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Re: Sind die 613 Gebote böse?
von Cleopatra am 27.03.2024 07:49Guten Morgen stella,
mir scheint, als hättest du einiges aus dem alten testament nicht verstanden, vielleicht ist es dir deshalb so suspekt? Es macht wirklich Sinn, sich alles genau anzusehen und zu verstehen.
Wenn ich sowas von dir lese:
dann hört es sich für mich so an, als wolle Jesus in deinen Augen etwas berichtigen, was sein Vater, Gott, selbst aufgetragen hatte.
Dem ist aber nicht so der Fall.
Sünde ist mega mega doof!
Und Sünde muss nunmal getilgt werden.
Die Vergebung später durch Jesus ist ja nur möglich, weil Jesus sich als Sündopfer hingegeben hat.
Bevor Jesus dies tat, waren die anderen Dinge nunmal nötig.
Und nicht nur das- es war vor allem auch nötig, wass verstanden wird, wie ätzend Sünde ist. Das es keine Kleinigkeit, keine Lapalie ist.
Erstmal dies wirklich zu verstehen ist ganz wichtig.
Umso größer wird dann Jesu Kreuzigung aus Liebe zu uns.
Nun sind wir in der Lage, zu vergeben, gnädig zu sein. Nun sind wir auch dazu aufgefordert- weil die Sünde eben Jesus selbst getilgt hat.
Deshalb sollten wir auf keinen Fall heute mit damals vergleichen.
Ich würde sogar behaupten, dass die Menschen damals weniger gesündigt haben als heute, weil uns heute vieles nicht mehr so schlimm vorkommt, so nach dem Motto "dann bete ich eben mal ein Bußgebet und alles ist wieder gut".
Damals kostete so eine Sünde ein teures, leckeres, teils hungerstillendes Opfertier, welches man mit Mühe lange großgezogen hatte.
Liebe Grüße, Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Sind die 613 Gebote böse?
von pausenclown am 27.03.2024 07:05Hallo.
Etwas jüdische Theologie…
Shalom Pausenclown
Re: Sind die 613 Gebote böse?
von stella55 am 27.03.2024 07:03Hallo Burgen
Das Alte Testament birgt viele sehr weise lehrreiche Psalmen, Sprüche, Geschichten von starken Frauen, Rut/Ester, aber auch mehrheitlich Kriegsgeschehen. Da es sich dort um die Geschichte des Volkes Israel handelt und NICHT um den Anfang und die Entwicklung des durch Jesus Christus, Sohn Gottes dem himmlisschen Vater aller Menschen gegründeten Christentum.
Die Wurzeln der Beginn des Christentums beginnt mit dem Auftauchen Jesus Christus am Jordan, bei Johannes dem Täufer, also in den Evangelien des NT
Dort, am Jordan nahm Jesus sein Kreuz auf sich und lehrte, (trotz wiederkehrenden Bedrohungen, Verfolgungen seitens buchstabenfixierten AT-Gesetzeslehrern und wissen, dass man ihn aufgrund seiner Lehren/Wunderwirken Kreuzigen wird, Gott ihn aber nach 3 Tagen auferweckt)was ihm Gott, sein himmlischer Vater mit auf den Weg gab um aufzuzeigen, duch was für Verhalten, das Evangelium Reich Gottes aufgerichtet werden kann.
Sicher darfst Du das. Ich bin seit Geburt in der evang.reformierten Kirche beheimatet und bezüglich Glaubensüberzeugung auch sehr mit dem Bund für (konzildogmen-) Freies Christentum verbunden, nicht aber aktives Mitglied.
Ich vertraue vollkommen auf die Gottes- Verhaltens- und Vergebungslehren Jesus Christus, und habe ihm vor zig Jahren die Führung meines Lebens anvertraut. Jesus ist der Weg die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch Gottes Sohn Jesus.
https://www.bund-freies-christentum.de/Unsere-Grundsaetze/
lg Stella, es ist doch eigentlich egal, ob katholisch, evangelisch, reformiert oder Freikirchengemeinden....Die Wurzel christlichen Glaubens beginnt bei Jesus Christus und wurde durch teils konzilisch abgesegneten der Christenheit aufdoktrinierten "Glaubensdogmen" in eine andere Richtung als die gottseits Vorgesehene gelenkt.
