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pray

63, Weiblich

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Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von pray am 31.05.2018 22:35

Beroer: Ein sehr gutes Beispiel, wie flexibel und rücksichtsvoll Gott ist, dass er auf Lots Bitte ein ging, nicht in die Berge fliehen zu müssen, wie Gott es anwies, sondern in eine nahe gelegene Stadt fliehen zu können. Interessant wäre dann nur die Frage, ob Gott gewusst hat, dass es Lot zuviel sein würde in die Berge zu fliehen und wenn ja, welchen Sinn es gemacht hätte, dies dann vorzuschlagen und dann aber einverstanden zu sein, wenn Lot anders will...

Hier kommt eine Ausarbeitung zu der Frage von einem Mitchristen aus meinem Bibelkreis. Er schrieb:
Übrigens wurde die Stadt durchs Lot Anwesenheit erstmal gerettet.

 

Warum zögerte Lot? Was hielt ihn zurück?

Hatte er nicht selber vor ein Paar Stunden noch seine Schwiegersöhne eindringlich vor der Zerstörung der Stadt gewarnt? Oder wollte er es einfach nicht wahrhaben und dachte wie so viele Menschen auch heute noch:Es wird schon nicht so schlimm. Und mich wird es eh nicht treffen. Warten wir mal ab.

Ich glaube etwas ganz anderes hielt ihn zurück:

Die lieb gewonnene Welt und das Vertraute Areal. Ich ließ mich auch nicht so einfach von heute auf morgen retten. Ich kannte die Gefahr der Hölle, wollte aber noch nicht die Retterhand ergreifen.

Erst noch was von der Welt haben...

Dann gerettet, vor der Stadt....warum gehorchte Lot nicht? Und ging nicht ins Bergland? Was war denn besser in der Stadt? Warum verniedlichte er sie? Er sagte: Die Stadt ist klein, sie ist doch klein (1. Mose 19,20). Er machte sie harmlos. Hatte er wirklich Angst vor Unglück im Bergland? Oder wäre das wahre Unglück eher, dass er liebgewonnene Stadtleben entbehren mußte? Obwohl er ja seine gerechte Seele darin quälte. In der ach so kleinen Stadt gibt es doch wohl nicht so viel Sünde, eine kleine Stadt nur ein klein bisschen Sünde dort, möchte ich deuten. Da wird Gott doch nicht so streng sein.

Wer kennt sie denn nicht, die kleinen Füchse,sagt die Bibel dazu, die den Weinberg verderben?

Machen wir nicht auch Unterschiede zwischen großen und kleinen Sünden?

In der Stille des Berglandes hätte er aber auch Gott reden hören können. Die wahre Gefahr wäre ja dann, das er Gottes Willen hätte besser kennen lernen können und ein ganz neues Leben anfangen müsste. Und doch wurde Lots Wunsch erfüllt und dann lesen wir auf einmal dass er dort Angst bekam. Ich vermute, dass Gott durch sein Gericht so deutlich zu ihm gesprochen hat, wie er über Sünde denkt, das Lot jetzt lieber gehorsam sein wollte und Gottes Weg für Ihn gehen wollte. So deute ich Lots Begehren nach eigener Entscheidung und damit eigenen Wegen für mich so:

Gerade bekehrt und gerettet, merkte ich zwar genau was Sünde war, wollte aber nicht alles sündige sofort aufgeben. Also lebte ich noch in meinen alten wohlvertrauten Wegen. Und so wahr ich über viele Jahre ein fleischlicher Christ.Ich wußte es war falsch, aber wollte mich nicht ändern.

 

Ich denke, Gott ließ Lot gewähren damit er selber erkennen soll, das Gottes Wege raus aus der Stadt hin in die Berge die besten sind. Schließlich ging Lot nach einer Zeit doch in die Berge. siehe Kap.19,30. Er fürchtet sich in der Stadt zu bleiben. Vielleicht trieben sie es dort auch schlimm und Lot hatte Angst vor Gericht über Zoar genauso wie über Sodom. Vielleicht waren die Leute dort auch wieder schlecht zu ihm. Schließlich gab es ja dort keine Gottesfürchtigen. Nehme ich an, weil Zoar ja vernichtet werden sollte.

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pray

63, Weiblich

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Re: der 6. Schöpfungstag, die Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte

von pray am 31.05.2018 22:23

Geli: Es ist auch, weil Gott selbst die Lebenszeit auf 120 Jahre begrenzt hat: 1. Mose 6,3: "Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten, denn auch der Mensch ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben 120 Jahre."

Liebe Geli,
direkt danach kommt die Ankündigung der Sintlflut. Ich gebe eher der Auslegung Recht, dass Gott noch 120 Jahre Geduld mit den Menschen hatte, bis es dann zur Sintflut kam. vgl auch 1. Pt. 3,20: ...als Gott in Geduld ausharrte zur Zeit Noahs....diese Geduld zeigte sich meiner Meinung nach in den 120 Jahren.

