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geli
Gelöschter Benutzer
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von geli am 16.11.2020 20:35Ja, ich denke schon dass das passt

Das, was BibleDictionary schrieb, klingt sehr einleuchtend - aber ich denke auch daran, dass Jesus ja sagte: "Ich bin das Licht der Welt". Er ist das Licht, und im Zusammenhang damit denke ich an Off. 21,23:
"Und die stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Und die Völker werden in ihrem Licht wandeln..."
Also hier ist auch "Licht", es ist hell - ohne dass es eine Sonne oder sonstige Gestirne gibt. Und es gibt dann auch keine Nacht mehr, es ist immer nur hell.
Ich denke hier daran, dass auf der neuen Erde, die Gott schaffen wird, nichts Böses mehr existiert. Deshalb gibt es keine Nacht mehr.
In unserer jetztigen Weltzeit gibt es noch Beides nebeneinander: Licht und Finsternis, Gutes und Böses.
Denn Gott will ja auch immer in seiner sichtbaren Schöpfung Zusammenhänge zeigen, die auch in der unsichtbaren Welt Geltung haben.
Gerade stelle ich mir auch den Raum vor, in dem die Bundeslade stand: Das Allerheiligste. Da waren keine Fenster oder so etwas, durch die man Licht hineinbringen könnte. Aber ich glaube, dass der Raum dennoch hell war, weil Gottes Gegenwart, seine "Schechina", dort anwensend war. Und wenn ich versuche, mir diesen Raum vorzustellen, spüre ich eine Art von Stille, die es hier auf dieser Erde nicht gibt, und die ich auch nicht mit Worten beschreiben kann.
Licht und Stille - für mich das Zeichen seiner Gegenwart...
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von BibleDictionary am 16.11.2020 18:59Hallo, geli!
Der vermeintliche Gegensatz von 1. Mose 1,3.14, über den sich schon viele Bibelleser den Kopf zerbrochen haben, ist vom hebräischen Grundtext her ganz einfach aufzulösen. Weder muss man annehmen, dass das Licht in Vers 3 auf mysteriöse Weise den Tag ausmachte, ohne die Sonne dafür zu benötigen, noch ist es notwendig anzunehmen, die Sonne sei erst am vierten Tag erschaffen worden. Die Sonne wurde mit allen anderen Himmelskörpern am ersten Tag erschaffen. Das Licht kam von der Sonne. Der Sachverhalt ist folgender:
Das Licht, von dem in 1. Mose 1,3-5 berichtet wird, stammte von der Sonne. In Vers 14 wird nicht von einem ursprünglichen Schöpfungsakt berichtet – für einen solchen verwendet der hebräische Bibeltext das Wort BĀ·RĀ, das z. B. in Vers 1 (der Himmel und die Erde), in den Versen 20 und 21 (tierisches Leben) sowie in den Versen 26 und 27 (menschliches Leben) gebraucht wird. Das Wort, das in Vers 16 benutzt wird ('Ā·ŚĀH, meist mit »machte« wiedergegeben), bedeutet, dass etwas in Erscheinung tritt oder sichtbar wird, was (vom Standpunkt eines irdischen Beobachters aus) vorher zwar vorhanden, aber verborgen oder nur unklar zu sehen war bzw. gewesen wäre, wenn es einen irdischen Beobachter gegeben hätte. (Besonders kommunikative Übersetzungen haben hier »schuf« für 'Ā·ŚĀH, was sachlich nicht korrekt ist).
Dementsprechend ist das Wort für »Licht« in Vers 3 ein anderes als in Vers 14: In Vers 3 wird das Wort 'Ō·WR gebraucht, das Licht im allgemeinen Sinne meint, wohingegen sich das Wort MĀ·'Ō·WR in Vers 14 auf die Quelle des Lichts bezieht, die am »vierten Tag« in der Atmosphäre sichtbar wurde. Möglicherweise verstreuten die Dämpfe über der Erdoberfläche das Licht so, dass die Lichtquelle vom irdischen Standpunkt aus nicht hätte gesehen werden können, weil am »zweiten Tag« Wassermassen in die Atmosphäre gehoben wurden, sodass eine Art Wasserdampfgewölbe entstand, das die Erde umgab und für einen Treibhauseffekt sorgte, sodass überall auf der Erde ein relativ einheitliches Klima herrschte. Als diese Dämpfe nicht mehr direkt über dem Erdboden waren, sondern sich ganz oben in der Atsmophäre verteilt hatten, da wurden dann (am vierten Tag) die Himmelskörper von der Erde aus sichtbar. An diesem Tag wies Gott diesen Himmelskörpern hinsichtlich der Erde dann auch ihre Bestimmung zu. Das Wasserdampfgewölbe regnete übrigens ab, als die Sintflut über die Erde hereinbrach. Seither kennzeichnen »Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter« (1. Mose 8,22) kontinuierlich die Jahreszeiten auf der Erde.
