Rettungsschiff MS Jesus.

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nusskeks

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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von nusskeks am 07.07.2025 10:17

Hallo pausenclown,

ich ordne Dich nirgendwo ein. Das hat der Ewige bereits getan und ich kann ihn davon nicht abhalten. Du übrigens auch nicht.

Wie Du Dich nennst ist auch Wurscht. Eine Einordnung hilft lediglich beim täglichen Umgang miteinander. Ist jemand in Christus oder nicht, darauf kommt es an. Ich könnte mich mit Fug und Recht Israelit, Sohn Abrahams, Erbe Abrahams oder Jude nennen, da ich laut Bibel so genannt werde und es laut Heiliger Schrift einige Wahrheiten transportiert, die der Ewige in der Heilsgeschichte so eingerichtet hat. Ich nenne mich jedoch nicht so, damit ich keine Verwirrung stifte.

Wenn jemand von Christen redet und es so formuliert, dass er sich selbst ausschließt, obwohl er selber Christ ist, stiftet das lediglich Verwirrung. Hilft niemanden. Entweder Jesus ist Dein Messias, dann gehörst Du ihm und zu ihm, oder eben nicht. Da gibt es in der Identität keinen Unterschied zu den anderen Menschen, die in Christus sind. Man kann da künstlich einen Unterscheid aufbauen in dem man auf seine biologische oder kulturelle Herkunft pocht, aber damit ist niemandem geholfen. Paulus von Tarsus war in dem Punkt sehr deutlich. In Christus spielt Herkunft und Geschlecht keine Rolle.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man von messianischen Juden nicht viel lernen könnte. Sehr viel sogar. Gerade das hebräische Umfeld wurde und wird in der Bibelauslegung immer noch sehr unterschätzt. Das bleibt also völlig unbenommen und kann kann nur jedem Jesusnachfolger empfehlen sich intensiv damit zu befassen.

gruß
nk

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pausenclown

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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von pausenclown am 07.07.2025 09:57

Hallo Nusskeks.

Natürlich darfst du mich einordnen, wo du willst, es steht dir völlig frei. Ob Christ, kein Christ usw.. Jude, messianischer Jude usw.
Oder was auch immer. Ich muss es ja nicht lesen.
Natürlich ist es nicht relevant, was ich dazu denke oder wozu ich mich zähle.
LG 

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nusskeks

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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von nusskeks am 07.07.2025 09:19

pausenclown: Ich persönlich habe mit Christen kein Problem.

Wäre ja auch seltsam, da Du selber einer bist. Wobei man natürlich auch Probleme mit sich selber haben kann.

gruß
nk

Hoditai, Mensch des Weges 
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Beroeer

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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von Beroeer am 07.07.2025 09:16

Hallo Pausenclown,

 

grundsätzlich liegt es überhaupt nicht in meiner Absicht,
Dich anzugreifen oder Juden zu diffamieren.

Im Gegenteil - ich schätze Deine Beiträge.

Du behauptest mal einfach, wir Juden hassen die Samariter und dass ein Jude mit einer Frau spricht, grenzt an ein Wunder? Soll ich dich jetzt fragen, woher weißt du das? Wo sind die Quellen usw.
Meine Gedanken bezogen sich auf die Vergangenheit und
nicht auf heute lebende Juden und auf Dich schon gar nicht.

Meine Wortwahl "die Juden im Allgemeinen" ist tatsächlich
zu pauschal, was nicht korrekt ist - sorry.
Aber sicher gab es damals eine mehr oder weniger verbreitete,
negative, z.T. feindselige Haltung gegenüber den Samaritanern,
von Ausnahmen einmal abgesehen.

Dies kann man sowohl aus der Bibel selbst folgern, als auch
anderen Quellen entnehmen.

Ich könnte das sicher nachliefern.

Andererseits würde das bei Dir vielleicht den Eindruck erwecken,
dass ich Dir etwas aufdrängen möchte, was nicht der Fall ist.

LG
Beroeer

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Burgen

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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von Burgen am 07.07.2025 08:51



Danke pausenclown,  

ja, Nachfolge Jesu will 'gelebt' und ausgelebt werden. Sonst gibt es "Verstopfung". 

Paulus spricht, besonders auch im Römerbrief davon, ebenfalls das Sprüche - sowie das Psalmenbuch. 

Aber auch die Bibel in seiner Gesamtheit. Jeden neuen Tag neu. 



burgen 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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pausenclown

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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von pausenclown am 07.07.2025 08:22

Hallo.

Vermutlich wiederhole ich mich etwas.
Ich persönlich habe mit Christen kein Problem.
Mich persönlich kann man mit Bibelwissen nicht wirklich beeindrucken.