Der König Jojada wurde übrigens  auch älter als 120 Jahre! : Und Jojada ward alt und lebenssatt und starb und war 130 Jahre alt, als er starb. (2. Chr. 24,15

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pray

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Re: Wie leitet uns der Heilige Geist?

von pray am 31.05.2018 22:14

Nobse: siehe: .............................Denn der HG führt nicht mit Zwang und Gewalt, sondern durch Vorbild (Jesu) und liebevollem Lenken.

Lieber Nobse,
da hast du Recht. Uch weiß nicht, ob ich das schon wo geschrieben hatte?: In Römer 8,14 steht: Welche der Geist Gottes treibt...
Ich habe mal nachgesehen, was das griech. Wort für "treiben" sagt. Es heißt "ago" und bedeutet: führen, geleiten, bringen, wegbringen, sanft und ohne Gewalt führen.

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pray

63, Weiblich

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2 Fragen von "Gast" zu: Dem Satan übergeben (1.Tim 1,20) und der Cherub (gedeutet auf Widersacher) aus den feurigen Steinen versto&szli

von pray am 31.05.2018 21:53

Hallo liebes Forum,
hier ein Mail von einer Mitleserin mit der Bitte, ob wir das erklärbar machen können:
Sie schrieb:
Ich lese in diesem Forum oft mit. Disbezüglich hätte ich eine für mich riesen Bitte an dich ob du quasi an meiner statt was fragen könntest. Du kannst gerne dazu schreiben, das du das für mich machst.
Hier meine Fragen:

 

**Seit gestern mach ich mir Gedanken um eine Schriftstelle des Paulus, in der er 2 Menschen dem Satan überantwortet - und frage mich ob das eigentlich überhaupt geht??? Kann ein Mensch einen anderen Menschen Satan zur Züchtigung übergeben??? Wie hat Paulus das gemacht? Das hat Paulus mit Sicherheit nicht in okkulter oder esoterischer Weise gemeint. Oder sich mit Satan zur Übergabe beim Tässchen Kaffee verabredet. Ich dachte das könne nur Gott allein....1.Timotheus 1,20

**Je nach dem welche Bibelübersetzung man verwendet, steht bei Hesekiel 28, 16 "Denn du bist inwendig voll Frevels geworden vor deiner großen Hantierung und hast dich versündigt. Darum will ich dich entheiligen von dem Berge Gottes und will dich ausgebreiteten Cherub aus den feurigen Steinen verstoßen." Lutherbibel 1912
Von welchen feurigen Steinen ist denn hier die Rede. Was ist das? Was ist da gemeint? Wie kann jemand aus einem feurigen Stein verstoßen werden?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.05.2018 22:38.

geli
Gelöschter Benutzer

Re: Wie leitet uns der Heilige Geist?

von geli am 31.05.2018 19:37

Also kann ich festhalten: Die Leitung des Heiligen Geistes ist oft ganz unspektakulär und ganz unmerklich?
Cleo: Ich denke, das kann man nicht so festhalten.
Ich denke, dass der heilige Geist unterschiedlich leitet

Ja, natürlich leitet der Heilige Geist unterschiedlich - deshalb habe ich ja auch geschrieben: "oft"  

Das kann ich also schon so festhalten, und das ist eben eine Art, wie er leitet - das konnte ich an der Bibelstelle, die ich genannt habe, erkennen, und das kann ich auch aus eigener Erfahrung so bestätigen.

LG, geli





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Gabbro
Gelöschter Benutzer

Re: der 6. Schöpfungstag, die Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte

von Gabbro am 31.05.2018 19:29

Und schon Moses klagt dann in Psalm 90:10
Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.

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nobse

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Re: Wie leitet uns der Heilige Geist?

von nobse am 31.05.2018 16:48

Pray: Das sagt mir, dass uns Gottes Geist auch tatsächlich mit körperlicher und seelischer Kraft und Ausdauer befähigen wird, wenn das notwendig ist.

Liebe Pray,

das ist genau der Punkt. Der heilige Geist erfüllt uns mit der Kraft, in der auch das Himmelreich steht.

Damit kann man das Wirken des heiligen Geistes wie folgt beschreiben:

Der HG unterstützt uns in unseren alltäglichen Entscheidungen, da er durch leisen Hinweis zeigt, was Gott will.
Manchmal drängt er aber auch, etwas ganz Bestimmtes zu tun (siehe: Der Geist trieb Jesus in die Wüste).
Und immer und überall erfüllt er uns mit der Kraft Gottes, wenn wir darum bitten.

