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Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Wo verbringen Ananias und Saphira ihre Ewigkeit?
von Henoch am 20.07.2017 13:11Hallo Pal,
die Stelle spricht von der Wiederkunft Christi in Herrlichkeit, wenn er sein irdisches 1000 jähr.Reich aufrichtet.
Und der Herr ist der, der sich nicht verändert.
Henoch
Re: Wo verbringen Ananias und Saphira ihre Ewigkeit?
von Pal am 20.07.2017 12:58Aber gerade wegen der prompten und harten Züchtigung denke ich, sie waren Geschwister, denn Lukas 12,47......
Genau das Gegenteil denke ich, denn die von dir erwähnte Lukas Stelle spricht von Schlägen in der Hölle und nicht von "Schlägen im Himmel", wo es die nämlich gar nicht gibt.
mMGepeinigt wird nämlich nur in der Hölle!
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Wo verbringen Ananias und Saphira ihre Ewigkeit?
von Henoch am 20.07.2017 11:43Hallo Lila,
ich denke, dass der Vorsatz ein wichtiger Punkt ist. Wie oft mag der Herr sie gewarnt haben?
Aber gerade wegen der prompten und harten Züchtigung denke ich, sie waren Geschwister, denn Lukas 12,47 Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kennt und hat nichts vorbereitet noch nach seinem Willen getan, der wird viel Schläge erleiden.
48 Wer ihn aber nicht kennt und getan hat, was Schläge verdient, wird wenig Schläge erleiden. Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.
Ungläubige sind blind und unwissend, was die Ratschlüsse Gottes betrifft, verdienen also wenig Schläge.
Henoch
Re: Was bedeutet Liebe?
von solana am 20.07.2017 11:24Ja, das ist eine ganz grundsätzliche Frage, die sich meiner Ansicht nach jeder stellen sollte: "Worin zeigt sich, dass ich Gott liebe?"
Ist das ein "Gefühl", das ich Gott gegenüber habe? Wie zeigt sich meine Liebe in meinem Tun im Alltag?
Wenn es um einen Menschen geht, kann man das vielleicht leichter beantworten.
Und ich finde, das ist eine gute Ausgangsbasis für die Beantwortung der Frage, wie sich unsere Liebe zu Gott äussert.
Wenn ich einen Menschen liebe, dann freue ich mich schon über seine blosse Gegenwart. Mit ihm zusammen erlebe ich meinen Alltag ganz anders als wenn ich allein bin.
Wenn ich etwas ihm zur Freude tun kann, dann macht es mir sehr viel Freude, ich muss mich nicht dazu überwinden, es ist mir keine lästige Pflichterfüllung.
Ich vertraue ihm, wenn er mir etwas verspricht und wenn er mir etwas schenkt, dann weiss ich, dass er das Geschenk mit Liebe ausgesucht hat und dass es nicht zu meinem Schaden ist, was er mir gibt.
Das sind jetzt nur einige Punkte; euch fallen bestimmt noch viel mehr dazu ein......
Wenn ich nun von da aus die Beziehung zu Gott betrachte, dann fällt mir als erstes auf, dass die Freude im Alltag bei Christen oft so wenig spürbar ist.
Im Alltag ist die vorherrschende Perspektive die, dass lästige Pflichten erfüllt werden müssen und wir irgendwie alle Anforderungen erledigen - dann erst erlauben wir uns, ein gutes Gefühl zu haben.
Und wenn etwas anders kommt als gewünscht und erhofft (zB durch unvorhergesehene Umstände), dann fühlen wir uns als jemand, der gescheitert ist, vergeblich Zeit und Mühe investiert hat und nun gar nichts oder nur "das Zweitbeste" erreicht hat und sich damit irgendwie zufrieden geben muss.ärgern wir uns dann darüber und sagen bedauernd: "Hätte ich doch lieber dieses oder jenes gemacht.... warum musste jetzt ausgerechnet auch noch ... Konnte nicht stattdessen ...."usw.
Hier stellt sich auch die Frage: "Wie sehe ich mich?"
Als jemand, der sich jeden Morgen seine Last an Verantwortung und Anforderungen aufschnallt und sich dann damit durch den Tag schleppen muss und sich je nach Erfolg oder Misserfolg besser oder schlechter fühlt?
Oder als geliebtes Kind Gottes, das seine Last abgeben darf und befreit alles, was kommt, aus seiner liebenden Hand entgegen nimmt - im Vertrauen darauf, dass er mir alles - wirklich alles - zum Besten dienen lassen wird?
Woher erwarte ich meine Freude? Aus meinem Erfolg und Gelingen und aus dem, was mir Gutes passiert?
Oder habe ich genug Vertrauen in die Liebe Gottes, dass ich mich auch Über das freuen kann, was mir nicht als "sinnvoll und gut" in meinem Leben einleuchtet? So wie Paulus aus dem Gefängnis Briefe schreiben konnte, die von überquellender Freude zeugten und die die Adressaten aufforderten, sich in jedem Moment zu freuen?
"Nörgeln" und an allem herum Kritisieren ist ja eine richtige Modeerscheinung unserer Zeit geworden.
Wer das nicht macht, und Zufriedenheit ausstrahlt, wird misstrauisch beäugt und vielleicht auch nicht für ganz voll genommen, in einer Gesellschaft, für die "Stillstand=Rückschritt" ist und in der man eigentlich nie wirklich zur Ruhe und Zufriedenheit kommen darf, weil sonst der "Wirtschaftsmotor" ins Stocken gerät .....