Von mir aus kannst du die Bibel auswendig, von mir aus auf Hebräisch, Griechisch und Latein, mich interessiert eher wie du lebst.
Wie gehst du mit deinem nächsten um, lebst du das im Alltag, was du glaubst.
Leider lässt sich aus dem Rettungsschiff MS Jesus, ein Kriegsschiff umbauen.
Aus meinem persönlichen Erleben etwas erzählt.

Kennt ihr auch solche Sätze: Nicht ich sage, sondern die Bibel sagt.
Du verstehst die Bibel falsch.
Oder krampfhaft wird mein Leben mit der Bibel eingeordnet.
Ab und an entpuppen sich Fragen an mich und uns Judentum als ein Hebel, um nicht Informationen zu bekommen, sondern, seine Sicht der Dinge, bzw. die richtige Bibelauslegung an den Mann zu bringen, natürlich ungefragt.

Bestimmt hat jeder hier ähnliche Erfahrungen gemacht und aus der MS Jesus wurde ein Zerstörer gebastelt.
Ich bin mir trotzdem bewusst, es braucht Korrekturen in einem Leben, ja in meinem Leben.
Aber die Menschen suche ich schon selbst aus. Diese müssen leben, was sie glauben und lehren.

Shalom 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.07.2025 08:22.

Burgen

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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von Burgen am 07.07.2025 00:04



Hallo Chestnut, 

habe lange nachgedacht über deinen Beitrag. 

Und ja, wenn es um unterschiedliche Denominationen geht, ihre Schriftauslegung sowie ihr jeweiliges Verständnis, ist ein übergreifender Austausch sicherlich gut und angebracht. Das Beispiel mit der Glaubens-Heimat sprach mich da besonders an. 

Stelle mir vor eine Gesprächsrunde innerhalb einer Gemeinde oder besonders auch gemeindeübergreifend. 
Solch ein Austausch und kennenlernen der manchmal unterschiedlichen Gemeinden bringt einem ganz sicher auch zu neuen Einsichten. 

Wobei ich allerdings dann auch zu bedenken gebe, dass heute viel Esotherik mit einfließen könnte, auch mehr oder weniger evtl. ein bisschen Irrlehre. Das war früher, ca 30 oder 40 Jahre früher noch etwas anders. Aber mit Einzug der Charismatik, kann dies durchaus geschehen sein. 

Deswegen finde ich persönlich gut, wenn pausenclown uns von dem erzählt, was er ua von seinem Rabbi in der Bedeutung des AT erzählt. Denn all die Gebote, Verbote, Gesetze, Prophezeihungen, Versprechen Gottes, sowie auch ganz schlicht einzelne Wortbedeutungen im hebräischen Verständnis sozusagen dann nochmal in den eigenen Glauben hineinzuholen finde ich wichtig. Zumal es zu Verben und anderen Begriffen oftmals doppelte Belegungen gibt. 

Das gilt auch für den griechischen Teil der Schrift. Ich selbst tue mich auch etwas schwer mit dem allem. Zumal unsere eigene Sprache aufgrund von etlichen Revisionen und oberflächlichem Lesen und Behalten das Bibelstudium nicht unbedingt leichter werden lässt. 

Selbst Jesus stellte etliche Wortbildaussagen aufgrund alter Überlieferungen infrage. Manchmal kann man ins Staunen kommen, und manchmal bekommt man selbst eine ganz neue Sicht  - am nächsten Tag schon wieder ganz anders. 

Ich bin immer neu sehr froh, dass wir die ganze heilige Schrift für unseren Glauben und die Beziehung zu Gott und Mensch haben. Es hilft nicht ins Wanken und Zweifeln abzudriften. Das gilt für beide Teile. Zumal wir keiner Religion folgen sondern Jesus. Jesus ist keine Religion. Aber auch da gibt es andere Ansichten. Denn Jesus wird auch als Religionsstifter bezeichnet. Da muss jeder seinen eigenen Weg finden ...  


Gruß 
burgen  







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chestnut
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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von chestnut am 06.07.2025 18:29

Vergleiche hinken, ist klar, trotzdem wage ich mal einen in Bezug auf "Heimat", hier in Bezug auf Pausenclown und seine jüdische Herkunft und christliche Kreise.

Ich hatte vor vielen Jahren in einer Arbeitsgemeinschaft mit Christen aus sehr unterschiedlichen Konfessionen zu tun (Orthodoxe, Katholiken, und auch noch andere christliche Gemeinschaften). Der Austausch mit ihnen hat mein Christsein und mein Denken, wie Christsein sein "soll", verändert, vor allem aber bereichert. In diesem Arbeitskreis haben wir unter anderem einander gefragt, was deren Rhyten und lithurgische Elemente bedeuten und Erklärungen erhalten. Vieles, das auf den ersten Moment fremd erscheint, bekam eine ganz andere, im Licht Gottes andere Bedeutung. Wir lernten dadurch einander auf ganz andere Art schätzen, auch in der Andersartigkeit.

