz könne bedeuten, dass ich den Wunsch nicht genügend loslasse und dadurch selbst meinen Frieden verhindere, empfinde ich als sehr belastend.

Meine Frage wurde damit aus meiner Sicht ins Gegenteil verkehrt: Ich habe nicht danach gefragt, wie ich den Wunsch doch noch erfüllt bekomme, sondern wie ich auch ohne seine Erfüllung gut leben und Frieden finden kann. Das ist für mich ein wesentlicher Unterschied.

Ich merke, dass diese Diskussion für mich nicht der richtige Rahmen ist. Ich hatte auf Erfahrungen und Weisheit dazu gehofft, wie Frieden trotz eines bleibenden Mangels wachsen kann. Stattdessen fühle ich mich zunehmend in die Position gebracht, meinen Wunsch und meinen Schmerz rechtfertigen zu müssen.

Deshalb möchte ich die Diskussion an dieser Stelle beenden.

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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?

von Sterntaler am 13.07.2026 13:42

Lieber Merciful,

den Blick bewusst auf das Gute im Leben zu richten, kann sicher helfen und dem Schmerz weniger Raum geben. Ich glaube nur nicht, dass der Schmerz dadurch verschwindet. Wenn etwas wirklich wehtut, bleibt es oft spürbar, auch wenn man die Aufmerksamkeit immer wieder auf anderes lenkt.

Meine Frage ist deshalb: Kann sich das Leben irgendwann wieder geborgen und tief gut anfühlen, auch wenn es an einem wichtigen Punkt dauerhaft anders verläuft, als man es sich selbst erhofft hat und als viele Menschen es für gut und selbstverständlich halten?

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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?

von Sterntaler am 13.07.2026 12:33

Hallo Pausenclown,

danke für deine Rückfrage. Den konkreten Wunsch möchte ich hier lieber nicht öffentlich benennen. Mir geht es bewusst um die allgemeinere Frage, wie man mit einem tiefen, länger unerfüllten Wunsch so leben kann, dass er nicht dauerhaft das ganze Lebensgefühl bestimmt.

Herzliche Grüße
Sterntaler

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Re: Was hilft, hoffnungsvoll zu bleiben?

von Sterntaler am 13.07.2026 10:41

Danke für eure Gedanken. Ich merke, dass die bisherigen Antworten vor allem auf die theologische Einordnung und teilweise auch auf die Prüfung des Wunsches eingehen. Das ist wertvoll.

Wenn wir all das nun voraussetzen: Wie wird daraus gelebte Erfahrung? Wie können aus Gottvertrauen tatsächlich spürbare Ruhe, Geborgenheit und Entspannung im Alltag wachsen?

Nach meiner Erfahrung genügt es leider nicht, sich diese Wahrheiten nur gedanklich bewusst zu machen. Ein unerfüllter Wunsch kann das Lebensgefühl trotzdem – vielleicht auch nur unterschwellig – prägen. Genau das möchte ich nicht. Ich habe nicht in der Hand, ob sich ein wichtiger Wunsch erfüllt. Aber wenn er unerfüllt bleibt, möchte ich nicht mein ganzes Leben darunter leiden.

Den Gedanken, Gott nicht nur den Wunsch selbst, sondern auch die mit seiner möglichen Nichterfüllung verbundenen Sorgen anzuvertrauen, fand ich bereits hilfreich. Vielleicht kennt jemand darüber hinaus konkrete Wege oder Erfahrungen, die dabei helfen können.

Vielen Dank für eure bisherigen Beiträge.

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