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Merciful

55, Männlich

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Beiträge: 2541

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Merciful am 10.06.2017 16:39

Ein guter Hinweis von dir, liebe Cleo.

Mit Jesus sterben heißt dann auch mit Jesus leben.

Begraben in der Taufe mit Jesus führt zu neuem Leben mit Jesus.

Dieses Leben mit Jesus geschieht im Schauen auf Jesus.

Das Schauen auf Jesus aber nennt die Bibel 'Glaube'.

Der perfekte Vers, der diese Aussagen unterstreicht, ist vielleicht der folgende.

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.
Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes,
der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.


(Brief des Paulus an die Galater 2, 20; Lutherbibel 2017)

Paulus lebt zwar noch im Fleisch und in der Welt, aber begraben in der Taufe mit Jesus, lebt nicht eigentlich er, sondern Christus in ihm.

So ist Christus in ihm und er daher eine neue Kreatur.

So lebt er im Glauben an den Sohn Gottes, den Gekreuzigten und Auferstandenen.

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.06.2017 16:40.

Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Forenleitung

Beiträge: 5543

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Cleopatra am 10.06.2017 14:44

Pal schrieb: Nur wer dies "Sterben" kennt, kennt auch den Frieden, der über alle Vernunft geht. - mM

Ja, da gebe ich dir Recht.
Wo unser Unterschied ist: Es gibt einen Unterschied, dieses "Sterben" verstanden und erkannt zu haben und ein "ständig und nur auf dieses Sterben hinschauen".

Verstehst du, was ich damit meine?

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von solana am 10.06.2017 13:33

Eine kleine Bemerkung noch zum Abschluss (nachdem der Diskussionsbedarf nun gestillt zu sein scheint ):

Dort, wo Christen im Heiligen Geist wandeln, da wirkt er auch spürbar. 
Zum einen ist da, wo der Geist "herrscht", das Reich Gottes in Frieden, Freude und Gerechtigkeit spürbar da:


Röm 14,17 Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken [oder andere Dinge, die Menschen so gerne in den Vordergrund der Aufmerksamkeit rücken], sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.

[] Ergänzung von mir

Der Verlust des inneren Friedens und der Freude ist oft ein erstes Anzeichen dafür, dass die Herrschaft des Heiligen Geistes eingeschränkt wird durch anderes, das sich übermächtig ausbreitet, zB Sorgen, Ärger, Enttäuschung, Zorn .....

Solche Dinge sind da und gehören zum "natürlichen" Menschsein dazu, sich verschwinden auch nicht einfach durch die Wiedergeburt.

Aber ich finde es immer eine ganz wunderbare Erfahrung, wenn diese Dinge durch das Wirken des Heiligen Geistes aus dem "Fokus" in den Hintergrund gedrängt werden und seine Kraft, sein Friede und seine Freude vor diesem dunklen Hintergrund um so heller aufstrahlt und unser ganzes Wesen immer mehr erfüllt und bestimmt.

Das ist auch für unsere Umgebung das mächtigste Zeugnis: Wenn wir gerade im "Dunklen" nicht verzweifeln und in Sorgen, Selbstmitleid, Ärger usw versinken. Wenn wir mit Menschen, die uns Böses wollen, liebevoll umgehen können, ohne uns in ihr negatives Denken hinein ziehen zu lassen und Aggressivität mit Gegenangriff und Beleidigungen mit gleicher Münze heimzahlen. 
Wenn man die Berichte von "open doors" hört, dann ist es gerade dieses Zeugnis der Liebe trotz aller Angriffe und Verfolgung, das grosse Erweckungen auslöst - sogar und gerade vor allem in den Ländern, in denen "Missionieren" strenstens untersagt ist.

Und dort, wo Menschen im Heiligen Geist wanddeln, da bringt er - unweigerlich - seine Frucht:

Gal 5,22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz.

Leider trifft man auch unter Christen sehr häufig diese Charakterisierung an:


Gal 5,19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: ... Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen,
21... und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.

Möge der Heilige Geist sein Werk in jedem einzelnen von uns und in der ganzen Gemeinschaft des Leibes Christi immer mehr wirken, so dass wir wirklich Licht und Salz sein können!

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.06.2017 13:35.

Pal

68, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Pal am 10.06.2017 10:13

burgen:
Drücken diese obigen Worte nicht sogar Zuversicht aus?

Ja, so ist es!
Nur wer dies "Sterben" kennt, kennt auch den Frieden, der über alle Vernunft geht. - mM

oder, um es zu versuchen mit einem Bibelvers auszudrücken:

Psa 119:67 Ehe ich gedemütigt ward, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.06.2017 10:33.

Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2541

Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 10.06.2017 09:04

HERR, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Gebote.

