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Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 18.11.2015 22:36Deine Vorschriften sind der Bewunderung wert; darum bewahrt sie mein Herz.
Die Erklärung deiner Worte bringt Erleuchtung, den Unerfahrenen schenkt sie Einsicht.
Weit öffne ich meinen Mund und lechze nach deinen Geboten; denn nach ihnen hab' ich Verlangen.
Wende dich mir zu, sei mir gnädig, wie es denen gebührt, die deinen Namen lieben.
Festige meine Schritte, wie du es verheißen hast. Laß kein Unrecht über mich herrschen!
Erlöse mich aus der Gewalt der Menschen; dann will ich deine Befehle halten.
Laß dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, und lehre mich deine Gesetze!
Tränenbäche strömen aus meinen Augen, weil man dein Gesetz nicht befolgt.
(Psalm 119, 129-136; Einheitsübersetzung)
Merciful
Zoe
Gelöschter Benutzer
Re: Wer hat recht ?
von Zoe am 18.11.2015 22:26Hallo Frank,
eine harte Nuss! :)
Ich glaube, es ist nie der richtige Weg, sich auf theologische Diskussionen einzulassen und über diesen zu vergessen, dass wir zu einem Leben mit IHM berufen sind. Viel zu oft fangen wir an zu schwafeln und schwafeln und schwafeln und es kommt einfach nichts dabei raus.
Wir müssen anfangen, zu handeln. Denn wir sollen Täter des Wortes sein (Röm. 2,13). Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns mal verlaufen und Mist bauen. Denn wenn wir aus Angst vor Fehlern untätig bleiben, gleichen wir dem schlechten Knecht aus Jesu Gleichnis mit den Talenten (Mt. 25). Wir machen nichts!
Mein Liebling unter den Jüngern Jesu ist Petrus. Petrus wird zwar oft als Negativbeispiel verwendet aber zu Unrecht, wie ich finde. Petrus ist doch der Inbegriff eines jungen, eifrigen, leidenschaftlichen Christen. Er liebt Jesus über alles und folgt ihm, ohne zu zögern und gehorcht aufs Wort. In seiner Leidenschaft für seinen Herrn handelt er zwar häufig etwas vorschnell und unweise, ABER er handelt.
Als Jesus ihnen beispielsweise übers Wasser entgegen kam, war Petrus der Einzige, der sofort zu ihm über Bord sprang. Kurz darauf holten ihn zwar gesunder Menschenverstand und Zweifel ein, aber was solls? Er hat es zumindest gewagt.
Er wollte Jesus, mehr als alle anderen gefallen und wirkt daher manchmal etwas übereifrig. Darum, glaube ich, war er auch der Einzige, der wirklich erkannt hat, wer Jesus war
Mt. 16,15 Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?
16 Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.
Ja klar, später hat Petrus Jesus drei Mal verleugnet. Aus Angst. Durchaus verständlich. Aber in den Jahren danach, hat er diesen Fehltritt wieder gut gemacht und starb einen unerschrockenen Märtyrertod.
Also, zurück zu deiner Frage, Frank. Ich glaube, der, der nach bestem Wissen und Gewissen, versucht, seinen Willen zu ergründen und gemäß diesem zu Handeln, DER hat recht.
LG Zoe
Zoe
Gelöschter Benutzer
Re: Warum ich hier bin !
von Zoe am 18.11.2015 22:07Hallo Frank,
schön, dass du hier bist. Ich glaube auch, dass Gott von uns nicht "begeistert" ist. Nachdem, was Jesus am Kreuz von Golgotha vollbracht hat, ist er wohl schwer zu beeindrucken. ;)
Doch es ist möglich, ihm zu gefallen. Durch Glauben (Hebr. 11,6) und durch Demut (Jak. 4,6). Wenn wir nun gemäß unseres Glaubens in IHM bleiben und er in uns, wenn unser Leben wahrhaftig in Christus verborgen ist, dann werden wir auch seinen Willen tun (wollen). Der gottesfürchtige Lebensstil auf dem schmalen Pfad, setzt also eine bewusste Fokussierung auf IHN voraus. Wir müssen uns täglich neu nach IHM ausrichten. Immer wieder unser Herz prüfen, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind und uns selbst Fehltritte eingestehen und sofort umkehren, falls nicht. Wer demütig ist und ein bußfertiges Herz hat, dem gegenüber ist er treu und gerecht und vergibt ihm die Sünden und reinigt ihn von aller Ungerechtigkeit (1. Joh. 1,9).