Was ich damit sagen will: Heimat bleibt eben Heimat. 
Auch wenn ich viel über Katholizismus und auch über orthodoxe Gebäuche gelernt habe und sie nach der Erklärung auch eine neue lebendige Bedeutung erhalten haben, bleibt mir vieles fremd - für mich fremd. Ich bin nicht damit aufgewachsen, ich habe es nie praktiziert, ich habe keinen persönlichen Bezug dazu. Es ist mir nicht Heimat und wird es auch nie. 

Die Herkunft, das was wir mitbringen, prägt uns. 
Bei den Juden, die Jesus als ihren Retter kennen lernen, kommt der ganze lebendige Hintergrund dessen, was wir altes Testament nennen und die ganze Tradition. 

Warum darf das nicht so sein? Muss denn alles zu einem Einheitsbrei verschmelzen? 
Solange wir einander in unserer Andersartigkeit stehen lassen, sehe ich da kein Problem.

Liebe Grüsse
Chestnut

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pausenclown

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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von pausenclown am 06.07.2025 07:22

Hallo Beroeer

Gestubse und stupsen… Natürlich in Sanftmut und Demut.
Vor ein paar Jahren haben wir eine junge Frau für ein paar Wochen aufgenommen.
Mit ihrem Abschlusszeugnis und Volljährigkeit, haben ihre Eltern sie rausgeschmissen.
Die Gründe dafür waren: Sie wollte sich nicht taufen lassen und war nicht so, wie die religiöse Gemeinschaften und ihre Eltern haben wollten.
Aufgrund dass die junge Frau rausgeworfen wurde, habe ich mich mit dieser Gemeinschaft etwas beschäftigt und festgestellt, kein Einzelfall, Kinder werden rausgeschmissen, Kontaktabbruch, man wechselt die Straßenseite usw usw.
Vielleicht sind das alles Vorurteile, wir haben es in diesem Fall so erlebt.
Vermutlich teile ich deine Auffassung von Schubsen usw nicht.
Shalom 

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pausenclown

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Re: Rettungsschiff MS Jesus.

von pausenclown am 06.07.2025 07:18

Hallo Beroeer.

Du behauptest mal einfach, wir Juden hassen die Samariter und dass ein Jude mit einer Frau spricht, grenzt an ein Wunder?
Soll ich dich jetzt fragen, woher weißt du das?
Wo sind die Quellen usw.
Warum fragst du nicht einen Juden, bevor du behauptest?

Da ich schon bei Nikodemus was darüber geschrieben habe, kopiere ich es hier rein.
Das ursprüngliche Nordreich Israel war das ehemalige Stammesgebiet.
Im Zuge der Eroberung der Assyrer wurden Teile der Bevölkerung verschleppt und andere Menschen aus dem assyrischen Reich ins Nordreich umgesiedelt und am Ende entstand ein Mischvolk.
Nach der Heimkehr aus dem Exil (Esra), waren sie nicht mehr anerkannt.
Da fing der Bruch und die Probleme an.
Sie versuchten, den restlichen Stämmen Israels beim Bau bzw. Wiederaufbaus des Tempels Schwierigkeiten zu bereiten.
Die Samaritaner bauten ihrerseits einen Tempel auf dem Berg Garazim.
Dieser Tempel wurde dann vom König Johannes Hyrkanos zerstört.

Die Samaritaner hielten und glaubten ebenfalls an die Torah.
Der Name Samaritaner: Der hebräische Begriff shamerim bedeutet „Bewahrer“, „Beobachter“ oder „Observanten“.
Und bezieht sich auf die Torah und Gebote.
Das spielt im Gleichnis eine Rolle.
Wie schon geschrieben, gab es Spannungen zwischen uns, aber keine Feindschaft.

Ein Blick in unsere Tradition zeigt ein Miteinander auf.
 Rabbi Simon ben Gamaliel lobte sogar ihren Gesetzesgehorsam ausdrücklich: „Bei denjenigen Geboten, die die Samaritaner genauso halten wie wir, nehmen sie es sogar noch viel genauer als wir“
Rabbi Akiba und Simon ben Gamaliel, galt jedoch: „Ein Samaritaner ist in jeder Hinsicht einem Israeliten gleich“
Noch etliche Anweisungen für den Umgang mit den Samaritern im Alltag. 

Wenn ein Israelit den Tischsegen spricht, kann man [bedenkenlos] das „Amen" mitsprechen. Aber wenn ein Samaritaner den Tischsegen spricht, soll man erst am Ende „Amen" sagen [so dass man hören kann, ob er etwas „Falsches" in seinem Segensspruch sagt.

Shalom

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.07.2025 07:19.
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