Auch im Philipperbrie fordert Paulus dazu auf:
Phil 2,14 Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel,15 damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt,
Ich finde, dazu wird viel zu wenig nachgedacht heute. Wir lassen uns einfach mitereissen mit der "Geschäftigkeit" und den Anforderungen ....
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Was bedeutet Liebe?
von Lila am 20.07.2017 10:54
Ja, da möchte ich noch erwähnen, dass wir sogar unsere Feinde lieben und segnen sollen.
Ich hatte mal ein Erlebnis. Einmal wurde ich ganz übel verleugnet. Ich war am Boden zerstört. Dann hörte ich in meinem Herzen: Liebet eure Feinden! „Ja, Vater, aber wie?" „Willst du dass er verloren geht?" „Nein!" „Dann bete für Ihn!" Da wurde ich innerlich ganz frei, und konnte wirklich beten für derjenigen, die mir das alles angetan hat. Gott ist mächtig, Er kann ein Mensch erretten auch wenn noch so schlimm war. Bei Ihm ist nichts unmöglich. Und das ist Liebe!
Sicher habt Ihr dazu auch Erfahrungen....
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: Was bedeutet Liebe?
von Merciful am 20.07.2017 10:43Ich denke, wir sollten dieses kleine Gespräch über die neue Identität in Christus nun beenden.
Diese wurde als Tatsache in diesem Thread vorausgesetzt.
Es geht ja hier um die Liebe, die wir üben sollen und auch können.
Es geht nicht darum, immer weiter zu diskutieren über solche Fragen, die eigentlich geklärt sind.
Sondern es geht darum, die Gnade Jesu anzunehmen und Liebe zu üben.
Man kann auch einfache Dinge zerreden.
Dann hilft es auch nicht, immer mehr Bibeltexte zu zitieren und immer mehr Predigten zu hören.
Wenn man die Gnade Jesu nicht annimmt, dann hilft das alles nicht.
Ich verabschiede mich jedenfalls für heute und gehe an mein Tagewerk.
Merciful
Re: Was bedeutet Liebe?
von Lila am 20.07.2017 10:06Die Aussagen Römer 7 werden wir n.m.E. im Kontext Römer 8 richtig verstehen. Denn Paulus führt uns weiter.
Zum Beispiel:
Denn die nach dem Fleische leben, sinnen auf das, was des Fleisches ist, die aber nach dem Geiste leben, auf das, was des Geistes ist. (Vers 5)
Denn alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Gottes Kinder. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater! 16 Dieser Geist gibt Zeugnis unsrem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. (Vers 14-15)
Darum schrieb Paulus auch an die Gemeinde in Galatien:
Seid ihr so unverständig? Im Geiste habt ihr angefangen und wollt nun im Fleisch vollenden?
Gal 3,3
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: Was bedeutet Liebe?
von Merciful am 20.07.2017 09:49Liebe Henoch,
jenen Text aus Römer 7 haben wir schon oft behandelt.
Seine Auslegung ist nicht einfach.
Es ist aber offensichtlich, dass Paulus hier nicht sein Leben als wiedergeborener Christ und Apostel beschreibt.
Sondern er geht gedanklich zurück in seine frühere Existenz unter dem Gesetz.
Es geht ihm gerade darum zu sagen, dass diese frühere Existenz nicht mehr seine Existenz in Christus ist.
In Christus hat er eine neue Identität, die ihm Grund und Anlass gibt, zu vergessen, was dahinten liegt.
Ich möchte dies aber hier nicht weiter vertiefen.
In diesem Thread geht es um die Liebe, die wir üben sollen und auch können.
Merciful
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet Liebe?
von Henoch am 20.07.2017 09:39Hallo Merciful,
Du schreibst: Entweder wir sehen uns ohne Gott oder aber mit Gott.
Beides zugleich geht meines Erachtens nicht.
Naja, ich denke, das geht sehr gut. Paulus konnte das auch, er sagte das so:
Römer 7,13 Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, auf dass sie als Sünde sichtbar werde, hat mir durch das Gute den Tod gebracht, auf dass die Sünde über alle Maßen sündig werde durchs Gebot.
14 Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft.
15 Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich.
16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, stimme ich dem Gesetz zu, dass es gut ist.
17 So tue ich das nicht mehr selbst, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
18 Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
19 Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
20 Wenn ich aber tue, was ich nicht will, vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
21 So finde ich nun das Gesetz: Mir, der ich das Gute tun will, hängt das Böse an.
22 Denn ich habe Freude an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
23 Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Verstand und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
24 Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes?
25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Verstand dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde.
Henoch
Re: Was bedeutet Liebe?
von Merciful am 20.07.2017 09:38Darum geht es doch nicht.
Gott erwartet von mir nicht, dass ich alles kann.
Gott weiß, dass ich ein kleiner, schwacher Mensch bin.
Aber als ein solcher kann ich lieben, denn Gott hat mich geliebt.
Ich wäre gesetzlich, würde ich von mir erwarten, alles zu können.
Selbstverständlich habe ich meine Grenzen.
Aber innerhalb dieser Grenzen kann ich lieben.
Und Gott kann die Liebe mehren und stärken.
Aber das ist ein Leben aus der Gnade.
Ich erwarte von mir nicht mehr als die Gnade in mir wirkt.
Merciful

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