(Psalm 119, 64; Lutherbibel 2017)

Merciful

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9

von Burgen am 10.06.2017 08:53


Losung

Du bist ja der Herr!
Ich weiß von keinem Gut außer dir. / Psalm 16,2

Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist,
und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
/
Philipper 3, 13-14 

Apostelgeschichte 18, 1-11
Apostelgeschichte 7, 30-43

So gehen wir durch Gottes Machteinher in seiner Stärker, die uns bewahrt und fähig macht zu allem guten Werke,
dass wir in seiner Liebe ruhn und ihm zu Lob und Ehren von Herzen seinen Willen tun durch Christus Jesus, unserm Herren.
(BG: Christian Gregor)



 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?

von Burgen am 09.06.2017 23:07

Aus dem Büchlein : Worte Martin Luthers
zum Thema: Getroste Verzweiflung
zitiere ich
Nr 53

Gott richtet auf und stärkt niemand als allein die Betrübten, die sterben sollen und die in Verzweiflung sind.

Denn das Wort des Lebens und Heils gehört denen, die ìn Angst und Verzweiflung sind, welchen recht gesagt wird:

Du fürchtest dich, und dein Gewissen martert dich, der Teufel mit seinem Stachel und dazu das Fleisch plagen dich.

(Aber) sei getrost, Gott zürnt nicht mit dir.

(Genesis-Vorlesung, 1535-1545)

********************************************

Drücken diese obigen Worte nicht sogar Zuversicht aus?
In dem Sinne,
das alles , was immer ist, zu unserem Besten dient?

Gruß
Burgen



 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Burgen am 09.06.2017 22:44

Ihr Lieben,

das Büchlein von "Worte Martin Luthers" , Getroste Verzweiflung ist mir gestern in die Hände gefallen.

Daraus lese ich unter Vers 51: unter dem Gesichtspunkt:

Es ist ein Leben der Anfechtung und bleibt es

51 Wer ist ohne Anfechtung eine Stunde lang? Ich will schweigen von den Anfechtungen der Widerwärtigkeit, deren unzählig viele sind.

Ist doch auch das die gefährlichste Anfechtung, wenn keine Anfechtung da ist und alles wohl steht und zugeht, dass der Mensch dabei Gott nicht vergesse,

zu frei werde und die glückselige Zeit missbrauche.

Ja, hier müsste er zehnmal mehr Gottes Namen anrufen als in den Widerwärtigkeiten.

(Von den guten Werken, 1520)
********************************************

Passt dieser Absatz nicht auch sehr gut zu unserem Thema, aber auch zu anderen Themen, die wir schon mal umkreisten.

Martin L. gehörte sicherlich 'auch' zu uns?, den Christen.

Gruß
Burgen

 

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von nennmichdu am 09.06.2017 19:46

Hallo Merciful,


wenn ich deine letzten Beiträge lese, dann steht da viel "in" und "zwischen den Zeilen" , die Frust und Enttäuschung wiederspiegeln. Du fühlst dich angegriffen. Reagierst verletzt. Unterstellst nun mir, ich würde dir Gesetzlichkeit vorwerfen.

Ersteinmal sollten und müssten wir doch froh sein, wenn wir eine Reaktion auf unsere Glaubensvorstellungen erhalten.  Ein paar Tage zuvor wurden hier gleich zwei Beiträge von Cummunity-Mitgliedern gelöscht, nur weil sie eine heftige emotionale Reaktion auslösten. Warum können wir soetwas nicht mehr aushalten.. --

Sind wir nicht mehr in der Lage, hier  --- gelassen ... und geistlich .... --- freundlich dem anderen dann zu begegnen? Müssen wir uns verletzt fühlen - wenn wir denn das Leben und Verkörpern, was wir hier so groß an Glaubensdogmen verkünden?


Du schreibst:

Dieses Verhalten führt dazu, dass in den einzelnen Threads immer und immer wieder Menschen sich selbst groß zu machen versuchen, indem sie andere klein zu machen versuchen. Als ob es darum ginge, anderen zu beweisen, dass sie nichts wissen und nichts sind. Als ob es darum ginge, anderen nachzuweisen, dass sie keine richtigen Christen sind.


Das ist dein persönlicher Eindruck. Ich teile diesen jedoch nicht.
Entweder werden wir mit dem, was wir von anderen hören konform sein und gehen - so wie die Schafe Jesu auch nur auf die Stimme Jesu - ihres Hirten - hören werden und einem fremden Hirten nicht folgen werden -- oder es wird uns nicht wirklich berühren. Und wir fangen ans zu streiten, wenn wir unsere Überzeugung aber nun hochhalten möchten. Wobei eine gepflegte Diskussions und Streitkultur, wenn es um das Ringen von Erkenntnissen aus der Bibel geht, nicht verkehrt sein muss.