Es ist nicht immer so geheimnisvoll, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
Liebe Grüße
Christian 
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von pray am 16.11.2020 17:57
Liebe Geli,
ich weiß nicht, ob das dazu passt, aber mir fiel bei diesem Schöpfungstag die Stelle ein, in der es heißt, dass Gott in einem Licht wohnt zu dem niemand kommen kann (1. Tim. 6,16), kann vielleicht dieses Licht gemeint sein?
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von geli am 16.11.2020 12:23Gerade habe ich den Schöpfungsbericht nochmal gelesen.
Ja, die Gestirne wurden erst am 4. Tag erschaffen - aber gleich am ersten Tag steht da: "...die Erde war wüst und leer... Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis, und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag." - 1. Mose 1,3
Bevor die Gestirne erschaffen wurde, gab es also schon Tag und Nacht - hell und dunkel.
Eigentlich wären die Gestirne gar nicht unbedingt nötig gewesen - Licht war ja schon da. Aber Gott sagte dazu: "Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht (die Sonne sollte den Tag "regieren", der Mond und die Sterne die Nacht) und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre." - 1. Mose 1,14
Mir scheinen die Gestirne also nicht dazu zu dienen, Licht und Finsternis zu erschaffen - das gab es ja schon. Sondern die Gestirne sollten den Menschen Orientierung über die Zeit geben, über "Zeiten, Tage und Jahre". Und sie sollten uns Zeichen geben - vielleicht eine Vorhersage über den "Stern", der die Weisen aus dem Morgenland zum Geburtsort Jesu führen sollte?
Nun ist aber die Schöpfung gerade sichtbar - ein wunderbares "Bild", das Gott für uns gemalt hat.
Dazu sagt Paulus etwas sehr Interessantes:
"Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart.
Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt., so dass sie keine Entschuldigung haben." - Rö. 1,19
Gerade aus dem sichtbaren "Bild" der Schöpfung soll erkannt werden, wer Gott ist.Natürlich stimmt es, dass wir uns kein Bild machen sollen - es geht darum, dass wir uns kein eigenes Bild von Gott zurechtlegen sollen.
Er selbst allerdings hat uns ein sichtbares "Bild" gegeben, durch das wir ihn erkennen sollten, wie er ist: Nämlich als "unsichtbares Wesen mit ewiger Kraft und als ewige Gottheit".
Re: Gottes neue Welt
von Merciful am 16.11.2020 10:29Na ja, entweder geht man davon aus, dass die Bibel vollumfänglich Gottes Wort ist, oder man geht nicht davon aus.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Tageslesung (11) Ich will des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht -- Ps 59,7
von Burgen am 16.11.2020 08:42
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR. __ 3.Mose 19,18
Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergesst nicht;
denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. __ Hebräer 13,1-2
Kl: Matthäus 7,21-27 (28-29)
Bl: Klagelieder 1,1-22
Ein freundlicher Blick für alle, die suchen,
die gebende Hand für Menschen in Not,
ein liebendes Herz für Menschen, die fremd sind,
so öffnen sich Türen, das Leben beginnt. __ (Bea Nyga)
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von Cleopatra am 16.11.2020 07:45Das es in der Realität dann exakt genau so war, ist weder von Nöten noch wird darauf ein Anspruch erhoben.
Nein, den ersten Satz kann ich so nicht bestätigen.
Dass man etwas erlebt und daraus auch geistliche Rückschlüsse ziehen kann, das ist garnicht so außergewöhnlich.
Oder die Pflanzen- das Meer mit den ganzen Salzpartikeln, der Bach, in dem nur eine bestimmte Tierart überleben kann, ein See, in dem nur eine bestimmte Pflanze das Wasser wieder genießbar und ungiftig macht, so dass die Tiere dort es trinken können und und und!
Und das hat Gott mal eben Schwupdiwup gemacht- das ist genial, das ist groß, das ist unglaublich!
Und wir dürfen Gott ehren, indem wir ihm unsere Begeisterung dazu nennen!
Erstens: Wir sollen uns keine Bilder von Gott und den Engeln machen. Nicht irgendwelche Bilder sind verboten.
SIe sahen vermutlich nur ganz anders aus!
Demnach ist sowas doch kein Argument, wieso die Bibel hier nicht wörtlich zu nehmen ist!
Aber es ist auch einfach Allgemeinbildung.
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von Burgen am 15.11.2020 22:54Hallo Jonas,
wo hast du das in der Heiligen Schrift gelesen?
Ich lese, aus dem Schöpfungsbericht her (Genesis), dass der Tod von Gottes Seite ursprünglich gar nicht vorgesehen ist.
Es ist seit dem Sündenfall und seiner Konsequenzen lauter Gnade, dass der Mensch heute nicht mehr 950 Jahre oder älter werden kann. Denn der Mensch ist für die Ewigkeit mit Gott bestimmt.
Und daher ist die Lösung von Gott her gesehen für den Menschen, dass sein Geist in uns lebt, wenn wir Jesus Christus, Heiliger Geist in uns gegenwärtig sind.