Ich möchte aber noch darauf hinweisen, dass der HG uns keine Vorschrfiten macht. Er sagt nicht: Tue dies oder lass das. Er achtet unsere freie Entscheidung, etwas zu tun oder zu lassen (obwohl er uns manchmal auch zu etwas zu drängen scheint wie oben beschrieben).

Es ist auch die Kraftwirkung, die uns anzeigt, ob unsere Gedanken stimmig sind. Denn je nachdem, was wir denken, erfüllt uns der heilige Geist stärker oder schwächer. Stark erfüllt er uns, wenn wir Gottes Namen anrufen, schwächer, wenn wir uns zu Lieblosem hinreissen lassen.

Wenn wir darauf achten, wie der Geist in unserer Seele wirkt, können wir das nach einiger Übung (vor allem im Gebet im Geist) wahrnehmen.
Dann können wir uns darauf vorbereiten, uns führen zu lassen. Denn der HG führt nicht mit Zwang und Gewalt, sondern durch Vorbild (Jesu) und liebevollem Lenken.

Herzlichen Gruß,
Nobse

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Wie leitet uns der Heilige Geist?

von solana am 31.05.2018 13:51

Ein weiterer Punkt, der mir dazu einfällt:

Röm 5, 3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt,
4 Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung,
5 Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Durch diese Liebe des Geiligen Geistes werden wir bewahrt in Bedrängnissen und dadurch sind sie nicht nur unangenehm und belastend, sonder nkönnen uns zum Besten dienen.

Und diese Liebe treibt uns auch an, das zu tun, was Gottes Willen entspricht:

Röm 8, 14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

Gal 4,6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!

Phil 2,13 Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.

Er macht uns auf viele Dinge aufmerksam, wenn wir bereit sind, ihm zuzuhören und seiner Stimme Raum zu geben.
Sowohl im Guten, zu dem er uns antreibt und es uns mit Freude tun lässt, wie auch im Schlechten - indem er uns darauf aufmerksam macht, dass da etwas nicht stimmt, mit unserem Tun oder mit der Motivation hinter unserem Tun. Oder auch mit unseren Gefühlen, wenn wir zB Ärger oder Wut einen zu grossen Raum gegeben haben und solche negativen Gefühle uns zu vergiften und zu lähmen drohen.

Oft hören wir da aber lieber weg, weil wir uns nicht gerne "überführen"  und beschämen lassen und suchen lieber schnell eine Ausrede .... aber gerade dieses leise Mahnen ist sehr wertvoll. Denn es befreit. Weil darin nicht nur eine Forderung liegt: "Du machst etwas falsch, korrigiere das!", sondern die Einladung: "Erkenne, dass du hier falsch liegst und lass mich dir helfen!"

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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pray

63, Weiblich

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Re: Wie leitet uns der Heilige Geist?

von pray am 31.05.2018 11:35

Ich habe noch etwas gefunden:

Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa...(Lk. 4,14)
Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein (ApG 1,8)

Das sagt mir, dass uns Gottes Geist auch tatsächlich mit körperlicher und seelischer Kraft und Ausdauer befähigen wird, wenn das notwendig ist.

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von Burgen am 31.05.2018 08:28


Im Gesetz lebend ist es doch so: entweder du, ihr tut, was ich sage, oder ihr werdet die Konsequenzen tragen, 
evtl Liebesverlust hinnehmen.

Die Menschen jedoch sind aufgefordert zu gestalten, schützen, bewahren, bauen ...
Alles, was sie ja bis zum Exzess getan haben.
Und darüber hinaus so viele Kriege miteinander und gegeneinander geführt haben und es bis heute noch tun.

Und genau diese Züge des Menschen sind Gott nicht unbekannt. Die ganze Schrift spiegelt dies wieder 
in der Liebesgeschichte Gottes mit seinem ureigenen Volk. 

Darüber lesen wir, besonders im Buch der Offenbarung des Johannes, dass Gottes Augen unermüdlich 
arbeiten um zu sehen, ob er jemanden findet, der ihn ruft um Hilfe bittet oder ihm gar Dank und Ehre erweist. 

Ähnlich wie bei dem Märchen Aschenputtel. Die guten Erbsen nach links ins Töpfchen, die schlechten Erbsen 
nach rechts ins Töpfchen. 
Genauso, wie alle Menschen einmal von Gott am Thron bewertet werden. 

Und dazwischen ist der Umstand, dass jeder sein Wort hat. 
Es liegt an ihm, dem Menschen, ob er Jesus seine Hilfe annimmt oder nicht. 
Die Brücke wird einstürzen, wenn sie schlampig gebaut wurde. 
Hat sie jedoch ein stabiles, festes Fundament kann sie jahrhunderte überstehen. 
Globale worfelnde Erdbeben natürlich ausgenommen. 

Das ist ja nur ein Bild davon, wie ein Mensch ist, der fest an der Hand Jesus im Geist verbunden ist. 





 

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