Aber unterstellen wir dem anderen doch nicht sofort böse Absichten. Als ob es darum gehen könnte, dem anderen irgendetwas abzusprechen. Entweder ich stehe im Glauben und habe Jesus, bin Kind Gottes - dann kann mir keiner das mehr nehmen. Oder ich bin kein Kind Gottes. Dann kann mir auch nichts abgesprochen werden. Höchstens mein vermeintlicher Glaube ein Kind Gottes zu sein. Aber das kann ja dann nur gut sein.

Auch wenn die Bibel davon schreibt, das es zu allen Zeiten immer wieder viele Verführer und Irrlehrer in der Gemeinde breit machen und gerade in der letzten Zeit vor Jesu Wiederkunft eine große Menge an Menschen die gesunde Lehre des Glaubens nicht mehr ertragen kann und sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken (frei nach Luthers Übersetzung....).



Worum geht es denn? Es geht darum, gemeinsam zu lernen


 "Lernen" am Vorbild tun wir. Und da sollen wir uns an unsere Lehrer halten. "Lehren" tut uns dann der heilige Geist selbst.

1Joh 2,27 Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand lehrt; sondern wie euch seine Salbung alles lehrt, so ist's wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibt in ihm.

In der Gemeinde geht es dann darum, sich mit seinen geistlichen Gaben und Talenten einzubringen, um sich gegenseitig zu bereichern. Um gegenseitig vom Glauben des anderen erbaut zu werden.

Etwas, was ich ehrlich gesagt oft in Gemeinden vermisse --- die hier mehr eine "von Vorne Veranstaltung" sind, oder etwas verkündigen, was sie selbst nicht verkörpern.



Dies setzt aber doch zunächst einmal voraus, dass man den anderen Menschen wertschätzt. Unter Christen bedeutet dies, dass man es dem anderen Menschen zugesteht, dass auch er ein Christ ist, für den Jesus starb.


Ob mich jemand liebt merke ich sofort. Wobei ich nicht darauf schaue, ob mir der andere nun Liebe entgegen bringt. Wir allein sind gefordert hier unseren nächsten zu lieben - und entweder wir lieben ihn ... dazu muss ich mich nicht anstrengen ... oder wir lieben ihn nicht. Wobei dann die Liebe auch wachsen kann und tut, wo sie praktiziert wird. 
Die Liebe ist dann - gerade Johannes betont das in seinen Briefen -- das Kennzeichen der Christen. Nicht die rein formal richtige Lehre.


Was mir dann inhaltlich einfach nur wichtig war heraus zu stellen, das all diese Liebe - die Gott uns ersteinmal schenken muss...als Frucht seines Geistes ---nicht aus unseren Bemühungen heraus produzierbar ist.

So, wie jede Frucht am Baum auch nicht sofort da ist...wenn ein Pflänzchen wächst....nachdem bei der Wiedergeburt der Same nun in die Erde gelangt ist und dann erstmal das Erdreich durchbrechen muss, damit überhaupt was von der neuen Pflanze zu sehen ist.


soweit und soviel für heute,
wünsche noch ein schönes Wochenende,
Thomas

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2541

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Merciful am 09.06.2017 18:31

nennmichdu schrieb: ... dann verstehe ich dies so, das dies ein einmaliger Akt Gottes ist ...

Wenn ein Mensch aus Gott geboren wird, so ist ein Anfang gemacht. Aber dann muss es doch weitergehen.

Ich kann doch nicht sagen, nun bin ich bekehrt, nun bin ich ein Kind Gottes, nun will ich automatisch immer genau das, was Gott will.

Bei mir ist das zumindest nicht so gewesen.

Nein, ich brauche das Wort, das Gebot, das ich lese, das mir Kraft gibt und das ich liebe.

Wenn mit der Bekehrung alles erledigt wäre, bräuchte es nicht die Mahnung, den alten Menschen abzulegen.

Wenn es so wäre, dann wäre auch folgender Vers der Bibel für uns nicht mehr gültig.

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen,
sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!

(Psalm 1, 1.2; Lutherbibel 2017)

Meines Erachtens widersprichst du der Aussage, die ich hier im Fettdruck hervorgehoben habe.

Zwar leben wir im Neuen Bund, aber dies ändert nichts daran, dass auch Christen Menschen sind, die mit und aus dem Wort leben.

nennmichdu zitierte: Du sollst das nicht anfassen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren ...

Dieser Vers des Hebräerbriefes betrifft mich nicht. Denn ich folge nicht menschlichen Satzungen, sondern den Geboten Gottes.

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.06.2017 19:49.
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