Ich glaube, dass es ein Fakt ist, dass unser geistliches Leben verbunden ist mit dem Leben in Jesus Christus. Unser menschlicher Geist und unser Gottesgeist in uns sind miteinander so verquickt, dass wir nur aus Glauben heraus (ohne Gefühl) mit IHM leben können.
weiß im Moment nicht, wie anders auszudrücken ist.
Gottes Geist spricht ja aufgrund der Beziehung mit uns, sehr direkt tatsächlich in uns hinein. Er leitet uns auch dadurch, dass plötzlich die Antwort kommt, indem sein Wort in uns spricht.
ZB letztens hat er zu mir gesprochen: Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet ist, soll es gelingen dir zu schaden. Es war echt arbeit nachzuschauen, wo ich dieses Bibelwort in der Bibel finden kann. Nämlich Jesaja 54,17
Ich war sehr erstaunt und sehr getröstet. Gesucht hatte ich nämlich nicht.
Grüße Burga
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?
von geli am 15.11.2020 21:38Ja, das ist die Frage - kommt das Gericht "einfach nur" als Ernte der Saat des Menschen, oder ist es Gott, der die Strafe anordnet?
Im AT lesen wir auf jeden Fall sehr oft, das es Gott ist, der das Gericht herbeiführt - oft dadurch, dass er feindliche Mächte aus Nachbarländern, wie z.B. Babylonien, gebraucht, um Israel zu richten.
Nur einige Beispiele:
"So will ich heimsuchen an ihr die Tage der Baale, ... - Hos. 3,15
"Mein Auge soll ohne Mitleid auf dich blicken, und ich will nicht gnädig sein, sondern ich will dir geben, wie du verdient hast, und deine Greuel sollen über dich kommen, dass ihr erfahrt, dass ich der Herr bin." - Hes. 7,4
"Darum, so wahr ich lebe, spricht Gott der Herr: weil du mein Heiligtum mit all deinen Götzen und Greueln unrein gemacht hast, will auch ich dich zerschlagen, und mein Auge soll ohne Mitleid auf dich blicken, und ich will nicht gnädig sein" - Hes. 5,11
Auch wenn Gott nicht "extra Hand" an die Menschen legt - er ist es jedoch, der feindliche Mächte aus anderen Ländern ruft und ihnen die Befugnis gibt, das Land Israel zu zerstören und die Menschen in die Verbannung zu schicken, weil sie seinen Warnungen nicht Folge leisteten.
Re: Gemütliches Café
von Cosima am 15.11.2020 20:35
In ein gemütliches Café kann man zur Zeit nicht gehen, aber hier dürfen wir uns treffen....
Unser Café ist geöffnet - und wir brauchen keinen Mund-Nasen-Schutz und müssen nicht auf den Abstand achten.
Ich trinke gerne einen Cappuccino, allerdings ohne Coffein, mit viel Milch und Zucker... das schmeckt mir.
Wenn wir zu zweit an einem kleinen Tisch sitzen... was erzählt man sich da?
Ihr habt fast alle Tiere, die euch beschäftigen und viel Freude machen, davon berichtet man gern gegenseitig.
Ja, so habe ich das auch erlebt, ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen – mit vielen unterschiedlichen Tieren
damals noch: Kühe, Ochsen, Ziegen, Schweine, Gänse, Hühner, Hasen, Hunde, Katzen – und die Schwalben nicht
zu vergessen, die ich jedes Frühjahr begrüßt habe, wenn sie wieder aus dem Süden zu uns kamen und ich sie
beobachtet habe, wie sie ihre Nester bauten, Eier legten, die Jungen ausbrüteten und jedesmal habe ich mich
gefreut, wenn ich sie sah, wie sie endlich die kleinen Schnäbel über die Nester streckten, um nach Futter
zu verlangen.
Meine Kinder hatten Wellensittiche, Hasen, Meerschweinchen, Hamster, Schildkröten, und dann
wollten sie noch einen Hund...aber mein Mann und ich, wir fanden, dass der Zoo schon zu voll war.
Dann haben sie einer Erzieherin im Kindergarten von ihrem Wunschtraum erzählt....
Eines Tages kam sie mit so einem kleinen „Wollknäuel", eingehüllt in eine Decke, zu uns:
„Darf ich euch den schenken?"
Konnten wir da „nein" sagen? Das kleine Wollknäuel wurde „Knuddel" genannt und war dann für 15 Jahre
unser siebtes „Kind".
Da war das "süße Knäuel Knuddel" schon ein
älterer Hunde-Herr, aber immer noch heiß geliebt von der ganzen Familie.
Ja, das sind meine Erlebnisse, die ich auch gerne erzähle und über die ich auch schon Geschichten
geschrieben habe....
Aber jetzt wird der Cappuccino kalt... bis zum nächsten Café-Besuch... liebe Grüße von Cosima.
Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB

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