Re: Sind die 613 Gebote böse?
von pausenclown am 27.03.2024 06:52Hallo Stella.
Bevor Jesus kam, da galten die 613 Gesetzesvorschriften so Einzuhalte wie sie standen.
Das behauptest du, meine bitte Belege das mal. Das ist deine Meinung aber kein Fakt.
Wie gesagt unsere Geschichte wiederspricht deiner Meinung. Natürlich kannst du es als Christ besser wissen wie wir Juden.
Auge um Auge....
Das ist die Überschrift wie man mit dem Thema Wiedergutmachung umgeht.
Denkst du wirklich das ein Jude das wörtlich gemacht hat?
Auch da, bitte Belege es.
Stella, du hast viele Vorurteile über uns Juden, willst du an Vorurteilen Festhalten oder von Juden lernen?
LG
Re: Sind die 613 Gebote böse?
von stella55 am 27.03.2024 06:28Hallo Pausenclown
Die Worte von Rabbi Hillel hier sind mit denjenigen von unserm Herrn Jesus -bezüglich künftigen Gültigkeit der Gesetze und Prophete- identisch, wo er sagt:
Mt 7,12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.
Bei der Goldenen Regel aller Weltreligionen ist ja bezüglich Judentum keine Aussage des Mose sondern diejenige von Rabbi Hillel aus dem Talmud (Shabbath 31 a)
Bevor Jesus kam, da galten die 613 Gesetzesvorschriften so Einzuhalte wie sie standen. Darunter war schon auch jenes, du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst. Dort steht aber auch man soll keine Rache üben.
3Mo 19,18 Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.
3 Mo 24,19 Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat, 20 Schaden um Schaden, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einen Menschen verletzt hat, so soll man ihm auch tun.
Solcherlei Widerspruch ist Jesus Christus beim Schriftenstudium offenbar aufgefallen. Wohl darum lehrte er seine Nachfolger, solches zu unterlassen. Mt 5,38
Wie ja auch Paulus, Jakobus und Petrus wohl diesbezüglich? rieten, Böses NICHT mit Bösem zu vergelten.
1Thess 5,15 Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach, füreinander und für jedermann.
1Petr 3,9 Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.
Auge um Auge wurde dann ja im Judentum auch nicht mehr so wortwörtlich gelehrt. Doch da Jesus davon abriet, kann es ja sein, dass buchstabenfixierte AT-Gesetzeslehrer auf Umsetzung bestanden hätten. Sie bürdeten ja dem Volks schwere Lasten auf die sie selber nicht zu tragen bereit waren.
lg Stella
Re: Sind die 613 Gebote böse?
von Burgen am 26.03.2024 14:19
Hallöchen,
untenstehendes Zitat passt ja gerade genau in den derzeitigen Austausch, den wir hier gerade zu Gnade, Gesetz, AT und NT-Verständnis bedenken ...
»Die alttestamentlich-spätjüdischen Speisevorschriften sind für Markus völlig absurd … die gesamte kultisch-rituelle Gesetzgebung wird für ungültig erklärt … Die gesamte Kulttora des Alten Testaments mitsamt der pharisäischen Gesetzesauslegung hat für Markus keine theologische Bedeutung vor Gott und ist auch nicht Offenbarung des Willens Gottes …
Der Wille Gottes ist allein in den Geboten offenbar geworden, die vom Menschen die Mitmenschlichkeit fordern, nichts anderes also als Nächstenliebe …«. Wolfgang Kraus u. a., Hrsg., Das Neue Testament jüdisch erklärt: in der Diskussion (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 2023).
Solche Sätze und Untersuchungen finden natürlich innerhalb einer Predigtreihe vermutlich nicht statt. Ist jedoch interessant.