LG
Zoe
Re: Wortkette(1)..Winter..und alles was zu dieser zeit dazugehört, und nur dazu!
von zuversicht am 18.11.2015 21:17Hirten
Kleiner
Gelöschter Benutzer
Re: Warum ich hier bin !
von Kleiner am 18.11.2015 21:14Hallo Osmin
Deine Art ist sehr direkt . Ich kenne die Schrift , aber sie zu erfahren ist eine ganz andere Sache . Gott ist von uns nicht begeistert , und je mehr ich das sehe was er mir zeigt , um so mehr erkenne ich den Unterschied zwischen Gott und uns . Wenn ich mich selbst als gut ansehen würde , würde ich versuchen mein Leben zu leben . So bin ich eher dazu geneigt , das er mein Leben lebt . Du scheinst die Bibel gut zu kennen , also werden Dir dazu auch die entsprechenden Verse einfallen . Die Theorie in die Praxis umzusetzen - Wissen muß zu Glauben werden , also Werken .
Gott hat durch Gebet Einfluß auf die äußere Welt , auch auf den inneren Menschen , aber das wichtigste ist , daß wir unseren freien Willen IHM geben .
Gefährlich ist , mehr einzufordern z. B. im Gebet , als Gott geben will . Warum ? Weil ich dadurch selbst zu Gott werde , und ihn früher oder später ausklinke .
Alles ist möglich dem der da glaubt ...... Da scheiden sich die Geister , weil man Gefahr läuft , einfach nur den ersten Teil des Verses "zu lesen" .
Wenn Gott nicht der Initiator meines Glaubens ist , übertrete ich meine Befugnisse und handle auf meine eigene Verantwortung . Man kann es auch als Zielverfehlung bezeichnen .
Ich hoffe auf ein fruchtbares Gespräch .
Frank
Re: Warum ich hier bin !
von zuversicht am 18.11.2015 21:00Hallo Frank,
herzlich willkommen hier im Forum.
Siehe dich hier erstmals in Ruhe um und stelle deine Fragen.
Ich denke mir, wenn du auch dranbleiben möchtest, dann erreichst du auch mal den 2000er .
Doch es geht nur Schritt für Schritt ;)
Sei herzlichst gegrüßt von
zuversicht
Re: persönlich vs. unpersönlich
von christ90 am 18.11.2015 20:28Ich nehme an, du meinst: weil sie es eben nicht sind.
Die Frage, auf die das ganze letztlich hinausläuft ist: Kann oder will er es nicht sein (böse, lieblos, unvollkommen). Ich denke, man kann sagen, dass bei Gott können und wollen eins sind. Er ist per Definition vollkommen, da er in seinem Sein Vollkommenheit definiert und sich nicht erst für diese entscheiden muss. Das hieße ja, dass Vollkommenheit etwas wäre, das außerhalb Gottes existierte, etwas, dass er selbst erstreben/für das er sich entscheiden müsse um überhaupt erst Gott sein zu können - was ja nicht sein kann. Gott ist einzig sich selbst verpflichtet. Er allein ist der Maßstab für Vollkommenheit. Ohne Gott keine Vollkommenheit. Egal was er tut, es wird immer vollkommen sein. Und dennoch kann, ja muss man m. E. sagen, dass Gott sich dennoch bewusst dazu entscheidet, so zu sein, wie er ist, so zu agieren, wie er agiert, er fortwährend bestrebt ist, sein eigens erdachtes Ideal zu erfüllen; welches er jedoch nicht erfüllen muss, (wer sollte ihn auch dazu zwingen?) sondern es freiwillig tut; womit der in meinem vorherigen Post angedeutete Widerspruch gelöst wäre.
Der Grund, weshalb ich die Frage aufwarf, ob Gott ein selbstreflektiertes Wesen sei, liegt schlicht darin, dass es sich bei Selbstreflexion doch um ein wesentliches Kriterium von Persönlichkeit, auch eine Bedingung von Freiheit, handelt. Fällt nun dieses ganze „Innenleben" weg, so stellt sich die Frage inwiefern uns Gott dann noch als Persönlichkeit erscheint. Ein Gott, der lieben muss, gleichsam automatisch, ohne sich dafür, vermittelst Selbstreflexion zu entscheiden, erscheint mir persönlich nicht mehr als eine Person, eher als eine, wenn auch uns offensichtlich wohlgesonnene, höhere Macht. Daher würde ich deinen zweiten Satz so nicht unterstreichen.
So, jetzt erstmal ne kleine Denkpause...


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