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Re: Freiheit und Leben durch Gottes Wort und Gebot
von Merciful am 05.10.2019 09:48Welche Rolle spielen die Gebote in unserem Leben?
Führen sie uns in die Freiheit?
Ja, wenn wir durch die Gnade Gottes frei geworden sind,
und immer wieder neu diese Gnade annehmen - wenn wir schuldig geworden sind.
Hallo, Cosima,
du formulierst die Frage: Führen sie (die Gebote) uns in die Freiheit? Du antwortest: Ja.
In deiner Erläuterung aber ist es dann die Gnade (Vergebung), die in die Freiheit führt.
Ich denke, Gott hat mir ein anderes Verständnis der Gebote gegeben.
Nach meiner Erfahrung sind die Gebote Gottes Gaben der Gnade Gottes.
Mit den Geboten empfange ich zugleich auch die Gnade.
Die Gebote sind sehr wertvoll, da sie mir Kraft verleihen.
Höre und lese ich die Gebote, wird mir von Gott Kraft und Liebe zuteil.
Grundlegend bleibt das Geschehen auf Golgota.
Die Kreuzigung Jesu, seine Auferstehung, die Vergebung der Sünden, das neue Leben aus Gott.
Auf dem Weg des Glaubens, der diese Grundlage verinnerlicht, sind es die Gebote, die den Glauben in der Liebe tätig werden lassen.
Vor Gott angenehm sind jene Werke, die er zuvor bereitet hat, dass wir in ihnen wandeln.
Daher sind die Gebote keine an uns gerichteten Forderungen, die wir dann zu erfüllen hätten.
Sondern die Gebote tragen die Kraft in sich, durch welche wir in die Lage versetzt werden, das Gute zu tun.
Merciful
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Tageslosung (6) Gott sprach und spricht heute: Ich will mit dir sein ...
von Burgen am 05.10.2019 09:16
Gott sagt:
Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich. __ Jesaja 46,10
So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. __ Matthäus 29,16
Offenbarung 22,6-10
Matthäus 21,1-11
Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir's nicht;
dein Tun ist lauter Segen,
dein Gang ist lauter Licht;
dein Werk kann niemand niemand hindern,
dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun.
(Paul Gerhardt)
Re: Freiheit und Leben durch Gottes Wort und Gebot
von Cosima am 04.10.2019 22:27Danke lieber Merciful für deine Gedanken in diesem Thread.
Besonders dieser Absatz hat mich sehr angesprochen:
An die Stelle der Ehre Gottes trat der Ruhm des Menschen, der in der Befolgung der Satzung
die Meisterschaft erlangt hatte.
An die Stelle der Freiheit trat die Knechtung derer, die unter der Last eines missverstandenen
Gesetzes zusammenbrachen.
An die Stelle des Lebens trat der Tod derer, deren sündliche Leidenschaften das Gebot zum
Anlass nahmen, es zu übertreten.
Was bleibt zu tun? Wie sollte unsere Haltung dem Gebot gegenüber aussehen?
Der letzte Satz ist eine wichtige Frage. Welche Rolle spielen die Gebote in unserem Leben?
Führen sie uns in die Freiheit? Ja, wenn wir durch die Gnade Gottes frei geworden sind, und immer wieder
neu diese Gnade annehmen - wenn wir schuldig geworden sind.
Für mich bedeutet das, dass ich die Gebote nicht halten kann, ohne die Vergebung aller Schuld, die Jesus Christus
mir geschenkt hat. Und ich kann mit dem Psalmisten sagen Psalm 119, 102 HFA:
Und es gilt auch für mich, was in Psalm 119, 93 ausgesprochen wird:
Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB
Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke
von Merciful am 04.10.2019 20:50geli
Gelöschter Benutzer
Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke
von geli am 04.10.2019 20:45Ja, Demut - das könnte man auch zu den schon genannten Kriterien der Beurteilung hinzufügen!
Denn wer stolze Werke der Selbstgerechtigkeit getan hat - das wird vor Gott sicherlich nicht zu den Werken gehören, die Bestand haben.
Nur dem Demütigen gibt Gott Gnade - dem Stolzen widersteht er.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Klopfet an....Mt. 7,7.13
von geli am 04.10.2019 20:42Ich bin mir gar nicht so sicher, ob Jesus hier zu den Menschen "draußen" gesprochen hat?
Ich denke hier an den Satz: "Wenn ihr mich mit ganzem Herzen suchen werdet, dann will ich mich von euch finden lassen."
Die Menschen denken im Allgmeinen, dass Gott doch bitte, wenn sie mal beten, weil sie ein Problem haben, auch antworten und helfen solle.
Aber Gebet ist ja auch an bestimmte Bedingungen gebunden.