In der Tageslese der Losung steht sogar, dass Markus, der nicht namentlich genannt wird, nur einen Kittel - denke wie einen Schlafkittel, Nachthemd trägt damals. Als man ihn festhalten wollte, lief er schnell nackend davon als Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung war.
LG
Burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Sind die 613 Gebote böse?
von pausenclown am 26.03.2024 13:54Hallo.
Worin unterscheidet sich das ,” von liebe geprägte christliche verhalten”, von einem jüdischen?
Re: Sind die 613 Gebote böse?
von Burgen am 26.03.2024 13:54
Ja, stella, mich wundert auch, dass du und sehr viele andere unser Wurzelbuch ablehnst.
Das kann sehr leicht in falsche Glaubensrichtungen führen.
Darf ich fragen aus welcher Glaubensüberzeugungsgruppe du kommst, bzw, zuhause bist?
Das frage ich nur, um dich besser verstehen zu können, nicht um einen Streit vom Zaun zu brechen.
LG
Burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Sind die 613 Gebote böse?
von pausenclown am 26.03.2024 13:48Hallo Stella
Woher nimmst das, dass Juden damals 1:1 das Gesetz umgesetzt haben?
Mein Rabbi hätte dir widersprochen.
Das leidige Thema Steinigung, schau doch mal in Quelle, wie oft es überhaupt zur Steinigung gekommen ist?
Bestimmt findest du auch den Wettstreit unserer Väter, wer und warum am wenigsten gesteinigt hätte.
Falls du es nicht findest, kann ich es Posten.
LG
Das Neue Testament - jüdisch erklärt
von Burgen am 26.03.2024 13:41
und - ... in der Diskussion
sowie ebook und digital. Also drei Formate.
Über dieses Buch: Aus jüdischer Sicht kommentiertes NT mit vielen vertiefenden Zusatztexten Einzigartiges Gemeinschaftswerk von über 80 jüdischen Gelehrten
Unverzichtbar für den qualifizierten christlich-jüdischen Dialog
Erschienen im Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" 2021
Das Buch ist in einzigartiger Weise geeignet, die Verankerung der christlichen Verkündigung in ihrer jüdischen Umwelt und die bleibende Beziehung des christlichen Glaubens zum Judentum aufzuzeigen.
Im ersten Teil ist die aktuelle Lutherübersetzung zusammen mit Kommentaren aus jüdischer Sicht zu jedem einzelnen Bibelabschnitt wiedergegeben. Hinzu kommen 85 thematische Infoboxen, in denen einzelne Fragestellungen vertieft werden.
Informative Bucheinleitungen runden diesen Teil ab.
Der zweite Teil bietet mehr als 50 Aufsätze zu Themen, ohne deren Kenntnis der Zusammenhang zwischen dem Neuen Testament und seinem jüdischen Kontext unverständlich bleibt.
Auch die besondere Situation in Deutschland und Europa wird in den Blick genommen.
Die über 80 Autorinnen und Autoren sind international renommierte jüdische Gelehrte.
Die amerikanische Originalausgabe wurde von Amy-Jill Levine (Vanderbilt University, Nashville, USA) und Marc Zvi Brettler (Duke University, Durham, USA) herausgegeben.
Herausgeber der deutschen Ausgabe sind Wolfgang Kraus (Universität des Saarlandes), Michael Tilly (Universität Tübingen) und Axel Töllner (Institut für Christlich-Jüdische Studien und Beziehungen, Neuendettelsau).
Das Buch setzt keine theologischen Fachkenntnisse voraus.
Und dann gibt es noch die Ergänzung : Das Neue Testament - in der Diskussion.
Leseproben zu beiden Büchern: shop.die-bibel.de
19 Seiten Leseprobe gibt einen guten Einblick in die Bibel und Geschichte. Diese Seiten sind ausdruckbar.
Meine beiden Bücher sind in meiner Bibliothek in de.logos.com eingebunden und gekauft.
Bin schon sehr gespannt, wohin die für mich neuen Einsichten und Erkenntnisse pro Klick hinführen werden.
LG
Burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)


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