Z. B. dass man alle bekannten Sünden ihm bekannt hat. Oder dass man nach seinem Willen betet.
Ein Ungläubiger kann schwer nach dem Willen Gottes beten - er kennt ja diesen Willen gar nicht.
Genau wie Du sagst, pray: Einige Verse weiter steht etwas von der "engen Pforte" und dem "schmalen Weg" - wollen die Leute, die erwarten, dass Gott ihre Gebete hört, und die erwarten, dass Gott ihnen öffnet, auch durch diese "enge Pforte" hineingehen? Wollen sie auf dem "schmalen Weg " weitergehen?
Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke
von Merciful am 04.10.2019 20:37geli
Gelöschter Benutzer
Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke
von geli am 04.10.2019 20:22Ja, natürlich wird von "Werken" geredet. Aber diese Werke sollen ja beurteilt werden - und mich interessiert, ob man in der Bibel Kriterien findet, nach denen Gott diese Werke beurteilen wird.
Dabei ist meiner Meinung nach das Motiv für etwas, das wir getan haben, eines der Kriterien.
Andere habe ich ja erwähnt - z.B. die Liebe.
Ich denke, man kann in der Bibel noch viele Stellen finden, an denen deutlich wird, was Gott bei all unserem Tun wichtig ist.
Diese Aussage wundert mich nun sehr - denn es ist ja immer wichtig, den Rest der Bibel mit einzubeziehen, und nicht nur einen einzelnen Vers herauszunehmen.
Re: 1. Kor. 3,12 - das Feuer und die Werke
von Merciful am 04.10.2019 17:11Durch einen Bibelkommentar (Professor Adolf Schlatter) habe ich nochmal einen anderen Impuls erhalten.
Die Verse auszulegen vor dem historischen Hintergrund.
Ich zitiere (nochmal) die Verse direkt vor jenen Versen, die dieser Diskussion den Anlass gaben.
Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben.
Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.
Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister;
ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut.
(1. Brief des Paulus an die Korinther 3, 6+9+10; Lutherbibel 2017)
Insbesondere durch den Apostel Paulus war das Evangelium zu den Völkern (Heiden) gekommen.
Er hatte ihnen das Evangelium, die Botschaft von Jesus Christus, gebracht.
Die zur Gemeinde Hinzukommenden wurden auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft.
So wurde von Beginn an Jesus als Herr und König der Gemeinde Gottes verkündigt.
Durch ihn und in ihm hat Gott die Welt mit sich versöhnt und seine Worte zu bewahren und zu befolgen die Gemeinde beauftragt.
So gibt es im Neuen Testament verschiedene Bilder für die Gemeinde Gottes.
Etwa das Bild des Leibes Christi oder der Herde Christi (Christus als guter Hirte).
Daneben die Bilder vom Ackerfeld und dem Haus (Tempel) Gottes.
Paulus hatte in der Völkerwelt das Fundament dieses Hauses gelegt. Die nachfolgenden Generationen bauten auf diesem weiter.
Natürlich gab es im Verlauf der Jahrhunderte auch Fehlentwicklungen.
Diese entfernten sich von jenem Grund.
Solche Entwicklungen wurden als 'häretisch' gekennzeichnet und aus der (katholischen) Kirche ausgeschieden.
In späteren Jahrhunderten sahen etwa Martin Luther und Johannes Calvin die Notwendigkeit sich auf jenes Fundament zu besinnen.
Die ev. Christenheit berief sich auf die Schrift, die den Christus verkündigte, in dem sie aus Gnaden durch Glauben das Heil empfing.
Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, John Wesley und andere setzten deren Arbeit fort.
Am Ende der Zeit wird das Gericht zeigen, was bleiben und was vergehen wird.
Merciful
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Klopfet an....Mt. 7,7.13
von Burgen am 04.10.2019 11:51Hereinzukommen und Hineinzukommen
Einmal sagt Gott, komm herein - ich bin da und schütze dich, oder anderes ...
Rief nicht Gott Noah, seine Familie in die Arche, in die er vorher auf Geheiß Gottes die Tiere hinein brachte?
Und dann rief Gott zum Schluss Noah hereinzukommen - Gott war also schon da! - um dann hinter ihm die Tür zu schließen.
Das andere ist vielleicht, dass jemand in ein Haus hinein will. Auf biegen und brechen irgendwo selber hinein will.
Und wir - wir wollen doch in das Reich Gottes hinein. Also beten wir darum, dass uns die Tür geöffnet wird.
Psalm 23 zB komm zu mir, ich decke dir den Tisch im Angesicht deiner Feinde. ...
Wilderer brechen ein, stehlen die Schafe usw.
Gott wartet also darauf, dass wir hinzukommen, seine Tür steht für Sünder offen. Komm herein -


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